Schiller ist ein Einschlagkrater im Süden der Mondvorderseite.
Der Krater liegt östlich des Kraters Phocylides und nordwestlich von Clavius. Schiller hat eine eigentümliche, länglich-ovale Form, wobei die Längsachse nach Nordwesten weist (in ungefährer Richtung des Mare Orientale). Am nördlichen Ende befindet sich eine langgestreckte, kammartige Erhebung, ansonsten ist der Kraterboden weitgehend eben. Das Einschlagereignis fand in der nektarischen Periode statt.
mini|links|Schiller und seine Nebenkrater Schiller hat achtzehn Nebenkrater:
Der Krater wurde 1935 von der IAU nach dem deutschen Astronomen Julius Schiller offiziell benannt.
Die Rollspur eines Felsens mini|links|Rollspur eines Felsens Am südwestlichen Hang des Zentralbergs, am Nebenkrater Schiller T, gibt es eine Spur eines zirka 9 m großen Felsbrockens. Auch wenn die Spur frisch aussieht, so zeigen Überlagerungen kleinerer späterer Krater, dass sie zwischen 50 und 100 Millionen Jahre alt ist, was nach geologischen Maßstäben immer noch als jung gilt. Der Brocken könnte etwa durch Bodenerschütterungen, verursacht durch einen nahegelegenen Einschlag, oder durch einen Treffer eines kleineren Meteoriten ins Rollen gekommen sein. Es wird geschätzt, dass derartige Spuren nur einige zehn Millionen Jahren überdauern.
Weblinks
Spektrum.de: Amateuraufnahmen
Einzelnachweise
Kategorie:Einschlagkrater (Mond)