mini|UZA 2 mit Pharmazie-Zentrum (links) und Geo-Zentrum (rechts) mini|UZA 2, Pharmazie-Zentrum, Blick nach Norden Das Universitätszentrum Althangrund (kurz UZA, bis 2022 Universitätszentrum Althanstraße) ist ein zwischen 1978 und 1995 erbauter Gebäudekomplex im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund. Vorwiegend als Überdeckelung der Franz-Josefs-Bahn (bzw. des Frachtenbahnhofs) nördlich des Franz-Josefs-Bahnhofs errichtet, beherbergt das UZA zahlreiche Einrichtungen der Universität Wien und (bis September 2013) auch der Wirtschaftsuniversität Wien.Nach der Standortentscheidung 2007 übersiedelte die Wirtschaftsuniversität mit allen Einrichtungen per Anfang September 2013 in den neu errichteten WU-Campus nahe der Messe Wien
Lage Das Universitätszentrum befindet sich im sogenannten Althangrund. Das UZA 1 wird westlich begrenzt von der Augasse und dem Liechtenwerder Platz. Nördlich und östlich trennen die Nordbergbrücke, die Nordbergstraße und der Josef-Holaubek-Platz das UZA 1 und 2 vom Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz (viele Jahre lang bekannt als „das Wiener Verkehrsamt“) und der Müllverbrennungsanlage Spittelau (bekannt als „die Hundertwasser-Müllverbrennung“).Eine Fußgängerbrücke zwischen dem UZA und dem BAG war seit Jahrzehnten gesperrt und wurde von August bis September 2026 ersatzlos abgetragen.meinbezirk.at - "Übergang zur Alten WU wird ersatzlos abgetragen" Im Süden wurde das UZA 4 von einem öffentlichen Fußweg mit Stiegenhäusern in Verlängerung der Tepserngasse von den südlich anschließenden Geschäfts- und Bürogebäuden begrenzt.
Da die UZA-Häuser 1, 2 und 4 ebenerdig von den Gleisen der Franz-Josefs-Bahn unterquert werden, befinden sich Keller und Tiefgaragen der Gebäude (= „Ebene 1“) eine Ebene über dem Geländeniveau. Dementsprechend liegt der Haupteingang zum UZA Haus 2 auf „Ebene 2“. Die überdeckelte Fahrstraße auf Ebene 1 („Innerer Ring“) bildet mittels einer Rampe die Verlängerung der Althanstraße und endet am Josef-Holaubek-Platz bzw. an der Nordbergbrücke. Die Lagerräume des Frachtenbahnhofs befinden sich auf Gleisebene und können ebenfalls von der Althanstraße erreicht werden.
Anbindung Das UZA ist öffentlich zu erreichen über die U-Bahn-Stationen Friedensbrücke und Spittelau (hier auch Anschluss an die Schnellbahn-Linie S40 und zu Regionalzügen) sowie mit der Straßenbahnlinie D und den Buslinien 35A und 37A.
Aufbau mini|UZA 1, bis 2021 Biozentrum, ehemaliger südlicher Haupteingang in der Althanstraße mini|UZA 1, bis 2021 Biozentrum, nördlicher Haupteingang Richtung Augasse mini|UZA 2 und (ehemalige) WUW UZA 1 (Augasse 2–6) nördlicher Teil: bis September 2013 Wirtschaftsuniversität Wien (Hauptgebäude), derzeit Ausweichquartier „Alte WU“ unter anderem für Teile der Universität für Bodenkultur Wien sowie anderer Wiener Universitäten. mittlerer Teil: Bis September 2013 Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien, derzeit Ausweichquartier für die Akademie der bildenden Künste Wien während der Sanierung des Akademiegebäudes sowie für andere Universitäten südlicher Teil: bis Ende des Sommersemesters 2021 noch „Biozentrum der Universität Wien“ (Bauteile Biologie und Zoologie), im Wintersemester 2021/22 Aufnahme des Lehr-, Forschungs- und Bibliotheksbetriebes im neuen „Biologiezentrum der Universität Wien“ in St. Marx. Mit der Rückgabe dieses Teiles von der Universität Wien als Mieterin an die Bundesimmobiliengesellschaft als Eigentümerin sind mangels Ein- bzw. Zuganges sowohl die bisherige Adresse „Althanstraße 14“, als auch die Bezeichnung „Universitätszentrum Althanstraße“ obsolet geworden. Die offizielle Bezeichnung lautet ab 1. April 2022 „Universitätszentrum Althangrund“ mit der neuen Anschrift „Josef-Holaubek-Platz 2“.
