Černá (deutsch Schwarzenbach, auf manchen alten Karten und in Veröffentlichungen auch SchwarzbachSchwarzbach (Ottův slovník naučný)) ist ein Ortsteil der Stadt Kraslice in Tschechien.
Geografie Geographische Lage Černá liegt im Süden des Stadtgebiets von Kraslice einen Kilometer Luftlinie von der Gemeindegrenze zu Absroth entfernt. Früher war dies die Grenze zwischen dem Landkreis Graslitz und dem Landkreis Eger.
Ortsgliederung mini|hochkant=1.4|Franziszeischer KatasterGemeinde Schwarzenbach, Blatt 3 mini|hochkant=1.4|Parzellierungs-Croquis der Gemeinde Schwarzenbach (Franziszeischer Kataster) mit Gliederung in neun Riede
Riede Nach dem Franziszeischen Kataster von 1842 war die alte Gemeinde Schwarzenbach in neun Riede gegliedert, die mit Buchstaben bezeichnet waren, darunter der Ortsried mit dem Dorf Schwarzenbach: A Ortsried (das Dorf Schwarzenbach) B Passfelder (ein Teil des Ortsteils Neustadt) C Filzloh (ein Teil des Ortsteils Neustadt) D Steinholz (ein Teil des Ortsteils Neustadt) E Hau (Ortsteil Kasper und ein Teil des Ortsteils Neustadt) F Bernfelder (Ortsteil Ziegelhütte) G Hammerseugl (Ortsteile Sponedl und Otten) H Hammergasse (Ortsteile Büchsenmacher und Waffenhammer) I Kirchwegacker
Die bebauten Flurstücke sind streng genommen keine Teile der Riede, sondern werden von diesen umgeben und werden ebenso wie Wege und Gewässer in separaten Flächenkategorien erfasst.
Ortsteile Auf der gleichen Karte sind neben dem eigentlichen Dorf Schwarzenbach (das seinerseits in das Obere Dorf und das Untere Dorf gegliedert war) sieben weitere Ortsteile auszumachen, mit Ausnahme der Neustadt (tschechisch Nové Mesto, mit fünf Anwesen und mit dem angesichts der Ortsgröße irreführenden Namensbestandteil -stadt) durchweg Einöden: Neustadt (mit Gehöften in den Rieden Filzloh, Steinholz, Hau und Paßfelder), Kasper, Ziegelhütte, Sponedl, Otten, Büchsenmacher und Waffenhammer:
Schwarzenbach (umgeben vom Ortsried) Unteres Dorf (Hausnummern 1 bis 9 und 5–34) Oberes Dorf (Hausnummern 10 bis 18) Neustadt (Hausnummern 19 bis 23) Kasper (Hausnummer 24, umgeben vom Ried Hau) Ziegelhütte (Hausnummer 39, umgeben vom Ried Bernfelder) Sponedl (Hausnummer 40, umgeben vom Ried Hammerseugl) Otten (Hausnummer 41, umgeben vom Ried Hammerseugl) Büchsenmacher (Hausnummer 35, umgeben vom Ried Hammergasse) Waffenhammer (Hausnummer 36, umgeben vom Ried Hammergasse) (Mühle am Leibitscher Bach)Grillmühle, Waffenhammer, Vodnímlýny.cz (tschechisch)
Nachbargemeinden Nachbargemeinden von Schwarzenbach waren:
Geschichte Viele Orte des Schönbacher Ländchens sind vom Kloster Waldsassen aus gegründet worden.Peter Braun: Die Herren von Sparneck. Stammbaum, Verbreitung, Kurzinventar. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. Band 82, 2002, , S. 71–106, hier S. 86.Alban Freiherr von Dobeneck: Geschichte des ausgestorbenen Geschlechtes der von Sparneck. In: Archiv für Geschichte und Altertumskunde von Oberfranken. Band 22, Heft 3, 1905, , S. 1–65, und Band 23, Heft 1, 1906, S. 1–56, (Neudruck, herausgegeben von Peter Braun: Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-8717-8).
Die erste Erwähnung von Schwarzenbach befindet sich in einer Warenliste des Klosters Waldsassen aus dem Jahr 1185.Radim Hettner: Černá (Schwarzenbach) - toulky zapomenutým krajem (tschechisch)
1348 wurde das Schönbacher Ländchen mit Schwarzenbach vom Kloster Waldsassen unter dem Abt Franz Kübel an Rüdiger von Sparneck, den Burggrafen von Eger, verkauft. Der Ort gehörte wie die Nachbarorte bis zur Gemeindebildung 1850 zur Herrschaft Schönbach im Nordwesten des Elbogener Kreises.Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Statistisch-topographisch dargestellt. Band 15: Elbogner Kreis. Calve, Prag 1847, S. 48 f. (, MDZ)
Schwarzenbach gehörte zunächst zur Pfarrei Stein und von 1794 bis 1896 zur Pfarrei Schönbach sowie ab 1897 zur Pfarrei Frankenhammer., siehe auch im GenWiki: Pfarrei Frankenhammer. In Frankenhammer war auch das für die Gemeinde Schwarzenbach zuständige Standesamt, das weiterhin für Konstadt und Schönau zuständig war.Liboc - Standesamt 01, Porta fontium (Bayerisch-tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen; deutsch, tschechisch)
Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort 1938 dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Graslitz. Die ehemals selbständige Gemeinde Schwarzenbach hatte 1939 208 Einwohner.
Černá wurde 1955 nach Mlýnská (Konstadt), 1961 nach Kostelní (Kirchberg)Heribert Sturm: Districtus Egranus. Eine ursprünglich bayerische Region. Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe II, Heft 2, München 1981, S. 294 und mit diesem schließlich am 1. April 1976 nach Kraslice eingemeindet.Český statistický úřad (Tschechisches Amt für Statistik): Historický lexikon obcí České republiky 1869–2005, Teil 2, Prag 2006 ()
Einwohnerentwicklung Quelle: Tschechisches Amt für StatistikČeský statistický úřad (Tschechisches Amt für Statistik): Historický lexikon obcí České republiky 1869–2005, Teil 1, Prag 2006, S. 5f. ()
Jahr Einwohnerzahl1847 2251869 2341880 2331890 2191900 242 Jahr Einwohnerzahl1910 2491921 2491930 2341950 391961 46 Jahr Einwohnerzahl1970 81980 31991 02001 02011 10
Literatur Karl Mädler: Zur Geschichte des Schönbacher Ländchens. In: Unser Egerland. Schriftenreihe für lebendige Heimatpflege. Band 25, Nr. 6/7, 1921, , S. 41–46. Werner Otto: Um den Hohen Stein. Kassel: Baurechte-Verlag Kassel, 2. Auflage 1984.
Weblinks
Alte Quellen zu Schwarzenbach im Internet (tschechisch) Historische Topographische Karte Flurkarten des Franziszeischen Katasters (hier 1842; tschechisch) Aktuelle Flurkarte Archivierte Dokumente für Schwarzenbach (deutsch, tschechisch; Porta fontium, bayerisch-tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen)
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil in Tschechien Kategorie:Kraslice Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien Kategorie:Gemeindeauflösung 1955