mini|270px|Die Zirkelkappl im Oktober 2016

Schwaighausen ist ein Gemeindeteil des Marktes Dentlein am Forst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schwaighausen liegt in der Gemarkung Dentlein am Forst.

Geografie Das Dorf liegt am Leitenbach, der weiter südlich den Walkweiher und die Neumühleweiher speist und als linker Zufluss in die Sulzach mündet, und am Kaltengrundgraben, der den Leitenweiher speist und im Ort als linker Zufluss in den Leitenbach mündet. Der Ort liegt in einer Waldlichtung: Im Süden liegt das Angerholz, im Südwesten das Dornholz, im Westen das Stockholz, im Nordwesten der Hintere Forst und im Osten die Saulach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße AN 53 kreuzend nach Wehlmäusel (2,6 km westlich).

Geschichte Schwaighausen lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 7 Anwesen mit 11 Mannschaften und 1 Gemeindehirtenhaus und die ruinöse Kapelle Heilig Kreuz oder Zirkelkappel. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Halbhof mit doppelter Mannschaft, 3 Güter) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (2 Höfe mit doppelter Mannschaft, 1 Halbhof mit doppelter Mannschaft).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Schwaighausen (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab im Ort 8 Anwesen, von denen 5 dem Stiftsverwalteramt Feuchtwangen unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 226.

Daurenweiler Der Ort Daurenweiler ging in Schwaighausen (anscheinend in "bayerischer Zeit") auf. Der Weiler gehörte grundherrschaftlich zur Reichsstadt Dinkelsbühl, die hier eine eigene Forstei unterhielt. Das heutige Schwaighausen (zu Feuchtwangen) und Daurenweiler (zu Dinkelsbühl) teilte sich in zwei grundherrschaftliche Teile:Stiftsverwalteramt Feuchtwangen: 1 Halbhof mit doppelter Mannschaft, 3 GüterReichsstadt Dinkelsbühl: 2 Höfe mit doppelter Mannschaft, 1 Halbhof mit doppelter Mannschaft, 1 Hirtenhaus, nahebei die ruinöse Kapelle Heilig Kreuz oder Zirkelkappel.Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte Feuchtwangen, Feuchtwanger Heimatgeschichte Band 4: Grundherrschaften und andere Hoheitsrechte im Bereich des markgräflichen Oberamtes Feuchtwangen im Jahr 1732; Eigenverlag 1994 Mit dem Ende der Reichsstadtzeit Dinkesbühls scheint die Ortsbezeichnung in/mit Schwaighausen aufgegangen zu sein, da der Ortsname nicht mehr geführt wird.Vertheidigte Territorial- und Jurisdictions-Gerechtsame, der Kayserlichen ... Andreas G Busch, Dinkelsbühl 1755; Nennung Daurenweiler: 1568 (Holzdiebstahl), 1614 (Ehebruch), 1654 (Unfall mit Tod des Seegmüllers), 1711 (Schlägerei)

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Schwaighausen dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Dentlein zugeordnet.

Bau- und Bodendenkmal Kapellenfeld: Kapellenruine, sog. Zirkelkappel, Reste einer Kapelle mit rundem Westturm, Bruchsteinmauerwerk, wohl 15. Jahrhundert. Zugleich Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2003 2017Einwohner 83 110 130 113 114 99 114 138 113 105 112 110 103HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 15 15 24 23 22 22 22 26 Quelle auf: dentlein.de Einwohnerzahlen auf der Website dentlein.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ursula (Dentlein am Forst) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Peter und Paul (Halsbach) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrkuratie St. Raphael (Großohrenbronn) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dentlein am Forst)