Banzenweiler ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Banzenweiler hat eine Fläche von 11,607 km². Sie ist in 1097 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.580,74 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bieberbach, Georgenhof, Jungenhof, Krebshof, Krobshausen, Leiperzell, Oberransbach, Oberrothmühle, Poppenweiler, Unterransbach, Unterrothmühle und Weiler am See.
Geografie Das Dorf liegt etwa drei Kilometer nordnordwestlich der Feuchtwanger Stadtmitte beiderseits der flachen Mulde am Bieberbach, dem etwa dreiviertel Kilometer südöstlich der Sulzach von rechts zuläuft. 0,5 km nordöstlich liegt das Hausfeld. Dort steht eine Eiche, die als Naturdenkmal klassifiziert wurde. Die Bundesstraße 25 führt an Krobshausen vorbei nach Dorfgütingen (2,5 km nördlich) bzw. nach Feuchtwangen (3 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bieberbach (1,5 km westlich).
Geschichte Banzenweiler lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 gab es 10 Anwesen, außerdem eine Schule, die 1697 von Dekan Hamberger gegründet wurde, und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Oberamt Feuchtwangen (Stiftsverwalteramt Feuchtwangen: 6 Anwesen; Klosterverwalteramt Sulz: 1 Anwesen) und das Hochstift Augsburg (2 Anwesen). Ein Anwesen war ein Freieigen der Besitzerfamilie.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Banzenweiler (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Im Artikel Banzenweiler wird die Zahl der Anwesen des Stiftsverwalteramtes Feuchtwangen fälschlicherweise mit 16 angegeben. Gegen Ende des Alten Reiches unterstanden alle Anwesen der Grundherrschaft des Oberamts Feuchtwangen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 254. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
1806 kam Banzenweiler an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Banzenweiler dem Steuerdistrikt Breitenau zugeordnet. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Banzenweiler. Zu dieser gehörten Bieberbach, Georgenhof, Jungenhof, Krebshof, Krobshausen, Leiperzell, Oberransbach, Oberrothmühle, Poppenweiler, Unterransbach, Unterrothmühle und Weiler am See. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen zugeordnet (1919 in Finanzamt Feuchtwangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Elbersroth zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und von 1943 bis 1973 zum Finanzamt Dinkelsbühl, seit 1973 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Feuchtwangen zuständig (1879 in Amtsgericht Feuchtwangen umbenannt), seit 1973 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,736 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde sie am 1. Juli 1971 nach Feuchtwangen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Banzenweiler Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 370 368 415 410 416 405 402 435 429 425 411 391 386 385 401 405 388 358 334 490 479 374 312 301HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 65 62 74 81 81 80 68 62 67 Quelle Für die Gemeinde Banzenweiler zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bieberbach (S. 9), Georgenhof (S. 29), Jungenhof (S. 45), Krebshof (S. 50), Krobshausen (S. 50), Leiperzell (S. 53), Oberransbach (S. 68), Oberrothmühle (S. 68), Poppenweiler (S. 72), Unterransbach (S. 96), Unterrothmühle (S. 96) und Weiler am See (S. 101). Da für Bieberbach nicht die korrekte Einwohnerzahl angegeben ist, kann die Einwohnerzahl der Gemeinde nicht berechnet werden. Sie wurde aus dem Historischen Gemeindeverzeichnis 1953, S. 171 übernommen.
Ort Banzenweiler Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 92 79 78 81 103 80 95 131 87 70 67Häuser 14 16 20 19 17 18 21 22 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Feuchtwangen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach