Labertswend (auch Hutzelhof genannt) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dürrwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Labertswend liegt in der Gemarkung Dürrwangen.

Geographie Das Dorf bildet mit dem nordöstlich gelegenen Dürrwangen eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar südlich des Orts fließt das Hühnerbächlein, ein rechter Zufluss der Sulzach. Im Südwesten liegt das Waldgebiet Eichelgarten, 0,5 km nordöstlich das Waldgebiet Tannenbusch. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dürrwangen zur Kreisstraße AN 42 (0,2 km nordöstlich) bzw. am Rappenhof und Hopfengarten vorbei nach Dinkelsbühl zur Bundesstraße 25 (5 km südwestlich).

Geschichte Aus der Ortsnamensendung –wend kann man schließen, dass der Ort zu den Wendensiedlungen zählt, die im Mittelalter von den Obrigkeiten in größerer Zahl planmäßig angelegt wurden.

Die Fraisch über Labertswend war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Feuchtwangen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen beansprucht. Die Reichsstadt Dinkelsbühl wollte sie auf ihrem Anwesen geltend machen. 1732 gab es 2 Anwesen. Grundherren waren das Oberamt Dürrwangen (1 Hof) und das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (1 Gütlein).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Labertswend (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 5 Anwesen (Oberamt Dürrwangen: 2 Viertelhöfe, 2 Achtelhöfe; Dinkelsbühl: 1 Halbhof).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 436. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 556.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Labertswend 1809 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Dürrwangen zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f. und 537.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2011 2017 Einwohner 22 28 43 38 32 24 30 43 49 54 62 44 45 42 39HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 5 6 6 7 6 8 12 19 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Halsbach) gepfarrt, seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei Maria Immaculata (Dürrwangen) zuständig. Die Protestanten sind nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dürrwangen)