Bonlanden ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bonlanden liegt in der Gemarkung Dorfgütingen.
Geografie Der Weiler liegt etwa 4,5 km nördlich von Feuchtwangen am linken Ufer der Sulzach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Bundesstraße 25 (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Oberdallersbach (0,8 km östlich). Wirtschaftswege führen nach Neidlingen (1,2 km nördlich) und nach Krobshausen zur B 25 (0,5 km westlich).
Geschichte Der Ortsname Bonlanden bedeutet verbotenes Gelände (vom althochdeutschen ban = Verbot), was wohl auf vorausgegangene Rechtsstreitigkeiten zwischen den drei Bistümern Augsburg, Würzburg und Eichstätt zurückzuführen ist, die in dieser Gegend aneinandergrenzten.Bonlanden auf der Website geschichte-feuchtwangen.de
Bonlanden lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 gab es 4 Anwesen (1 Mühle, 1 Hof, 2 Güter) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen war Dorf- und Gemeindeherr sowie alleiniger Grundherr sämtlicher Anwesen.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Bonlanden (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Bis zum Ende des Alten Reiches hatte sich an den Verhältnissen nichts geändert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 428. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Bonlanden dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Dorfgütingen zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.
Baudenkmal Haus Nr. 5: Wohnstallhaus, Mühle, zweigeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, verputzt mit Ecklisenen, bez. 1832; mit Mühlenanbau, eingeschossiger Satteldachbau, und Mühlkanal, wohl gleichzeitig
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 32 26 30 23 19 16 19 25 25 14 11HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 5 5 5 4 4 3 4 3Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Feuchtwangen gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Mariä Sieben Schmerzen (Weinberg) zuständig.
Literatur
Weblinks Bonlanden und Urkataster von Bonlanden auf der Website geschichte-feuchtwangen.de
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Feuchtwangen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ort an der Sulzach