Neuses ist ein Gemeindeteil des Marktes Dürrwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Neuses hat eine Fläche von 3,167 km². Sie ist in 252 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12.569,07 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Flinsberg.
Geographie Das Dorf liegt in einer Waldlichtung. Im Südwesten liegt der Lichtenschlag, im Norden der Frickinger Wald, im Osten der Eichelgarten und im Südosten das Rappenholz. Im Ort entspringt der Rappengraben, der 1,5 km weiter östlich als rechter Zufluss in das Hühnerbächlein mündet, einen rechten Zufluss der Sulzach. Unmittelbar südöstlich grenzt das Flurgebiet Mauspoint an.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über den Goschenhof zur Kreisstraße AN 42 bei Flinsberg (0,9 km nördlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (2,1 km südlich) zwischen Hopfengarten und Dinkelsbühl. Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hellenbach (2,3 km südwestlich) und nach Hopfengarten (1,2 km südlich).
Geschichte Die Fraisch über Neuses war umstritten. Sie wurde vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen, vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und von der Reichsstadt Dinkelsbühl beansprucht. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. 1732 bestand der Ort aus 8 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Neuses (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 10 Anwesen, allesamt dinkelsbühlisch (evangelische Kirchenpflege: 1 Gut; Hintere-Stuben-Pflege: 2 halbe Gütlein; katholische Kirchenpflege: 1 Gut; Siechenpflege: 4 halbe Hofgüter, 2 halbe Güter) und ein Gemeindehirtenhaus.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 443.Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 775, gab es im Ort neun Untertansfamilien, von denen eine feuchtwangisch und acht fremdherrisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 571.
1806 kam Neuses an das Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Neuses 1809 dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Neuses, zu der Flinsberg und Goschenhof gehörten.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 539. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach). Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Neuses an den Landkreis Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,170 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1971 nach Dürrwangen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Neuses Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 107 113 111 106 109 111 101 118 107 118 124 109 101 103 116 121 108 105 103 131 133 123 106 100HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 23 21 24 25 25 25 25 22 20 Quelle Für die Gemeinde Neuses zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Flinsberg (S. 26).
Ort Neuses Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2011 2017 Einwohner 60 66 63 59 54 58 49 68 56 53 56 55 57 58 53Häuser 11 11 12 12 12 12 11 13 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach Maria Immaculata (Dürrwangen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dürrwangen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach