mini|hochkant|Rudolf Kellermayr (2012) mini|hochkant|Rudolf Kellermayr (2010) Rudolf Ernst Kellermayr (* 25. Jänner 1921 in Graz; † 27. September 2014 ebenda) war ein österreichischer Lehrer, KulturkritikerSondersammlung der Universität Innsbruck: Theaterkritiken von Rudolf Kellermayr: 1946–2000 und langjähriger Direktor des Akademischen Gymnasiums in Graz.

Herkunft und Ausbildung Rudolf Kellermayrs Vater stammte aus Linz, seine Mutter aus Gresten, Bezirk St. Pölten.

Er besuchte die Volksschule der Schulbrüder in der Hans-Sachs-Gasse in Graz. Von 1931 bis 1939 absolvierte er das Akademische Gymnasium in Graz und legte die Reifeprüfung im März 1939 ab.Diese und alle weiteren biografischen Angaben: Schriftliche Informationen Rudolf Kellermayrs vom 11. Dezember 2013, liegen dem Autor vor., Seite auf www.graz.at, abgerufen am 27. September 2014.

Von April 1939 bis September 1939 leistete er seine Arbeitspflicht beim Reichsarbeitsdienst in Reittal bei Liezen ab. Von September 1939 bis April 1941 studierte er Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Zwischen April 1941 und 1945 leistete er Wehrdienst bei der 17. Luftwaffen-Felddivision (hauptsächlich in Frankreich) und befand sich von 20. März bis 25. September 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Nach seiner Rückkehr studierte er von 1. Oktober 1945 bis 30. Juni 1947 Germanistik und Romanistik an der Universität Graz und schloss dieses Studium mit dem akademischen Grad Mag. phil. ab. Während dieser Zeit war Rudolf Kellermayr Kulturreferent der Österreichischen Hochschülerschaft und Mitbegründer des Grazer Hochschulstudios, in dem er auch als Darsteller wirkte.Am 6. August 1949 führten die Mitglieder des Grazer Hochschulstudios Goethes „Urgötz“ auf der Schloßbergbühne auf. Austria-Forum. Unter seiner Federführung wurden erstmals Werke von Jean-Paul Sartre und Franz Kafka aufgeführt.

Wirken als Lehrer und Direktor Rudolf Kellermayr wirkte von 7. Oktober 1947 bis 1. Oktober 1968 als Erzieher, AHS-Professor und Direktorstellvertreter an der Bundeserziehungsanstalt Graz-Liebenau. Mit 1. Oktober 1968 wurde er zum Direktor des Akademischen Gymnasiums Graz ernannt und übte diese Funktion bis 1. Jänner 1987 aus.

Ihm stellten sich gleich zu Beginn neue Aufgaben: die große Schülerzahl verlangte neue Lösungen im Blick auf die nötigen und nicht vorhandenen Klassenräume; die Grazer Minoriten stellten in ihrem Kloster freie Räume für „dislozierte Klassen“ zur Verfügung. Auch diverse Neuerungen hinsichtlich modernerer Unterrichtsmethoden in allen Gegenständen erwiesen sich als große Herausforderung, die jedoch durch Flexibilität und den Willen aller zu einer Modernisierung der schulischen Angebote gelöst wurden.vgl. Ferdinand Tremel: 400 Jahre Akademisches Gymnasium in Graz. In: 400 Jahre Akademisches Gymnasium in Graz 1573–1973. Festschrift. Verlag des Akademischen Gymnasiums in Graz, Graz 1973, S. 85.

Für die nachfolgenden Jahre sei der spätere Direktor des Gymnasiums Josef Wilhelm, der damals noch als Religionsprofessor an der Schule tätig war, zitiert:

Mit 1. Jänner 1987 trat Rudolf Kellermayr als Direktor des Akademischen Gymnasiums Graz in den Ruhestand, ihm folgte in dieser Funktion Josef Wilhelm nach.

Weitere Tätigkeiten Ab 1. Oktober 1968 war Kellermayr Vorstandsmitglied des katholischen Pressvereins für Steiermark. Zwischen 1968 und 1972 fungierte er als Vizepräsident der Katholischen Aktion Steiermark, von 1982 bis 1988 war er deren Präsident. Weiters war er ab 1. Mai 1987 20 Jahre lang Vorsitzender des Herausgeberkollegiums der Kleinen Zeitung, danach auch weiterhin dessen Mitglied.Kurt Wimmer:

Rudolf Kellermayr verfasste während annähernd 60 Jahren Schauspielkritiken für die Kleine Zeitung und war Kulturkritiker für Die Furche.Johann A. Bauer: Rudolf Kellermayr: Steirer mit Herz. In: Sonntagsblatt, 30. Jänner 2011.

Rudolf Kellermayr starb im September 2014 im 94. Lebensjahr in Graz., Kleine Zeitung, 27. September 2014., Die Presse, Feuilleton, 30. September 2014, S. 17, abgerufen am 2. Oktober 2014. Er ist am Grazer St. Peter Stadtfriedhof begraben.

Anerkennungen 1966: Chevalier dans l’Ordre des Palmes Académiques 1974: Officier dans l’Ordre des Palmes Académiques 1977: Ernennung zum Hofrat 1986: Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1986: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) 1996: Bürger der Stadt Graz, www.graz.at, abgerufen am 2. Februar 2015. 2003: Komtur des Päpstlichen Silvester-Ritterordens 2005: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Publikationen Pierre Béhar: Zentraleuropa im Brennpunkt. Analysen und Perspektiven einer kontinentalen Geopolitik. Übersetzung aus dem Französischen von Brigitte und Rudolf Kellermayr, Styria Verlag, Graz 1994, ISBN 3-222-12246-6.

Weblinks

Webpräsenz von Hofrat Mag. phil. Rudolf E. Kellermayr Hofrat Mag. phil. Kellermayr Rudolf, Seite auf www.graz.at, abgerufen am 27. September 2014.

, www.kleinezeitung.at, vom 27. September 2014.

Einzelnachweise

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