Heilbronn () ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Heilbronn hat eine Fläche von 9,529 km². Sie ist in 992 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9606,14 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Herbstmühle, Lichtenau, Metzlesberg, Rißmannschallbach, Wüstenweiler und Zumberg.
Geografie Im Dorf fließt der Wüstenbach mit dem Aichabach zum Schönbach zusammen, einem linken Zufluss der Sulzach. Der Legerbach mündet im Ort als linker Zufluss des Aichabachs. Im Osten liegt das Flurgebiet Götzen, im Norden das Mühlfeld. Die Staatsstraße 2222 führt nach Thürnhofen (2,5 km östlich) bzw. nach Feuchtwangen zur Bundesstraße 25 (2,6 km westlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Zumberg (1 km nordöstlich) und an der Herbstmühle vorbei nach Rißmannschallbach (1,5 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde im 14. Jahrhundert als „Heyligbronn“ bzw. „Heiligenbronn“ bezeichnet. Im Jahr 1395 kaufte das Stift Feuchtwangen den Zehnten von zwei Gütern.Heilbronn auf der Website geschichte-feuchtwangen.de
Im Jahr 1599 trat im Ort die Pest auf.Kirchenbucheinträge der Familie Böhler in der Pfarrei Feuchtwangen 1599 Name Tod Kirchenbuchtext Böhler N. Kind 07.03.1599 Lenh. Pöhlers zue Haylbr. Tochter peste obiit 7. Martii. Böhler Catharina Kind 08.03.1599 Cath., Lenh. Pöhlern Dochter in Heylprun. 8. Martii peste. Böhler Margaretha Mutter 12.03.1599 Marg. uxor re. peste obiit 12. Martii. Böhler Leonhard Vater 13.03.1599 Lenh. Pöhler zue Haylp. peste obiit eben die. Böhler Adam Kind 18.02.1599 Adam, Lenh. Pöhlers von Haylpr., umb 8 Jahr. 18. Febr.
Heilbronn lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 18 Anwesen mit 19 Mannschaften und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen: 1 Hof, 2 Höflein, 3 Güter, 7 Gütlein, 1 Anwesen; das Kastenamt Feuchtwangen: 1 Halbhöflein mit doppelter Mannschaft, 2 Gütlein; das Stadtvogteiamt Feuchtwangen: 1 Gütlein.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Heilbronn (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 471. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen. 1805 brannten im Ort 23 Gebäude ab.
1806 kam Heilbronn an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Steuerdistrikt Heilbronn gebildet. Zu diesem gehörten Bernau, Hainmühle, Herbstmühle, Koppenschallbach, Krapfenau, Leichsenhof, Lichtenau, Löschenmühle, Lotterhof, Metzlesberg, Oberahorn, Oberlottermühle, Sankt Ulrich, Schönmühle, Unterahorn, Unterlottermühle, Volkertsweiler und Zumberg. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Heilbronn mit den Orten Herbstmühle, Lichtenau, Metzlesberg, Rißmannschallbach, Wüstenweiler und Zumberg. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen zugeordnet (1919 in Finanzamt Feuchtwangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Heilbronn zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und von 1943 bis 1973 zum Finanzamt Dinkelsbühl, seit 1973 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Feuchtwangen zuständig (1879 in Amtsgericht Feuchtwangen umbenannt), seit 1973 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,267 km². 1923 wurde in Heilbronn eine Schule gegründet, die mittlerweile aufgelöst ist. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Heilbronn am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Heilbronn Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 390 436 419 449 371 443 439 424 436 410 410 403 411 429 449 443 436 438 422 622 585 518 442 457HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 76 79 82 84 83 79 74 81 85 Quelle Für die Gemeinde Hailbronn zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Herbstmühle (S. 39), Lichtenau (S. 54), Metzlesberg (S. 59), Rißmannschallbach (S. 76), Wüstenweiler (S. 105) und Zumberg (S. 107).
Ort Heilbronn Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 110 132 102 109 119 107 130 174 163 155 142Häuser 21 22 23 24 22 23 30 36 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Feuchtwangen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach