Seiderzell ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Seiderzell liegt in der Gemarkung Mosbach.

Geografie Durch das Dorf fließt der Seitzbach, der ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. 0,75 km nordwestlich befindet sich der Mühlberg (), 0,5 km südwestlich der Geißberg, beides Erhebungen des Kesselberg-Kreßberg-Rücken, einem Abschnitt der Frankenhöhe. Die Kreisstraße AN 40 führt nach Kühnhardt am Schlegel (0,8 km südöstlich) bzw. nach Hilpertsweiler zur Staatsstraße 1066 (1,2 km nördlich).

Geschichte Seiderzell wurde wie andere „-zell“-Orte (Aichenzell, Bergnerzell, Leiperzell und Rammerzell) vom Kloster Feuchtwangen angelegt und durch das Kloster verwaltet. Da dieses 1197 in ein Säkularkanonikerstift umgewandelt worden ist, muss die Gründung von Seiderzell vor 1197 erfolgt sein.

Seiderzell lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 18 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren Feuchtwangische Ämter: Stiftsverwalteramt Feuchtwangen: 1 Gütlein; Klosterverwalteramt Sulz: 1 Gütlein; Kastenamt Feuchtwangen: 1 Häuslein Vogtamt Ampfrach: 1 Gütlein mit Wirtschaft und Backrecht, 1 Gütlein mit Schmiede, 4 Gütlein; Stiftsamt Ansbach: 3 Gütlein; Deutscher Orden: 1 Gütlein; Reichsstadt Dinkelsbühl: 3 Güter; Rittergut Zwernberg (von Berga): 1 Gütlein; Grafschaft Limpurg-Gaildorf: 1 Gütlein.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Seiderzell (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war die Reichsstadt Dinkelsbühl Grundherr über 4 Anwesen. Ansonsten änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 305. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Seiderzell dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Mosbach zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Seiderzell am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.

Baudenkmal Zogelfeld: Steinkreuz, mittelalterlich; 500 m außerhalb des Ortes Richtung Seiderzell

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 138 115 112 112 118 105 105 88 83 65 71HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 21 22 21 22 19 16 17 17Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Mosbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Feuchtwangen)