mini|hochkant|Bischof Antonio Camilo González (2014) mini|hochkant|Bischofswappen von Antonio Camilo González Gabriel Antonio Rafael Camilo González (* 7. Februar 1938 in Salcedo; † 17. Juli 2026 in Santiago de los Caballeros) war ein dominikanischer römisch-katholischer Geistlicher und Bischof von La Vega.
Leben Herkunft und Ausbildung Antonio Camilo González wurde als erstes von fünf Kindern des Ehepaares Antonio Camilo Pantaleón und Caridad González in Salcedo geboren. Er war mit den Mirabal-Schwestern verwandt. Er besuchte zuerst die Escuela Primaria María Josefa Gómez in Salcedo sowie ab 1948 das Vorseminar Padre Fantino del Santo Cerro in Concepción de la Vega und ab 1949 das Kleine Seminar in Santo Domingo. Anschließend studierte er Philosophie und Katholische Theologie am Priesterseminar Santo Tomás de Aquino in Santo Domingo sowie ab 1958 in Buenos Aires und später in Sevilla, in Huelva und in Salamanca in Spanien. 1961 kehrte er in seine Heimat zurück und wurde in Santiago de los Caballeros durch den Bischof von Santiago de los Caballeros, Hugo Eduardo Polanco Brito, zum Diakon geweiht. Am 1. Juli 1962 empfing er in der Kathedrale von Santo Domingo durch den Erzbischof von Santo Domingo, Octavio Antonio Beras Rojas, das Sakrament der Priesterweihe für das Erzbistum Santo Domingo.
Wirken als Priester Nach der Priesterweihe war Camilo González zunächst als Pfarrvikar der Pfarrei Santo Cura de Ars in Santo Domingo (1962–1966) und als Kaplan am dortigen Colegio Dominicano de La Salle (1963–1966) sowie als kirchlicher Assessor der katholischen Studentenvereinigung Juventud Estudiantil Católica (JEC) (1963–1966) und der Cursillo-Bewegung (1964–1966) tätig, bevor er erster Pfarrer der neugegründeten Pfarrei Corazón de Jesús in Cambita Garabitos wurde. Dort koordinierte er den Bau der ersten beiden Pfarrkirchen in El Cruce, einem Stadtteil von Cambita Garabitos, und in Cambita El Pueblecito. Im Anschluss wirkte er von 1971 bis 1972 als Pfarrvikar der Kathedrale von Santo Domingo und als Subregens am Priesterseminar Santo Tomás de Aquino in Santo Domingo. Von 1971 bis 1975 war er Pfarrer der Pfarrei San Isidro in Santo Domingo und von 1972 bis 1975 zusätzlich Verantwortlicher für die Pfarrei San Gabriel Arcángel sowie von 1974 bis 1975 erneut auch Pfarrvikar der Pfarrei Santo Cura de Ars in Santo Domingo und von 1972 bis 1975 der Pfarrei Corazón de Jesús in Cambita Garabitos. Zudem fungierte er von 1972 bis 1975 als Disziplinarpräfekt am Priesterseminar Santo Tomás de Aquino in Santo Domingo. Daneben engagierte er sich ab 1974 bei der Cursillo-Bewegung und war als leitender Militärkaplan der Dominikanischen Luftwaffe tätig. 1974 absolvierte Camilo González als erster dominikanischer Priester eine Fallschirmspringerausbildung bei der Dominikanischen Luftwaffe. Anschließend wirkte er von 1975 bis 1977 erneut als Pfarrer der Pfarrei Corazón de Jesús in Cambita Garabitos und von 1977 bis 1982 als Pfarrer der Pfarrei Nuestra Señora de Regla in Baní. In dieser Zeit gehörte er dem Gründungskomitee des Altenheims von Baní an.
