Leimbachsmühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Buch am Wald im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Leimbachsmühle liegt in der Gemarkung Hagenau.

Geografie Die ehemalige Wassermühle liegt am Froschbächlein (im Unterlauf auch Leimbach genannt), der mit dem Traisdorfer Bach zum Hagenbach zusammenfließt. Nördlich des Ortes befindet sich der Bucher Wald. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2249 (0,3 km südlich), die nach Schönbronn (2,5 km westlich) bzw. nach Hagenau verläuft (0,9 km östlich).

Geschichte Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurde für „Laymühle“ eine Mannschaft verzeichnet, die die Kommende Rothenburg des Deutschen Ordens als Grundherrn hatte. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 6v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704. Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurde für „Leinmühle“ die Reichsstadt Rothenburg als Grundherr angegeben.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 11. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Leimbachsmühle nur ein Anwesen. Das Hochgericht übte weiterhin das Vogtamt Colmberg aus. Das Anwesen hatte die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 881. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben: „Leinbachsmühl, von dem Bach Leinbach also benannt, eine Viertelstunde von Gastenfelden, wohin es eingepfarrt ist. Die Fraisch ist Brandenburgisch, die Vogtey Rothenburgisch. Am Zehnt gehören 2 Drittel Brandenburg, 1 Drittel Hohenlohe Schillingsfürst. Die Mühle, welche nach Rothenburg gehört, leistet 4 Dienste und stellt 1 Wagen.“J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 319.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Leimbachsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch am Wald und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Buch am Wald zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Leimbachsmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Hagenau umgemeindet. Am 1. Januar 1974 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Buch am Wald eingemeindet.

Baudenkmal Ehemalige Mühle, zweigeschossiger, massiver Mansarddachbau, 18. Jahrhundert; Scheunenbau mit Fachwerkgiebel, gleichzeitig.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 10 7 8 10 11 9 8 10 8 7 3 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria Magdalena (Gastenfelden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Buch am Wald) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach