mini|Daniel Deußer mit Mouse beim PfingstTurnier 2013 Das Internationale Pfingstturnier Wiesbaden (Eigenschreibweise: PfingstTurnier) ist ein internationales Reitturnier, das jährlich am Pfingstwochenende im Schlosspark Biebrich in Wiesbaden ausgetragen wird. Seine Ursprünge liegen im Jahr 1929. Im Jahr 2019 trägt das Turnier erstmals aufgrund seines neuen Titelsponsors den Namen Longines PfingstTurnier Wiesbaden.Longines wird Hauptsponsor des Longines PfingstTurnier Wiesbaden, longines.de, 23. April 2019.
Veranstalter des Pfingstturniers ist der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e. V. (WRFC).Turnierauschreibung Pfingstturnier Wiesbaden 2018 Unterstützt wird das Turnier traditionell durch die Wiesbadener Unternehmerfamilie Dyckerhoff: Hans Dyckerhoff war Gründungsmitglied des WRFC, die Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg ist dem langjährigen Vereinspräsidenten Wilhelm Dyckerhoff zu verdanken und seit 1992 ist Kristina Dyckerhoff Vereinspräsidentin.
Die Springprüfungen des Turniers sind als CSI 4*, die Dressurprüfungen als CDI 5*, die Vielseitigkeit als CIC 3* und die Voltigierwettbewerbe als CVI-Masterclass ausgeschrieben.Turnierkalender der FEI: Internationales Pfingstturnier Wiesbaden 2016 Daneben sind weitere Springprüfungen des Turniers gesondert als CSIYH 1*, CSIAm-A und CSIAm-B vorgesehen. mini|hochkant=1.5|Lage der Turnierplätze beim Internationalen PfingstTurnier Wiesbaden
Turniergeschichte mini|Laura Kraut auf Cedric bei der höchstdotierten Springprüfung des Pfingstturniers 2013 Zwei Jahre nach Gründung des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs wurde im Jahr 1929 das erste Pfingstturnier durchgeführt, Austragungsort war das „Kleinfeldchen“, heute Heimstätte der SpVgg Nassau Wiesbaden. Da sich das „Kleinfeldchen“ als zu klein für den Publikumsandrang erwies, wurde das Turnier zwei Jahre lang auf der Rennbahn Erbenheim ausgerichtet, das Geläuf hier war jedoch zu hart. Von 1932 bis 1939 hatte der WRFC seinen eigenen Turnierplatz „Unter den Eichen“ im Norden Wiesbadens, wo das Pfingstturnier durchgeführt wurde. Im Jahr 1934 wurde erstmals eine Vielseitigkeitsprüfung (damals noch „Military“ genannt) ausgerichtet, diese wurde jedoch abweichend wieder in Erbenheim durchgeführt.
Nach den Kriegsjahren wurde ab 1948 wieder Bemühungen unternommen, das Turnier wieder auszurichten. Da der Platz „Unter den Eichen“ nicht mehr zur Verfügung stand, hatte Wilhelm Dyckerhoff (Präsident des WRFC von 1950 bis 1987) die Idee, das Turnier im Schlosspark Biebrich auszutragen. Noch im selben Jahr erteilte die amerikanischen Wiesbadener Stadtkommandantur unter maßgeblicher Mitwirkung von Earl Foster Thomson (Oberst und erfolgreicher Reiter) die Genehmigung zur Errichtung des Turnierplatzes. Dieser wurde an der Stelle des heutigen Dressurplatzes, direkt vor dem Schloss Biebrich, errichtet und das Turnier zu Pfingsten 1949 wieder durchgeführt.
Mit Unterstützung von deutscher und amerikanischer Seite wurde 1951 der neue Turnierplatz an der Stelle des ehemaligen Prinzessinnenweihers errichtet. Dieser baumbestandene Platz ist bis heute der Springplatz des Turniers. Ab 1952 wurde das Turnier international ausgeschrieben, von 1958 an wurden die Dressurprüfungen als CDIO ausgeschrieben.
In den 1970er Jahren verlor das Turnier teilweise an Bedeutung. 1983 wurde erstmals eine Kür der Dressurreiter durchgeführt, die seit 1990 auf Grand Prix-Niveau durchgeführt wird. Im Jahr 1984 wurde vor dem Schloss der heutige Dressur-Sandplatz errichtet, alle Dressurprüfungen zogen vom Springplatz hierher. Nach einer längeren Pause sind die Dressurprüfungen seit 1989 wieder international ausgeschrieben.
Im Jahr 2001 wurde das Turnier aufgrund des großen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (von der Pferde jedoch nicht betroffen sind) für ein Jahr in den September verlagert, das Turnier war im selben Jahr erstmals Station der Riders Tour (bis 2018). In den Jahren 2012 und 2013 war das Turnier auch Etappe der Global Champions Tour und wurde daher als CSI 5*, der höchsten Turnierklasse im Springreiten, ausgeschrieben.ausführliche Vereins- und Turniergeschichte auf der Seite des WRFCUnsere Tradition, pfingstturnier.org
Im Jahr 2016 wurde die 80. Austragung des Pfingstturniers begangen.
2020 fiel die 84. Austragung des Wiesbadener Pfingstturniers aufgrund der andauernden Corona-Pandemie und den dazugehörigen Schutzmaßnahmen aus. Auch 2021 kam das Turnier nicht zustande.Pfingstturnier in Wiesbaden 2021 abgesagt, Deutsche Reiterliche Vereinigung, 15. April 2021
Im Jahr 2026 wurde das Pfingstturnier aufgrund der Sanierung des Springplatzes abgesagt. Programm mini|Teilnehmende Einhorn-Kutsche am Korso 2013 Seit 1993 wird am Dienstagabend vor Pfingsten das Turnier mit dem Kutschen-Korso durch die Wiesbadener Innenstadt eröffnet. Ziel des Korsos ist der Schlossplatz vor dem Stadtschloss, wo er von zahlreichen Zuschauern empfangen wird. Am jährlichen Korso nehmen mittlerweile 30, zum Teil historische, Kutschen sowie zahlreiche Reiter teil.
Das Turnier umfasst vier Tage von Freitag bis Pfingstmontag. Zum Stand 2012 bildet der Freitag den Auftakttag mit ersten Springprüfungen des CSI 5* sowie ersten internationalen Amateur-Springprüfungen (CSIAm-A / CSIAm-B) sowie der Dressur- und Springteilprüfungen des CIC 3*. Der erste Turniertag wird von der „Wiesbadener Pferdenacht“, einer Showveranstaltung, abgeschlossen.
Der Samstag bildet den Auftakt der Dressur- und Voltigierprüfungen auf dem Dressurplatz. Zudem findet am Samstag auch die Geländeprüfung des CIC 3* statt. Für die Springreiter fanden an diesem Tag in den Jahren 2012 und 2013 die Hauptprüfung statt, der „GCT Grand Prix“ (Wertungsprüfung der Global Champions Tour) am Samstagabend.
Am Pfingstsonntag findet die Qualifikation zum Großen Preis der Springreiter und die erste Prüfung des CSIYH 1* (Springreitturnier für sieben- und achtjährige Pferde) statt, den Tagesabschluss bildet die Grand Prix Kür unter Flutlicht vor dem Schloss. Das Turnier geht am Pfingstmontag zu Ende, die wichtigen Finalprüfungen an diesem Tag sind der Große Preis im Springreiten und der Grand Prix Spécial auf dem Dressurviereck.Turnierzeitplan und Ergebnisse Pfingstturnier 2012
Die wichtigsten Prüfungen Dressurreiten mini|hochkant=1.5|Dressurviereck auf der Parkseite des Schlosses Biebrich Grand Prix Kür Eine Dressurkür auf Grand-Prix-Niveau ist seit 1990 Teil des Pfingstturniers. Die Grand Prix Kür war im Jahr 2018 mit 26.000 Euro dotiert und findet unter Flutlicht statt.
Sieger: 1990: mit Andiamo 1991: keine Angaben 1992: mit Ideaal 1993: Sven Rothenberger mit Bo 1994: keine Angaben 1995: mit Gigolo FRH 1996: mit Raikito 1997: mit Partout 1998: mit Amaretto 1999: Isabell Werth mit Aleppo-S 2000: mit Souveraen W 2001: mit Relevant 2002: mit Antony FRH 2003: mit Invasor 2004: Rafael Soto Andrade mit Invasor 2005: mit Sunrise (75,575 %) 2006: mit Cavan (80,150 %) 2007: mit Quando-Quando (74,700 %) 2008: mit Max (78,100 %) 2009: mit Lancet (73,950 %)Ergebnis Grand Prix Kür, Pfingstturnier Wiesbaden 2009 2010: mit Le Mont D'Or (75,800 %) 2011: mit Fuego (78,825 %), pfingstturnier.org 2012: mit Le Noir (77,375 %) 2013: mit Der Stern OLD (75,575 %) 2014: mit Silvano (77,725 %) 2015: mit El Santo NRW (80,525 %) 2016: mit Qui Vincit Dynamis (76,750 %) 2017: mit Don Johnson FRH (82,025 %) 2018: mit Unee BB (80,075 %) 2019: mit Franziskus (80,680 %) 2022: mit Du Soleil (79,430 %)
Grand Prix Spécial Der Grand Prix Spécial ist die wichtigste Dressurprüfung des Pfingstturniers Wiesbaden. Sie wird am frühen Sonntagnachmittag ausgetragen und war 2018 mit 26.000 Euro dotiert.
Sieger (ab 1989): 1989: mit Rembrandt 1990: keine Angaben 1991: keine Angaben 1992: mit Grunox 1993: mit Gigolo FRH 1994: mit Rembrandt 1995: mit My Lord 1996: mit Grunox 1997: Monica Theodorescu mit Grunox 1998: mit Gigolo FRH 1999: Isabell Werth mit Antony FRH 2000: Isabell Werth mit Gigolo FRH 2001: mit Renaissance Fleur TS 2002: mit Silvano N 2003: mit Satchmo 2004: mit Cavan (75,720 %) 2005: Andreas Helgstrand mit Don Schufro (75,160 %) 2006: mit Warum nicht FRH (74,560 %) 2007: Isabell Werth mit Satchmo (76,640 %) 2008: Isabell Werth mit Warum nicht FRH (78,000 %) 2009: Isabell Werth mit Warum nicht FRH (76,708 %)Ergebnis Grand Prix Spécial, Pfingstturnier Wiesbaden 2009 2010: Isabell Werth mit Satchmo (74,583 %) 2011: mit Totilas (81,479 %) 2012: mit Riwera (71,333 %) 2013: witterungsbedingt abgesagt 2014: mit Totilas (83,196 %) 2015: mit Don Johnson FRH (77,039 %) 2016: Isabell Werth mit Weihegold OLD (79,804 %) 2017: mit Favourit (73,843 %) 2018: mit Faustus (76,000 %) 2019: mit DSP Quantaz (76,255 %) 2022: mit First Romance (74,936 %)
Springreiten Großer Preis von Wiesbaden Im Jahr 1958 erstmals ausgetragen, ist der Große Preis von Wiesbaden die höchstdotierte und wichtigste Springprüfung des Turniers. In den Jahren 2012 und 2013 wurde der vormalige Große Preis umbenannt in Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden. Er bildet den Abschluss des Turniers. Der Große Preis von Wiesbaden war von 2001 bis 2018 Wertungsprüfung der Riders Tour. Er war bei seiner ersten Austragung mit 10.000 DM dotiert, 2018 waren es 150.000 Euro.
Sieger: 1958: mit Halla 1959: mit Finale 1960: mit Riviera Wonder 1961: mit Bachus 1962: mit Arabella 1963: mit Sandro 1964: mit Canio 1965: mit Fairness 1966: mit San Lucas 1967: mit Kairouan 1968: mit Antea 1969: mit Donald Rex 1970: Alwin Schockemöhle mit Donald Rex 1971: mit Fair Lady 1972: mit Triple Crown 1973: mit Askan 1974: mit Jumping Amsterdam 1975: mit Boomerang 1976: mit A Little Bit 1977: mit Sarto 1978: mit Pluco 1979: mit Galoubet und Captain Con Power mit Rock Barton (Stechen abgesagt) 1980: mit Diavolo 1981: mit Largo 1982: mit Magister 1983: mit Bandit 1984: mit Massacre 1985: mit Oscar Drum 1986: mit Fürst Z 1987: mit Just Malone 1988: mit Aramis 1989: mit Grandeur 1990: mit Prints 1991: mit Amaretto D 1992: mit Attack Z 1993: mit Special Envoy 1994: mit Amadeus Z 1995: mit Major AC Folien 1996: mit Ratina Z 1997: mit Lady Weingard 1998: mit Lianos 1999: mit Finesse 2000: mit Frederic 2001: mit Miss Montana 2002: mit Champion du Lys 2003: mit Anka 2004: mit Diamonds Daylight 2005: mit Checkmate 2006: mit Farina 2007: mit Lantinus 2008: mit Checkmate 2009: mit Vulkano FRH 2010: mit Abbervail van het Dingeshof 2011: mit Chaman, pfingstturnier.org 2012: mit Lennox 2013: mit Antello Z 2014: mit Classic Man V 2015: mit Noblesse des Tess 2016: mit Lacan 2017: mit Catch Me T 2018: mit Clintrexo Z 2019: mit Luis P 2022: mit Concordia 2023: mit Sterrehof's Dante N.O.P. 2024: mit Kasanova de la Pomme 2025: mit Li la Bo
Global Champions Tour-Etappe mini|hochkant=0.8|Siegerehrung der Global Champions Tour-Wertungsprüfung 2013 In den Jahren, als das Pfingstturniers Global Champions Tour-Turnier war, wurde der Samstagnachmittag um eine große Springprüfung ergänzt. Bei dieser Global Champions Tour-Wertungsprüfung handelte es sich um eine internationale Springprüfung mit zwei Umläufen und Stechen. Die Hindernisse der Prüfung waren bis zu 1,60 Meter hoch, das Preisgeld betrug 285.000 €. Prüfungssponsor der Prüfung war die Lotterie-Treuhandgesellschaft Hessen („Lotto-Hessen-Preis“). Da es sich bei der Prüfung um die mit Abstand höchstdotierte Prüfung des CSI 5*-Turniers handelte, wurde diese Prüfung von der FEI als Großer Preis des Turniers gewertet.
Sieger: 2012: mit Lord de Theize 2013: mit Cedric
Vielseitigkeit