Sommerau ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Sommerau liegt in der Gemarkung Aichenzell.
Geografie Das Dorf liegt in Tallage am Dettenbach, einem rechten Zufluss der Sulzach, umgeben von Grünland mit einzelnem Baumbestand und Ackerland. 0,5 km weiter nördlich und weiter westlich befinden sich bewaldete Erhebungen der Sulzachrandhöhen, einem Abschnitt der Frankenhöhe. Im Norden wird das Waldgebiet Rothbergholz genannt. Die Staatsstraße 1066 führt nach Reichenbach (3 km westlich) bzw. zur Bundesstraße 25 bei Feuchtwangen (0,9 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Esbach (0,6 km südlich).
Geschichte Am 28. September 1322 verkaufte Kunrat Wanbuch von Grawe seinen Hof in Sommerau an Feuchtwangen.Sommerau auf der Website geschichte-feuchtwangen.de Im Jahr 1603 raffte die Pest innerhalb eines halben Jahres in Sommerau und Esbach 30 Personen dahin.Kirchenbucheintrag Feuchtwangen 01.04.1603 Barb., Mic. Starcken Tochter vo Espach, peste obiit, ist der Anfang derselben, darauff aber 30 Personen zue Espach und Summerau an dieser Seich sein geblieben.
Sommerau lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 8 Anwesen mit 10 Mannschaften (2 Höfe, 1 Hof mit doppelter Mannschaft, 2 Halbhöfe, 2 Gütlein, 1 Gütlein mit doppelter Mannschaft) und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Sommerau (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 9 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 349. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Sommerau dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Aichenzell zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Sommerau am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 2: ehemaliges Gasthaus, eingeschossiger massiver Bau mit Mansardwalmdach, mit Zwerchhaus, 1801 Haus Nr. 2: zugehöriger Altsitz; erdgeschossiges Fachwerk-Wohnstallgebäude mit Satteldach und zwei zu vier Achsen; wohl erste Hälfte des 19. JahrhundertsH. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 114. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 3: einfaches Wohnstallhaus; von Interesse der bezeichnete südwestliche Eckstein: „1722 AB“
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 62 48 63 71 73 54 56 116 88 108 121HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 10 11 13 12 12 13 13 32 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Feuchtwangen)