W&W ist ein niederländisches EDM-Duo, bestehend aus Willem van Hanegem und Ward van der Harst.Ward van der Harst. Discogs. Sie feierten im Bereich der Trance-Musik unter anderem mit ihrer Debüt-Single Mustang ihre ersten großen Erfolge. Nachdem sie ihre Trance-Karriere 2012 mit Gründung ihres Plattenlabels „Mainstage Music“ beendeten, gelang ihnen 2014 mit Bigfoot ihr kommerzieller Durchbruch. Insbesondere Waves und Arcade mit Dimitri Vegas & Like Mike konnten an den Erfolg anschließen. 2017 kehrten sie mit dem Projekt NWYR zu ihrem ursprünglichen Trance-Stil zurück. Willem ist der Sohn des gleichnamigen Fußballspielers Willem van Hanegem.
Geschichte Bis 2011: Gründung und Anfänge im Bereich des Trance’ Beide begannen bereits im jungen Alter ein Interesse für das Genre aufzubauen. Nachdem sie als Solo-Produzenten erste Erfolge feierten, trafen sich die beiden DJs im Jahre 2007 erstmals beim Trance Energy-Festival 2007 in den Niederlanden. Nachdem sie eine Freundschaft aufbauten, begannen sie mit den Arbeiten an gemeinsamen Liedern. Mit dem Track Mustang, der noch im selben Jahr erschien, landete das Duo einen Überraschungserfolg. Aufgrund des bestehenden Vertrages von Van der Harst bei „Armada Music“, brachte dieses das Lied am 17. März 2008 mit der B-Seite Eruption als Single heraus. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich der Track. Nachdem Sander van Doorn das Lied 2008 beim Trance Energy-Festival gespielt hatte, machte sich das Duo vollends einen Namen in der Trance-Szene. Mustang konnte daraufhin bis auf Platz 63 der niederländischen Top-100 vorrücken.
Ein Follow-Up erfolgte im Mai 2008 durch eine weitere Doppel-Single, bestehend aus den Tracks Countach und Intercity. Bis zum Ende des Jahres erschien noch eine Reihe weiterer Lieder, im Dezember 2008 drei Produktionen in Form einer Tripple-Single. Im Folgejahr kam es zu einer ersten Kollaboration. Diese erfolgte mit dem zu der Zeit ebenfalls im Trance aktiven Produzenten Ummet Ozcan, mit dem es im weiteren Karriereverlauf noch zu weiteren Zusammenarbeiten kommen sollte.
rahmenlos|links|Logo des Duos zwischen 2009 und 2018 Nachdem sie im Jahr 2010 durch weitere Trance-Produktionen immer mehr Fuß in der Trance-Szene fassen konnten, kam es auch zu ersten Auftritten in Clubs und Festivals. Des Weiteren erreichten sie erstmals die Top-100 der DJ-Mag-Charts und stiegen auf Platz 71 ein. Im Februar 2011 veröffentlichten W&W die Single Impact, die die erste Single-Auskopplung ihres Debüt-Albums darstellt. Dieses erschien nach vier weiteren Vorab-Veröffentlichungen unter dem Titel Impact am 23. September 2011. Während die meisten Lieder des Studioalbums ihren Trance-Stil repräsentieren, betreten W&W mit Songs wie Nowhere To Go neue Musikbereiche.
Twist und Nowhere To Go wurden zwischen Herbst und Winter 2011 aus Impact ausgekoppelt. Twist machte den Anfang und stellt eine Zusammenarbeit mit Mark Sixma dar. Nowhere To Go erschien als Solo-Single, dessen Vocals von der US-amerikanischen Sängerin Bree beigesteuert wurden. Dabei ließen sie sich von ruhigeren Sounds und Dubstep-Elementen beeinflussen. Parallel gelang ihnen erstmals der Sprung in die obere Hälfte der DJ Mag-Liste, wo sie auf Platz 36 vorrücken.
2012: Mainstage Music Im Frühjahr 2012 steuerten W&W mit dem Lied Invasion die offizielle Hymne des Festivals A State of Trance (ASOT) 2012 bei.
Ebenfalls gründeten sie Anfang 2012 ihr eigenes Plattenlabel „Mainstage Music“, welches ein Sublabel von „Armada Music“ darstellt. Neben eigenen Veröffentlichungen erscheinen über „Mainstage Music“ auch die Singles zahlreicher anderer Künstler wie Twoloud, Sick Individuals oder Titonal. Ebenfalls erscheint jährlich eine „Best of“-Kompilation sowie ein wöchentlicher, einstündiger Podcast. Den Beginn der Label-Compilation-Veröffentlichungen bildete die Veröffentlichung des Albums Mainstage Unmixed am 19. Oktober 2012. Dieser beinhaltete unter anderem den bis dato unveröffentlichten Track White Label. Eine Single-Veröffentlichung erfolgte nicht.
Nachdem der niederländische DJ und Produzent Hardwell Mitte des Jahres 2012 auf W&Ws „Mainstage Music“ seine Single How We Do veröffentlicht hatte, brachte das Duo auf seinem Plattenlabel „Revealed Recordings“ den Song Trigger heraus, der gemeinsam mit Marcel Woods produziert wurde und am 2. Juli 2012 erschien. Im Juli 2012 folgte zusätzlich der Track Moscow wieder über ihr eigenes Label. Im September desselben Jahres veröffentlichten sie gemeinsam mit Jonas Stenberg einen Remix zu dem Track Silence von Delerium und Sarah McLachlan, mit dem sie erstmals die Spitze der Beatport-Charts erreichten.
2012 rückten sie elf Plätze in den DJ-Mag-Charts nach oben und landeten auf Platz 25.
2013: Vom Trance zum Big-Room mini|W&W beim TomorrowWorld Festival 2013 Mit der am 3. Dezember 2012 erschienenen Single Lift Off sorgte das Duo bei seinen Fans vorerst für Verwirrung, da diese nicht ihrem typischen Stil entsprach, sondern viel mehr dem derzeit sehr populären Big-Room. Kurz darauf gaben sie dann offiziell den Wechsel zum Big-Room beziehungsweise Electro-House bekannt. Lift Off konnte innerhalb kürzester Zeit bis auf Platz 12 der offiziellen niederländischen Top-40 vorrücken. Durch diesen Song wurde der ebenfalls niederländische Musiker Hardwell auf das Duo aufmerksam und nahm sie für ihre kommende Single The Code, die gemeinsam mit dem, ebenfalls gerade zum Big-Room wechselnden Ummet Ozcan entstand bei seinem Plattenlabel „Revealed Recordings“ auf. The Code wurde somit bereits vor der Veröffentlichung von Hardwell selber bei mehreren Auftritten supportet und stand kurz darauf auf Platz eins der Beatport-Charts. Sowohl für W&W, als auch für Ozcan die erste Nummer-eins in diesem Download-Portal.
Es folgte ein Crossover zwischen ihrem alten Trance- und ihrem neuen Big-Room-Stil, für welches sie sich Armin van Buuren an die Seite holten. Der Song, der den Titel D#Fat trägt, bildete einen weiteren großen Club-Erfolg und erhielt insbesondere von der Fan-Gemeinde ihrer Trance-Produktionen großes Lob. Parallel arbeiteten sie zusammen mit van Buuren einen Remix seiner zu derzeit kommerziell sehr erfolgreichen Single This Is What It Feels Like, der kurz darauf als Einzel-Single veröffentlicht wurde. Einen ähnlichen Stil wie der Remix verkörpert ihr Follow-Up auf Armada Thunder, das das Duo ein weiteres Mal bis auf Platz zwei der Beatport-Charts brachte.
Am 27. Juli 2013 traten sie erstmals auf der Mainstage des Tomorrowland-Festivals in Belgien auf und konnten daraufhin bis auf Platz 14 der DJ-Mag Top-100 vorrücken.
Am 5. August 2013 erschien die lang erwartete Kollaboration mit dem niederländischen DJ Hardwell unter dem Titel Jumper. Premiert wurde der Track beim Ultra Music Festival 2013 in Miami sowohl von Hardwell, als auch von W&W, die dort erstmals auftraten. Das Lied verwendet vor dem Einsetzen des Drops das Vocal-Sample „1, 2, 3, Jump“, welches sich in der Big-Room-Szene zu einem der meistverwendeten Vocal-Samples entwickelte. Lieder wie Frontier von Vinai und Scndl, etliche Mash-Ups sowie Live-Versionen verschiedener Titel verwenden den Shout. Jumper wurde zu einem großen Erfolg und standen nach nur zwei Tagen für über eine Woche auf Platz eins der Beatport-Top-100 und konnten zudem eine Chartplatzierung in Frankreich einräumen.
2014: Internationaler Durchbruch mit Bigfoot rahmenlos|rechts|Logo ihres Plattenlabels „Mainstage Music“ Im Frühjahr 2014 erschienen erste Previews ihres Tracks Bigfoot. Das Lied wies ein weiteres Mal einen Big-Room-Drop auf, jedoch entsprach das Build-Up nicht dem ihrer vorherigen Singles. Bereits im Vorfeld erhielt das Duo sehr positive Kritik für den Song und auch der Erfolg ließ nicht lang auf sich warten. Bigfoot entwickelte sich zu ihrer bisher erfolgreichsten Single und W&W gelang es erstmals auch weit über die Grenzen ihres Heimatlandes Erfolg zu erlangen, dazu gehörten Chart-Platzierungen in Deutschland, der Schweiz und Frankreich.Chartstatistik für „Bigfoot“ auf acharts.usECHO and first DSDS effect. germanchartblog.com, 4. April 2014 Am 28. April 2014 erschien Hardwells Single Everybody Is in the Place, die vom Duo co-produziert wurde. Die Nummer verschaffte ihnen ihre erste Platzierung im Vereinigten Königreich.
Parallel zum Erfolg von Bigfoot erhielten sie die Residenz im Hakkasan-Nightclub in Las Vegas, bei dem neben dem Duo auch DJs wie Tiësto und Dzeko & Torres auflegen. Außerdem folgten Auftritte bei großen Festivals. Sie legten unter anderem beim EDC in Las Vegas, beim Ultra Music Festival in Miami und beim Tomorrowland in Belgien jeweils auf der MainStage auf. Ihre Single Rocket, die sie gemeinsam mit Blasterjaxx aufnahmen, sorgte sowohl für positive, als auch für negative Kritik. Hardwell produzierte einen Mash-Up des Tracks mit seinem eigenen Lied Spaceman, den er auf dem Tomorrowland Festival 2014 als „Final-Track“ spielte. Die offizielle Hymne für das Tomorrowland stammt ebenfalls von W&W. Es ist ihr Track Waves, welcher in Zusammenarbeit mit dem belgischen DJ-Duo Dimitri Vegas & Like Mike entstand. Dieser konnte bis in die Top-10 der belgischen Single-Charts vorrücken und auch eine Platzierung in den deutschen Single-Charts verfehlten sie nur knapp. Als Dankeschön für das Vorrücken auf Platz 18 der DJ-Mag-Charts erschien gegen Ende des Jahres 2014 die zweite gemeinsame Single mit Hardwell The Dancefloor Is Yours als Free-Download.
Weitere Kollaborationen erschienen in Zusammenarbeit mit dem Hardstyle-DJ Headhunterz. Dahinter verbergen sich die Tracks Shocker, der am 8. September 2014 erschien sowie We Control the Sound, das einen Monat später erschien. Im Dezember 2014 veröffentlichte das Duo gemeinsam mit Hardwell den Song Don’t Stop the Madness als Single. Diesen spielten sie bereits seit Monaten in ihren Sets, jedoch fehlte dem Song laut Hardwell der letzte Feinschliff, der vom US-amerikanischen Rapper Fatman Scoop verliehen wurde. Das Lied konnte bis in die obere Hälfte der Download-Charts zahlreicher Länder vorrücken, Single-Chartplatzierungen blieben dennoch aus.
Frühjahr 2015: Rave After Rave und The One mini|W&W live beim Breda Dance Music Festival 2017 Im Januar 2015 spielten Dimitri Vegas & Like Mike beim Kick-Off ihrer World Tour „Bringing the World Madness“ erstmals W&Ws Instrumentalstück Rave After Rave, das zu dem Zeitpunkt noch als „ID“ galt, somit weder Künstler, noch Titel bekannt waren. Ein weiteres Mal spielte es Hardwell bei einem Auftritt im Ziggo Dome und Tiësto beim Ultra Buenos Aires. Der Track regte immer mehr Gerüchte an. Aufgrund der Ähnlichkeit des Built-Ups mit dem von Thunder wurde bereits früh festgestellt, dass sich W&W dahinter verbirgt, jedoch ähnelte der Drop sehr dem des Liedes No Heroes des Produzenten KSHMR und Firebeatz, weshalb lang von einer Zusammenarbeit mit einem der Künstler ausgegangen wurde. Es handelte sich jedoch um einen Solo-Track mit dem Titel Rave After Rave, der 16. März 2015 erschien.
Bei ihrem Set beim Ultra Music Festival 2015 spielte das Duo zahlreiche neue Lieder, darunter Kollaborationen mit MOTi und Hardwell sowie einem Remix des 2000er Hits Blue (Da Ba Dee) des italienischen Trios Eiffel 65. Am 24. Dezember 2015 veröffentlichte das deutsche Produzenten-Duo Jaxx & Vega ein Remake des Remix', das sehr nah am Original war und sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Titel Bowser wurde als Studioversion erstmals wieder im Mai 2015 in Tiëstos „Club-Life“-Podcast sowie in Hardwells „Hardwell On Air 218“ gespielt, am 1. Juni 2015 über „Revealed Recordings“ veröffentlicht und erhielt positive Kritik.