UZA 2 (Adresse bis 31. März 2022: Althanstraße 14; neue formale Anschrift ab 1. April 2022: Josef-Holaubek-Platz 2): Departments bzw. Institute verschiedener Fakultäten der Universität Wien sowie die Fachbereichsbibliotheken für Erdwissenschaften & Meteorologie und für Pharmazie & Ernährungswissenschaften nördlicher Teil („Rotunde“): bis September 2013 „Zentrum für Informatik und Statistik“ der Wirtschaftsuniversität Wien, ab September 2014 Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und weiterer Einrichtungen der Universität Wien mittlerer Teil: Pharmaziezentrum der Universität Wien südlicher Teil: Geozentrum der Universität Wien
UZA 3 (Althanstraße 39–45), bis 2015 ehem. Bankgebäude: bis September 2013 Wirtschaftsuniversität Wien „Kinder in Wien“-Kindergarten (davor Betriebskindergarten der Wirtschaftsuniversität Wien) bis zum Wintersemester 2014/15 Sportstätte des Universitätssportinstitut der Universität Wien, zwischenzeitlich ab Oktober 2014 temporäres Flüchtlingsquartier seit 16. Jänner 2017 permanente Nutzung durch das Arbeits- und Sozialgericht Wien, Adaptierung ab Herbst 2015https://www.justiz.gv.at/web2013/asg_wien/arbeits-_und_sozialgericht_wien~2c9484853f386e94013f57e444bf0bf4.de.html, abgerufen am 20. Dezember 2016
UZA 4 (Nordbergstraße 15), bis 2013 errichtet 1986 ursprünglich als Bürogebäude der Postdirektion für Wien, Niederösterreich und das Burgenland ab 2003 bis September 2013 Wirtschaftsuniversität Wien bis September 2013 Fakultät für Mathematik der Universität WienMit Ende September 2013 übersiedelte die Fakultät für Mathematik an einen neuen gemeinsamen Standort mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien am Oskar-Morgenstern-Platz 1 im innerstädtischen Bereich, siehe Neuer Großstandort Roßauer Lände 3 und Projekt UniWienRossau ab 2016: weitgehender Abriss bis auf den Betonkern, anschließend Bau von ca. 240 Wohneinheiten mit dem Projektnamen „Althanpark“ORF Wien vom 21. November 2015, online unter http://wien.orf.at/news/stories/2670670/, abgerufen am 23. November 2015www.althanpark.at, abgerufen am 20. Dezember 2016
Absiedelung 2007 wurde entschieden, die Wirtschaftsuniversität Wien im September 2013 in das neu errichtete Gebäude am Welthandelsplatz 1 im zweiten Wiener Gemeindebezirk zu verlagern. Die Fakultäten für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien wechselten im selben Monat in den ebenfalls neuen Gebäudekomplex am Oskar-Morgenstern-Platz 1 („OMP1“, frühere Adresse Rossauer Lände 3 mit dem Projektnamen Uni Wien Rossau) im neunten Bezirk.Neuer Großstandort Roßauer Lände 3 und Projekt UniWienRossau Der Umzug in die beiden Standorte war bis September 2013 abgeschlossen, sodass der Lehr- und Forschungsbetrieb mit Beginn des Studienjahres 2013/2014 gewohnt ablaufen konnte.
Seit Ende 2015 ist die bereits lange diskutierte Absiedelung des gesamten südlichen Teils des UZA 1 (Biozentrum der Universität Wien) nach Sankt Marx, wo bereits das Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Wien, Einrichtungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) angesiedelt sind, endgültig beschlossen.Interview mit Rektor Heinz Engl Universität Wien, vom 11. März 2016, abgerufen am 14. März 2016 Die Bauarbeiten für den Neubau starteten 2018, der Voll-Betrieb begann mit der offiziellen Eröffnung am 8. Oktober 2021 im Wintersemester 2021/22.Bauarbeiten für neues Biologiezentrum der Universität Wien gestartet, Pressemeldung vom 19. September 2018Neues Biologiezentrum Universität Wien
Nachnutzung der ehemaligen WU-Gebäude Die konkrete (örtlich und zeitlich) Nachnutzung ist erst teilweise geklärt.DIE PRESSE (Wien), Ausgabe vom 26. Jänner 2014, online unter http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1553746/Wiener-Rochaden_Tauschen-aendern-neu-bauen?from=suche.intern.portal, abgerufen am 27. Jänner 2014 Realität ist inzwischen die Besiedelung ab Juni 2014 durch Teile der Universität für Bodenkultur WienNews auf der Webseite der Univ.f.Bodenkultur, abgerufen am 26. Mai 2014.ORF Wien vom 19. April 2014, online unter http://wien.orf.at/news/stories/2642775/, abgerufen am 9. Mai 2014., diskutiert wurden bzw. werden auch eine Nutzung durch die Akademie der bildenden Künste Wien und die Universität für angewandte Kunst.DIE PRESSE (Wien), Ausgabe vom 11. September 2013, online unter http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1357211/Was-aus-der-alten-WU-wird?from=suche.intern.portal, abgerufen am 11. September 2013DIE PRESSE (Wien), Ausgabe vom 12. Juli 2013, online unter http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1429725/Angewandte_Kosten-fuer-Erweiterung-fast-verdoppelt?from=suche.intern.portal, abgerufen am 11. September 2013. Allerdings wurde aus Kostengründen der Neubau der Universität für Angewandte Kunst inzwischen gestoppt, womit die geplante vorübergehende Nutzung der ehemaligen WU-Wien hinfällig geworden ist.DIE PRESSE (Wien), Ausgabe vom 17. Jänner 2014, online unter http://diepresse.com/home/panorama/wien/1550261/Angewandte_Neubau-ist-geplatzt?_vl_backlink=/home/index.do, abgerufen am 20. Jänner 2014. Auch die ursprünglich geplante Funktion als Ausweichquartier für das Österreichische Parlament während der geplanten baulichen Sanierung des Parlamentsgebäudes ab etwa 2017 ist inzwischen nicht mehr aktuell.DIE PRESSE (Wien), Ausgabe vom 9. September 2013, S. 3, online unter http://diepresse.com/home/import/thema/1450173/Komplett-saniertes-Parlament-fruehestens-im-Jahr-2020?from=suche.intern.portal, abgerufen am 11. September 2013.Parlamentskorrespondenz (Wien) Nr. 14 vom 15. Jänner 2014, online unterhttp://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2014/PK0014/index.shtml, abgerufen am 15. Jänner 2014.
Überraschend wurde im September 2014 bekanntgegeben, dass in einem Gebäude der früheren WU, dem UZA 3 als „Übergangsquartier“, nach der notwendigen Adaptierung der Räume 250 syrische Flüchtlinge bzw. Asylwerber für maximal 4 Monate untergebracht werden sollen, um den derzeitigen Engpass an geeigneten Quartieren zu entschärfen.Salzburger Nachrichten vom 26. September 2014, online unter http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/wien-hilft-aus-neues-grossquartier-fuer-fluechtlinge-geplant-122129/, abgerufen am 26. September 2014.ORF Wien vom 26. September 2014, online unter http://wien.orf.at/news/stories/2670670/ abgerufen am 27. September 2014. Am 6. Oktober 2014 trafen die ersten 40 Flüchtlinge ein und besiedelten adaptierte Büroräume im früheren USI-Sportinstitut,ORF Wien vom 6. Oktober 2014, online unter http://wien.orf.at/news/stories/2672178/ abgerufen am 7. Oktober 2014. im Dezember 2014 waren die Kapazitäten durch Vollbelegung bereits ausgeschöpft, per Ende Jänner 2015 wurde das Quartier vereinbarungsgemäß wieder vollständig geräumt. Ab Anfang 2017 wird das Gebäude nach Adaptierungen dauerhaft durch das Arbeits- und Sozialgericht Wien genutzt. Dieses übersiedelte vom derzeitigen Standort in der Wickenburggasse 8 in die Althanstraße 39–45.