Helmut Naujoks (* 1967) ist ein deutscher Jurist und Autor. Während er sich selbst als konsequenten Arbeitgeberanwalt bezeichnet, wird er von verschiedenen Medien „Der Rausschmeißer“ genannt.Der Rausschmeißer: Helmut Naujoks ist ein ganz besonderer Arbeitsrechtler auf jetzt.de, 13. Juli 2007, abgerufen am 3. Juli 2017. Zu seinen grundlegenden Positionen gehören grundsätzliche Kritik gegenüber Betriebsräten und die Feststellung, jedem Arbeitnehmer, auch den „Unkündbaren“, kündigen zu können.Der Rausschmeißer auf sueddeutsche.de, 19. Mai 2010, abgerufen am 3. Juli 2017. Laut ver.di stehe Naujoks für die Durchsetzung organisierten Union Bustings in Deutschland.
Leben Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bochum ließ sich Naujoks als Anwalt in Düsseldorf nieder und spezialisierte sich auf Arbeitsrecht.Kündigungen: Von wegen unkündbar, Artikel der Wirtschaftswoche auf Zeit Online vom 31. August 2011 Er vertritt dabei „aus innerer Überzeugung“ ausschließlich Arbeitgeber,Ein Mann für besondere Fälle: Der Rausschmeißer in Süddeutsche Zeitung vom 19. Mai 2010 auf WDR hart aber fair zur Sendung vom 14. November 2011 die er auf Schwachstellen der gesetzlichen Regelungen zum Kündigungsschutz für Betriebsräte und andere Arbeitnehmer hinweist. Im Jahr 2009 waren für seine Arbeit Stundensätze von 350 Euro die Regel.Politisches Buch: Auf der Müllkippe der Gesellschaft in Der Tagesspiegel vom 15. Februar 2010 Naujoks wird vorgeworfen, eine geplante „Eskalation nach Drehbuch“ für unliebsame Mitarbeiter zu erstellen und so deren Kündigung zu erreichen. Eine Betriebsratsvorsitzende erklärte dazu wörtlich: „Was Herr Naujoks macht, ist meines Erachtens Psychoterror“.Vollstrecker für Bosse: Der Betriebsrätefresser in Spiegel Online| vom 5. April 2012
Günter Wallraff gab sich 2009 für eine investigative Reportage gegenüber Naujoks als Unternehmer aus. Dieser legte ihm bei einem Treffen dar, dass er sich darauf spezialisiert habe, unliebsame Betriebsräte, Schwangere oder Behinderte aus Unternehmen zu mobben. In der unter dem Titel Wer nicht spurt, fliegt raus! Wen schützt der Kündigungsschutz? ausgestrahlten Fernsehsendung Maybrit Illner vom 15. Oktober 2009 forderte Wallraff, Naujoks aufgrund seiner fragwürdigen Methoden aus der Rechtsanwaltskammer auszuschließen. In den Jahren 2013 und 2014 warfen Wallraff und die Gewerkschaft NGG Naujoks erneut unlautere Methoden vor, nachdem dieser im Auftrag des Burger-King-Franchisepartners Yi-Ko Holding auf unliebsame Mitarbeiter angesetzt worden war und Betriebsräte mit unbegründeten Kündigungsklagen überzogen hatte.Team Wallraff: Undercover bei Burger King auf RTL vom 28. April 2014Konflikt bei Burger King: Betriebsräte sollen gehen in Die Tageszeitung vom 2. August 2013Yi-Ko-Filialen: Burger King grillt seine Betriebsräte in Frankfurter Rundschau vom 2. August 2013
Die Seniorenresidenz
Wegen schwerwiegender Verletzung von Persönlichkeitsrechten wurde Naujoks vom Arbeitsgericht Gießen mit Entscheidung vom 10. Mai 2019 zu einer gemeinschaftlichen Entschädigung von 20.000 Euro verurteilt (3 Ca 433/17).ArbG Gießen, 10. Mai 2019, 3 Ca 433/17 Dabei ging es zur Überzeugung des Gerichts um „fingierte“ Kündigungsgründe zur „Entsorgung“ unliebsamer Betriebsrätinnen. Der ganze „Schwindel“ flog auf, nachdem einer der eingeschleusten „Lockspitzel“ einer Detektei auspackte.DGB-Rechtsschutz vom 27. Mai 2019 Über den schändlichen „Tequila-Trick“ im „Seniorenheim von Bad Nauheim“ am „Kaiserberg“ tief in der Nacht auf den 28. Januar 2012 gegen halb zwei berichtete die Süddeutsche Zeitung am 4. Juli 2017SZ online, 4. Juli 2017: falscher Pfleger auf Seite 3SZ vom 4. Juli 2017: „seltene Einblicke“ sowie die Gießener Allgemeine Zeitung vom 14. Juli 2017Gießener Allgemeine vom 14. Juli 2017 unter der Schlagzeile: „Intrige im Altersheim: Detektive erfinden Kündigungsgründe“ mit Kommentar zu den EinlassungenCarolin Reifschneider vom 5. Juli 2017 vom 5. Juli 2017 der Geschäftsführerin der Alten- und Pflegeheim Schacht GmbH. Bericht aus dem Gerichtssaal mit „Hintergrund“ in der Wetterauer Zeitung vom 14. Mai 2019.Wetterauer Zeitung vom 14. Mai 2019
2017 erschien ein NDR-Kurzvideo zur „geradezu kriminellen Inszenierung“ in der Senioren-Residenz.Panorama 2017: „Inszenierung“ nachts um halb zwei Dazu Panorama: „Arbeitgeber, die so etwas tun, unterminieren das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem... Sie stacheln dazu an, unser Wirtschaftssystem zu verachten.“Panorama 2017: Die „geradezu kriminellen Methoden“
Schriften Kündigung von „Unkündbaren“. Management & Karriere-Verlag, Düsseldorf 2002, ISBN 3-929253-16-X. 3., überarbeitete Auflage 2012, ISBN 978-3-929253-22-1. Schwarzbuch Betriebsrat. Management & Karriere-Verlag, Düsseldorf 2010, ISBN 978-3-929253-21-4.
Weblinks Kanzlei Naujoks: Webseite Erfolg der Klüh-Rebellen in Düsseldorf in Yeni Hayat – Neues Leben vom 14. März 2011 sueddeutsche.de 10. Juli 2017: Der Rausschmeißer (hinter Bezahlschranke!)
Einzelnachweise
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