mini|Ansicht von Wied Wied ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographie Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen im Wiedtal bzw. an der B 413 zwischen Merkelbach und Altstadt (Hachenburg) im Nordosten und Höchstenbach im Südwesten. Umgeben ist der Ort Wied im Osten und Süden vom Hachenburger Stadtwald. Durch den Ort fließt die Wied. Südöstlich des Orts befindet sich das Naturschutzgebiet Oberes Wiedtal.

Zu Wied gehören auch die Wohnplätze Krambergsmühle (teilweise) und Mühlental (Thalmühle).

Geschichte 1461 wurde Wied erstmals in einer Urkunde erwähnt. Ursprünglich hieß Wied Wiede, was so viel wie Weide bedeutete.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Wied, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 204 1835 248 1871 252 1905 261 1939 305 1950 346 Jahr Einwohner 1961 387 1970 416 1987 451 1997 497 2005 499

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Wied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2019 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.

Bürgermeister Lars Martin wurde am 2. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Wied. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 86,4 % für fünf Jahre gewählt worden.

Martins Vorgängerin Birgit Hopfinger hatte das Amt seit Sommer 2019 inne. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 67,34 % für fünf Jahre gewählt worden. Ihre Amtsvorgänger waren Manfred Graulich und Ebba Groenewold-Jacobs, die zum 30. Juni 2015 das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

Wappen

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 413, die von Bendorf (bei Koblenz) nach Hachenburg führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Dierdorf und Neuwied an der A 3 (Köln–Frankfurt am Main), etwa 20 Kilometer entfernt. Die nächsten Bahnstationen befinden sich in Hachenburg und Hattert, beide etwa 7 Kilometer entfernt. Dort verkehrt die Oberwesterwaldbahn in Richtung Limburg oder Altenkirchen, von wo jeweils weiterführende Anschlussmöglichkeiten bestehen. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Von 1901 bis 1950 verkehrte im Nachbarort Höchstenbach die Kleinbahn Selters–Hachenburg.

Kliniken Wied mini|Klinik Wied, Haus Mühlental Im Mühlental, südöstlich des Orts, wo sich vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine Papiermühle befand, später eine Spinnerei und Weberei sowie ab den 1960er Jahren ein Sporthotel, öffneten 1974 die Kliniken Wied ihre Pforten. In: Wiederworte, Eine Klinik im Wandel, Patientenzeitschrift der Kliniken Wied, Ausgabe 2, Oktober 2014 (Chronik, ).Infotafel nahe der Klinik Dazu zählen das Haus Mühlental in Wied sowie das angeschlossene Haus Sonnenhang im 12 Kilometer entfernten Steimel. In den beiden Rehabilitations-Einrichtungen werden Suchterkrankungen behandelt sowie psychosomatische Beschwerden.

Anfang 2019 übernahm die MEDIAN Unternehmensgruppe beide Häuser mit zu diesem Zeitpunkt zusammen 214 Therapieplätzen und 166 Mitarbeitern.Venture Capital Magazin

Persönlichkeiten Wilhelm Fetthauer (1866–1925), Mühlenbesitzer und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau Richard Spieß (1897–1952), NSDAP-Politiker und Abgeordneter des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Wied

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Wied Ortsgemeinde Wied auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Hachenburg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Westerwaldkreis Kategorie:Ersterwähnung 1461