Kaierberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Dentlein am Forst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kaierberg liegt in der Gemarkung Thürnhofen.
Geographie Durch das Dorf fließt der Mittelbach (im Unterlauf Feldbach genannt), der einen Weiher im Ort speist, und weiter östlich als rechter Zufluss in den Löschenbach mündet. Im Süden liegt das Waldgebiet Ochsenhorn, im Norden das Waldgebiet Muschelholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Leichsenhof (0,5 km nordöstlich), zur Kreisstraße AN 52 bei Unterahorn (1 km nordwestlich) und die Staatsstraße 2222 kreuzend nach Dentlein (2 km südlich).
Geschichte Kaierberg lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 16 Anwesen (1 Mahlmühle, 1 Gütlein mit Zapfenwirtschaft und Backrecht, 14 Gütlein). Außerdem gab es noch 1 Wohnhaus derer von Völderndorf und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Thürnhofen.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Kaierberg (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.Bei Fischer werden 18 Anwesen angegeben; vermutlich wurden aber das Wohnhaus und das Hirtenhaus bei der Zählung miteinbezogen. Bundschuh gibt fälschlicherweise 8 Anwesen an.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 74. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kaierberg dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Thürnhofen zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. April 1971 zunächst nach Aichau eingegliedert. Am 31. Dezember 1971 wurde diese aufgelöst und Kaierberg nach Dentlein eingemeindet.
Ehemaliges Baudenkmal Schindelmühle, 1841 erbaut. Verputzter Bruchsteinbau mit Eckquadern. Vier zu sechs Achsen, hohes Kellergeschoss, Obergeschoss, Giebel. Hausteinfestergewände. Am Türsturz Monogramm „F.B.[lümlein] 1841“. An der Mühlpforte bezeichnet „NEU ERBAUT 1841 IGSP“.H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 85. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2003 2017Einwohner 138 159 207 162 168 153 172 202 150 156 138 169 148HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 34 32 40 39 44 36 35 37 Quelle Keierberg: 52 Einwohner, 11 Häuser; Oberkeierberg: 55 E., 11 H.; Unterkeierberg: 52 E., 10 H. Keierberg: 88 Einwohner; Oberkeierberg: 45 E.; Unterkeierberg: 29 E. auf: dentlein.de Einwohnerzahlen auf der Website dentlein.de
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ursula (Dentlein am Forst) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Raphael (Großohrenbronn) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dentlein am Forst)