Gierschnach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Maifeld an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Polch hat.
Geographie Der Ort liegt nordwestlich von Münstermaifeld an der Straße nach Gappenach. Das Dorf Gierschnach war mehrfach Preisträger des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“.
Geschichte Gierschnach wurde 1208 als Girsnack erstmals urkundlich erwähnt, als die Abtei Sayn ebendort einen Besitz vermeldet. Im Jahre 1224 ist auch das Kloster Marienberg (Boppard) dort begütert. 1563 umfasste die Ortschaft unter dem Namen Girschnach 16 und 1684 acht Feuerstellen. Landesherrlich gehörte sie bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier und unterstand der Verwaltung des Amtes Münster-Maienfeld. Gierschnach, ehemals auch Girschenach genannt, war Sitz eines Heimburgers im Hochgericht Münster-Maienfeld.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 144, 155, 210.
Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gierschnach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 140 1835 105 1871 128 1905 135 1939 111 1950 138 Jahr Einwohner 1961 93 1970 87 1987 74 1997 233 2005 272
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Gierschnach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Matthias Hörsch wurde am 11. September 2023 Ortsbürgermeister von Gierschnach. Da für eine am 10. September 2023 angesetzte Direktwahl kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich einstimmig für den bisherigen Ersten Beigeordneten der Ortsgemeinde aussprach. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 98,0 % für fünf Jahre wiedergewählt.
Hörschs Vorgänger Manfred Görgen hatte das Amt im Jahr 2009 von Walter Stichnoth übernommen. Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde Görgen mit 82,76 % in seinem Amt bestätigt. Er legte sein Ehrenamt jedoch vorzeitig zum 30. April 2023 nieder, wodurch die Neuwahl erforderlich wurde.
Wappen
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Gierschnach
Literatur Hardt Albert, Mittelrheinische Regesten, Wiesbaden 1999 Manfred Rüttgers: Ortsfamilienbuch Gierschnach – Kalt – Pillig – Wierschen. 2. Auflage. (= Familien im Maifeld 5) Cardamina, Weißenthurm 2018; ISBN 978-3-86424-413-1
Weblinks
Offizielle Website von Gierschnach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Mayen-Koblenz Kategorie:Ersterwähnung 1208