Die Liste der Schutzgebiete im Bodenseekreis enthält die Statistik aller Schutzgebiete – Natur- und Landschaftsschutzgebiete, FFH- und SPA-Gebiete, Bann- und Schonwälder sowie Naturdenkmale – im baden-württembergischen Bodenseekreis in Deutschland.
Geographische Lage Der rund 665 Quadratkilometer große Bodenseekreis erstreckt sich entlang des Nordufers des Bodensees mit dem anschließenden Oberschwäbischen Hügelland, das im Osten in das Westallgäuer Hügelland übergeht. Er grenzt im Norden an die Landkreise Sigmaringen und Ravensburg, im Osten an den bayerischen Landkreis Lindau, im Süden bildet der Bodensee die natürliche Grenze zur Schweiz (Kantone Thurgau und St. Gallen) und zu Österreich (Vorarlberg), im Westen grenzt er an den Landkreis Konstanz.
Im Bodenseekreis sind (Stand: 19. Oktober 2011) 33 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1.217,26 Hektar (ha) ausgewiesen; das entspricht einem Anteil von 1,83 Prozent an der Fläche des Kreises. Hinzu kommen 27 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete (9.114,64 ha; 13,71 %), elf FFH-Gebiete (3.900,78 ha; 5,87 %), drei Vogelschutzgebiete (882,98 ha), ein Bannwald (35,50 ha), zwei Schonwälder (137,80 ha) sowie insgesamt 175 Naturdenkmale (41,51 ha) und 4.508 Biotope., LUBW (PDF; 23 kB)
Erklärung In den Tabellenköpfen der Listen werden folgende Überschriften und Abkürzungen verwendet: SG-Nr.: Schutzgebietsnummer gemäß der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) Name: offizieller Name des Schutzgebiets gemäß der LUBW Ort: Stadt, Gemeinde oder Ortsteil, die/der dem jeweiligen Schutzgebiet am nächsten liegt Größe: Fläche in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) des jeweiligen Schutzgebiets, gerundet auf eine Nachkommastelle Höhe: gibt die geographische Höhe bezogen auf Normalhöhennull an TK: gibt die Nummer/n der jeweiligen Topografischen Karte, in der das Schutzgebiet verzeichnet ist, an NR: gibt den Naturraum, in dem das Schutzgebiet liegt, an; „AD“ = Adelegg; „BB“ = Bodenseebecken; „HE“ = Hegau; „LI“ = Linzgau; „OH“ = Oberschwäbisches Hügelland; „WA“ = Westallgäuer Hügelland KO: Angabe der geographischen Koordinaten des jeweiligen Schutzgebiets; verlinkt, öffnet Karte Erfassung: Datum der jeweiligen Erfassung/Aufnahme in das entsprechende Schutzgebietsverzeichnis Bemerkung/en: Beschreibungen usw. zum jeweiligen Schutzgebiet Bild: Foto des jeweiligen Schutzgebiets Alle angegebenen Daten mit Stand vom 19. Oktober 2011
Schutzgebiete Naturschutzgebiete Ein Naturschutzgebiet (NSG) ist ein streng geschütztes Gebiet. Die Definition von Naturschutzgebieten erfolgt in Deutschland durch oder auf Grundlage von Gesetzen. Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff Naturschutzgebiet darüber hinaus alle Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz. Als Naturschutzgebiet werden häufig Gebiete ausgewiesen, welche für die Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt, oft auch für landschaftliche und erdkundliche Eigenarten von Bedeutung sind. Ziel ist es, Pflanzen- wie auch Tierarten in ihrem Verbreitungsgebiet unter Schutz zu stellen. Als Naturschutzgebiete werden auch Flächen ausgewiesen, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, wegen ihrer Einzigartigkeit oder besonderen Schönheit als schützenswert gelten. Es handelt sich dabei oft um Biotope wie etwa Moorlandschaften, Heideflächen, Gebirgslandschaften oder Wälder. In Naturschutzgebieten ist die landwirtschaftliche Nutzung, das Verlassen der öffentlich gekennzeichneten Wege wie auch das Entfachen von Feuer meistens untersagt.
Im Bodenseekreis sind 33 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 1.217 Hektar ausgewiesen; das entspricht einem Anteil von 1,83 Prozent der Fläche des Kreises.
Die folgende, sortierbare Liste führt alle Naturschutzgebiete des Bodenseekreises; Namen und Nummern entsprechen den amtlichen Bezeichnungen, die Schutzgebietsnummer ergibt sich aus dem Regierungsbezirk (4 = Regierungsbezirk Tübingen) und einer fortlaufenden Nummer innerhalb des Bezirks.
