Bernau ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bernau liegt in der Gemarkung Krapfenau.

Geographie Das Dorf liegt in Tallage am Hirtenbach, einem linken Zufluss der Sulzach. Der Ort ist von Grünland mit vereinzeltem Baumbestand und Ackerland umgeben, das im Südwesten Haderfeld genannt wird und im Nordosten Birkenfeld. Im Osten schließen sich hinter den Feldern die Waldgebiete Untere Haid und Kohlplatte an. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Krapfenau (1 km südlich) und Volkertsweiler (1 km nordwestlich) jeweils zur Kreisstraße AN 41 und nach Metzlesberg (1,3 km nördlich). Ein Wirtschaftsweg führt zur Oberlottermühle (2 km östlich).

Geschichte Am 16. November 1334 gab der Truchsess von Wilburgstetten, Rabeno, dem Kustos von Feuchtwangen einige grundherrliche Gefälle aus Bernau zur Vikarie des Kaisers Karl. Am 16. Oktober 1414 tauschte der Dinkelsbühler Bürger Wilhelm Hofer ein Gut zu Bernau mit dem Stift Feuchtwangen.Bernau auf der Website geschichte-feuchtwangen.de

Bernau lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 gab es 10 Anwesen mit 14 Mannschaften (3 Halbhöfe, 3 Halbhöfe mit jeweils doppelter Mannschaft, 3 Güter, 1 Gut mit doppelter Mannschaft). Das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen war Dorf- und Gemeindeherr sowie alleiniger Grundherr sämtlicher Anwesen.Nach der Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 durch Johann Georg Vetter (s. a. Bernau (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Bis zum Ende des Alten Reiches hatte sich an den Verhältnissen nichts geändert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 359. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Bernau dem Steuerdistrikt Heilbronn und der Ruralgemeinde Krapfenau zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Bernau am 1. Juli 1971 in Feuchtwangen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 87 88 105 89 93 80 91 116 83 78 8271HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 15 11 17 16 15 15 15 1723Quelle Einwohnerzählung

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Feuchtwangen)