Von 1982 bis 1984 war Camilo González als Pfarrer der Pfarrei San Juan Bautista in Bayaguana tätig und lehrte als Professor Literaturwissenschaft am dortigen Standort der Universidad Central del Este (UCE). Anschließend leitete er von 1984 bis 1988 das nationale Pastoralinstitut. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm am 18. Dezember 1987 den Ehrentitel Päpstlicher Ehrenkaplan. Ab 1988 fungierte er als Generalvikar des Erzbistums Santo Domingo. Zudem wirkte er von 1984 bis 1992 als Pfarrer der Pfarrei San Pablo Apóstol in Santo Domingo und von 1989 bis 1992 als Spiritual des Vorstands der Laienbewegung Legio Mariae in Santo Domingo. Camilo González erhielt am 22. Oktober 1982 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Baní und im Juni 1992 die Ehrenbürgerwürde der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo.
Wirken als Bischof von La Vega Am 10. Oktober 1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von La Vega. Johannes Paul II. gab die Ernennung während seiner Reise in die Dominikanische Republik am Ende seiner Predigt anlässlich einer Heiligen Messe mit Priestern und Ordensleuten in der Kathedrale von Santo Domingo selbst bekannt. Dies war das erste und bislang einzige Mal, dass die Ernennung eines lateinamerikanischen Bischofs persönlich durch den Papst verkündet wurde. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Santo Domingo, Nicolás de Jesús Kardinal López Rodríguez, am 8. Dezember desselben Jahres in der Kathedrale Inmaculada Concepción in Concepción de la Vega; Mitkonsekratoren waren Hugo Eduardo Polanco Brito, Erzbischof ad personam von Nuestra Señora de la Altagracia en Higüey, und Juan Antonio Flores Santana, Bischof von Santiago de los Caballeros. Sein Wahlspruch Vince in bono mallum („Überwinde das Böse durch das Gute“) stammt aus .
Schwerpunkte seines Wirkens als Bischof waren die Armenfürsorge und die Förderung der Priesterausbildung. Camilo González setzte sich ferner für den Umweltschutz in der Region Loma Miranda ein, unterstützte Proteste gegen dort geplante Bergbauprojekte und forderte die Einrichtung eines Nationalparks in der Region. Außerdem gehörte er bereits ab 1986 dem Kuratorium des Museo de Historia y Geografía sowie ab 1992 dem Instituto Duartiano de Santo Domingo und dem Instituto Dominicano de Genealogía an. Als Bischof von La Vega war er zudem Großkanzler der Universidad Católica del Cibao (UCATECI) in Concepción de la Vega, die 2002 auf seine Initiative hin den Status einer Katholischen Universität erhielt. 1997 nahm er an der Sonderversammlung der Bischofssynode für Amerika zum Thema Begegnung mit dem lebendigen Jesus Christus – Weg der Umkehr, der Gemeinschaft und der Solidarität in Amerika teil. Darüber hinaus moderierte er ab 2009 auf dem katholischen Sender La Voz de María regelmäßig die Sendung La Voz del Obispo, die er mitbegründete.
In der Dominikanischen Bischofskonferenz (CED) gehörte Camilo González dem ständigen Rat an. Zudem war für die Kinder- und Jugendpastoral und die Seniorenseelsorge sowie das nationale Pastoralinstitut zuständig. Überdies war er Delegat der Dominikanischen Bischofskonferenz beim Lateinamerikanischen Bischofsrat (CELAM).
Papst Franziskus nahm am 23. Februar 2015 das altersbedingte Rücktrittsgesuch von Antonio Camilo González an. Danach lebte er in der Casa San Camilo de Lelis in Santo Cerro bei Concepción de la Vega, einem Seniorenheim für emeritierte Bischöfe in der Nähe des Nationalheiligtums Nuestra Señora de las Mercedes. Am 30. Juli 2019 wurde ihm von der Universidad Católica del Cibao (UCATECI) „für seinen Einsatz im Bildungswesen während seines mehr als 55-jährigen Priesterlebens“ die Ehrendoktorwürde verliehen. Er starb im Juli 2026 im Alter von 88 Jahren im Krankenhaus La Unión Médica in Santiago de los Caballeros und wurde in der Krypta der Kathedrale Inmaculada Concepción in Concepción de la Vega beigesetzt.
Schriften
Weblinks
Einzelnachweise
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