Diaouled ar Menez (bretonisch; deutsch: „Die Bergteufel“) ist eine Folkband aus der Bretagne.
Geschichte Die Band gründete sich im Herbst 1971 im Westen der Bretagne (Basse-Bretagne). Die Gründungsmitglieder waren Jean-Yves le Corre (auch Yann Erwan ar C’horr; Akkordeon, Gesang), Bruno le Manac’h (Yann ar Manac’h; Gitarre, Mandoline, Bass) und Philippe le Balp (Fulup ar Balp; Flöte, Bombarde, Binioù). Gelegentlich wirkte auch Per Guillou mit, der ebenfalls Blasinstrumente spielte. 1972 stieß der Bombarde-Spieler Yann Goasdoue dazu. Mit ihm nannte sich die Band Diaouled ar Menez. (französisch), abgerufen am 2. April 2012 In der Folge gab es mehrere Umbesetzungen. Das erste Album, Diaouled ar Menez, wurde 1973 von ar Manac’h, ar C’horr, Goasdoue, dem Bombardespieler Mikael Sohier, dem Bassisten Tanguy le Doré (Tangi an Dore), dem Geiger, Gitarristen und Sänger Melaine Favennec sowie den Gastmusikern Fulub ar Strat (Biniou) und Yann Fanch ar Merdy (Schlagzeug) eingespielt. Die Plattenhülle ist ausschließlich mit bretonischsprachigen Texten versehen, der Gesang ist ebenfalls bretonisch.Plattencover von Diaouled ar Menez Damals verwendeten die Musiker die bretonischen Versionen ihrer Namen, heute benutzen sie ihre französischen Namen.Aktuelle Besetzung 2012, abgerufen am 6. April 2019
Die Band war durch Alan Stivell inspiriert, der damals mehrere Alben mit bretonischer Folk- und Folkrockmusik veröffentlicht hatte und in Westeuropa bekannt geworden war.
Diaouled ar Menez veröffentlichte mehrere Alben. Die Band in Frankreich auf, unter anderem auf zahlreichen Festoù Noz und im Pariser Olympia, und gaben in zahlreichen europäischen Länder Konzerte, darunter im deutschen Sprachraum.
Die Band spielt vor allem bretonische Volkstänze wie Gavotte, Plinn und Fisel. Die Mehrzahl der Lieder sind – wie in der bretonischen Volksmusik üblich – durch den Wechselgesang von zwei Sängern, den Wechsel von Gesang und Instrumentalpartien bzw. das Wechselspiel zweier Instrumente geprägt. Durch den treibenden Einsatz von Gitarre und Bass – gelegentlich auch dem Schlagzeug – neben den ohnehin sehr rhythmisch gespielten Blasinstrumenten erhalten einige Stücke einen rockigen Charakter.
Diskografie Alben 1973: Diaouled ar Menez (Arfolk) 1977: Atav ez eom (Arfolk) 1987: Merc’h an diaoul (Escalibur) 1997: Chauffe la breizh (Kompilation; Escalibur)
Singles 1972: Es dro / Ton doubl (Noroit Production) 1972/73: An Gwezenn Avalou / Ar vugale laouem (Arfolk)
Siehe auch Bretonische Musik
Einzelnachweise
Kategorie:Französische Band Kategorie:Folkband Kategorie:Bretonische Musik