Großohrenbronn ist ein Gemeindeteil des Marktes Dentlein am Forst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Großohrenbronn liegt in der Gemarkung Dentlein am Forst.

Geographie Das Pfarrdorf Großohrenbronn bildet mit dem westlich gelegenen Erlmühle eine geschlossene Siedlung. Es fließen zwei Nebenbäche des Leitenbachs durch den Ort. Im Osten grenzt der Burker Wald an, im Süden das Waldgebiet Saulach. Die Kreisstraße AN 52 führt an Zinselhof und Kleinohrenbronn vorbei nach Dentlein (1,8 km nordwestlich) bzw. nach Burk zur Staatsstraße 2248 (3 km östlich).

Geschichte Großohrenbronn lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 12 Anwesen mit 13 Mannschaften (1 Höflein, 6 Gütlein, 3 Söldenhäuslein, 1 Häuslein mit doppelter Mannschaft, 1 Häuslein). Außerdem gab es noch 1 katholische Kapelle mit Einsiedlerklause und 1 Gemeindehirtenhaus. Das oettingen-spielbergische Oberamt Dürrwangen war Dorf- und Gemeindeherr sowie alleiniger Grundherr sämtlicher Anwesen.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Großohrenbronn (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Bis zum Ende des Alten Reiches änderte sich an den Verhältnissen nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 409. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Großohrenbronn dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Dentlein zugeordnet.

Baudenkmäler Nähe Schulstraße: Friedhofskreuz, gusseisernes Kruzifix mit Maria, erstes Drittel 20. Jahrhundert Schulstraße 31: Katholische Pfarrkirche St. Raphael, moderner Saalbau mit flachem Walmdach und seitlichem Westturm, von Hans Herkommer, 1932/33; mit Ausstattung.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2003 2017Einwohner 61 146 272 238 256 312 450 661 787 946 835 976 865HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 16 28 63 72 86 127 159 230 Quelle auf: dentlein.de Einwohnerzahlen auf der Website dentlein.de

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Halsbach) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrkuratie St. Raphael (Großohrenbronn) zuständig. Die Protestanten sind nach St. Ursula (Dentlein am Forst) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dentlein am Forst) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)