SG-Nr. Name Ort/e Größe Höhe TK NR KO Erfassung Bemerkung/en Bild 4.057 Aachtobel FrickingenOwingenÜberlingen 72,0 520–607 8121 BB 53.1136015 24.03.1939 eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands; wird von der Linzer Aach durchflossen zentriert|200x200px 4.093 Altweiherwiese Oberteuringen 78,3 450 82228223 OH 53.1136015 16.11.1981 in früheren Literaturquellen auch als „Teuringer Moos“ oder „Altweihermoor“ bezeichnet zentriert|200x200px 4.282 Argen KressbronnNeukirchTettnang 296,3FN: 234,8RV: 61,5 395–496 832383248423 BBWA 53.1136015 16.12.1997 Teil des Gebiets im Landkreis Ravensburg;drittgrößter Zufluss des Bodensees zentriert|200x200px 4.071 Auweiher Neukirch 7,3FN: 3,1RV: 4,2 530 8324 WA 53.1136015 21.12.1973 Teil des Gebiets im Landkreis Ravensburg;NSG wird nach Westen von der Schwarzach durchflossen zentriert|200x200px 4.315 Berger Weiher Kressbronn-Berg 19,0 450 8323 WA 53.1136015 18.05.2007 Kalkflachmoorkomplexes in der Talsenke eines ehemaligen Weihers zentriert|200x200px 4.206 Birkenweiher Tettnang 12,9 510 8323 WA 53.1136015 20.07.1992 Kleinseggenried, das zahlreichen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet zentriert|200x200px 4.219 Buchbach NeukirchTettnang 7,1 490 8323 WA 53.1136015 20.03.1993 Ökosystem mit naturnahen Kreuzweiherbach, Pfeifengras- und Feuchtwiesen, Tümpel und Hangquellmoor zentriert|200x200px 4.259 Ebersberger Weiher Neukirch 25,8FN: 23,7RV: 2,1 550 8324 WA 53.1136015 26.04.1995 Teil des Gebiets im Landkreis Ravensburg;reich strukturiertes Ökosystem aus einem Weiher, zwei verlandeten Weihern mit Feuchtwiesenflora, Streuwiesen und Pfeifengrasstreuwiesen zentriert|200x200px 4.020 Eriskircher Ried EriskirchFriedrichshafen 552,0 395–400 83228323 BB 53.1136015 08.07.1939 größtes Naturschutzgebiet am nördlichen Ufer des Bodensees, zwischen der Rotach- und der Schussenmündung zentriert|200x200px 4.210 Gemsenweiher Neukirch 11,6 560 8324 WA 53.1136015 01.10.1992 ehemaliger Weiher, der sich zu einem Flachmoor mit Streuwiesen entwickelt hat zentriert|200x200px 4.114 Hepbacher-Leimbacher Ried FriedrichshafenMarkdorfOberteuringen 46,5 440 82228322 BB 53.1136015 07.12.1983 Rest eines Niedermoorkomplexes, Quellgebiet der Brunnisach; anschließendes Landschaftsschutzgebiet zentriert|200x200px 4.238 Hirrensee Tettnang 16,3 510 8323 WA 53.1136015 20.02.1994 reich strukturiertes Ökosystem mit Flachmoor, Pfeifengrasstreu- und Streuobstwiesen zentriert|200x200px 4.054 Hödinger Tobel SipplingenÜberlingen 27,7 530 8220 BB 53.1136015 21.10.1938 Erosionstobel im Überlinger Molassegebiet; eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. zentriert|200x200px 4.247 Hüttensee Neukirch 17,4 550 8324 WA 53.1136015 20.10.1994 natürlich entstandener See mit breitem Verlandungsgürtel und Schwimmblattgesellschaften, nährstoffarme Flach- und Hangquellmoorbereichen zentriert|200x200px 4.224 Hüttenwiesen Neukirch 7,8 540 8324 WA 53.1136015 30.07.1993 reich strukturiertes Ökosystem mit nährstoffarmen Hangquellmooren, Feucht- und Nasswiesen zentriert|200x200px 4.211 Igelsee Neukirch 16,9 545 8324 WA 53.1136015 01.10.1992 Flach- und Hangquellmoor zentriert|200x200px 4.119 Jägerweiher Neukirch 6,2 560 8324 WA 53.1136015 15.05.1990 Weiher, mit breiten, floristisch wertvollen Verlandungszonen, Streuwiesen und Waldsaum zentriert|200x200px 4.154 Katharinenfelsen Überlingen 3,9 420 8220 BB 53.1136015 16.02.1989 einzigartige Landschaftsstruktur mit Felsformationen und Gletschertopf zentriert|200x200px 4.268 Knellesberger Moos MeckenbeurenTettnang 39,4FN: 32,0RV: 7,4 519–541 82238323 WA 53.1136015 28.08.1996 Teil des Gebiets im Landkreis Ravensburg;weites Wiesental mit fast durchgängig frei mäandrierender Schwarzach zentriert|200x200px 4.152 Köstenerberg Sipplingen 15,5 400–530 8120 BB 53.1136015 16.02.1989 Weißseggen-Buchenwald und Geißklee-Föhrenwald, Halbtrockenrasen und Streuobstbestände mit äußerst vielfältiger und naturnaher Vegetation zentriert|200x200px 4.070 Kreuzweiher-Langensee Neukirch 74,9 540 8324 WA 53.1136015 21.12.1973 reich strukturiertes Ökosystem, aus den beiden Weihern Kreuzweiher und Langensee bestehend zentriert|200x200px 4.102 Lipbachmündung FriedrichshafenImmenstaad 15,7 396 8322 BB 53.1136015 17.12.1982 Gehölzbestand sowie Uferzone des Bodensees und der vorgelagerten Flachwasserzone zentriert|200x200px 4.227 Lipbachsenke FriedrichshafenImmenstaad 29,0 430 8322 BB 53.1136015 25.08.1993 weitgehend natürliche Bachaue des meist frei mäandernden Lipbachs mit anschließendem Sumpfwald, Wald- und Gehölzsaum sowie Lehmgrubengewässern („Heger Weiher“) 4.232 Loderhof-Weiher Tettnang 10,4 500 8323 WA 53.1136015 24.11.1993 Ökosystem aus Pfeifengrasstreu-, Nass- und Feuchtwiesen, Grünlandflächen, Einzelbaumbeständen und Gehölzstrukturen, feuchter Waldlichtung, Hangquellmoorbereich und Verlandungsflachmoor zentriert|200x200px 4.196 Markdorfer Eisweiher Markdorf 12,3 430 8222 BB 53.1136015 11.02.1992 Rest eines Niedermoorkomplexes als Lebensraum seltener, zum Teil vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten zentriert|200x200px 4.220 Matzenhauser Mahlweiher Tettnang 9,2 500 8323 WA 53.1136015 01.04.1993 reich strukturiertes Ökosystem, bestehend aus Hangquellmoor, Pfeifengrasstreu-, Feuchtwiesen und bewaldeter Endmoräne zentriert|200x200px 4.310 Schachried KressbronnTettnang 11,0 480 8323 WA 53.1136015 15.02.2005 Niedermoorbereiche von gemeinschaftlicher Bedeutung zentriert|200x200px 4.316 Schönmoos Kressbronn 10,0 460 8323 WA 53.1136015 18.05.2007 Flachmoorkomplexes mit verschiedenen Biotoptypen und Artenzusammensetzungen zentriert|200x200px 4.208 Schwarzer Graben Salem 27,9 445 8221 BB 53.1136015 24.07.1992 Feuchtwiesen als Brut-, Nahrungs- und Rastplatz für Wiesenbrüter und durchziehende Vogelarten zentriert|200x200px 4.059 Seefelder Aachmündung Uhldingen-Mühlhofen 54,7 398 8221 BB 53.1136015 05.11.1940 einzigartiger Mündungsbereich in den Bodensee mit ausgedehnten Riedflächen, einer Flachwasserzone, der Hochstaudenflur, den Schilfflächen und den Altwassern der Linzer Aach zentriert|200x200px 4.153 Sipplinger Dreieck Sipplingen 15,0 400–528 8220 BB 53.1136015 16.02.1989 äußerst naturnahe und vielfältige Vegetationseinheiten zentriert|200x200px 4.055 Spetzgarter Tobel Überlingen 15,0 400–528 8220 BB 53.1136015 29.10.1938 durch den Killbach bis zu 65 Meter tief eingeschnittene Erosionsschlucht (Tobel) in der „Sipplinger Molasselandschaft“ zentriert|200x200px 4.025 Wasenmoos Tettnang 26,7 465 82238323 BBOH 53.1136015 18.10.1939 Flach- und Übergangsmoor auf einer würmeiszeitlichen Talwasserscheide, größtenteils abgetorft, mit Birken-Bruchwald zentriert|200x200px
Landschaftsschutzgebiete Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) gehört in Deutschland zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt. Welche Flächen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden können, bestimmen die Bundesländer. Sie legen auch fest, in welcher Form die Landschaftsschutzgebiete gekennzeichnet werden. Paragraph 26 des BNatSchG legt fest, dass Landschaftsschutzgebiete der Erhaltung und Entwicklung der Natur dienen sollen, Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes beseitigt werden sollen und die Leistungs- und Funktionsfähigkeit wiederhergestellt werden. Dies geschieht wegen der Vielfalt und Eigenart der Landschaft, ihrer kulturhistorischen Bedeutung oder ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.
Im Bodenseekreis sind 27 Landschaftsschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 9.114,64 Hektar ausgewiesen; das entspricht einem Anteil von 13,71 Prozent der Fläche des Kreises.
Die folgende, sortierbare Liste führt alle Landschaftsschutzgebiete des Bodenseekreises; Namen und Nummern entsprechen den amtlichen Bezeichnungen, die Schutzgebietsnummer ergibt sich aus dem Regierungsbezirk (4 = Regierungsbezirk Tübingen) und einer fortlaufenden Nummer innerhalb des Bezirks.