Fetschendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Dentlein am Forst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Fetschendorf liegt in der Gemarkung Dentlein a.Forst.
Geografie Das Dorf liegt am Fetschendorfer Graben, der mit dem Höfstetter Graben zum Pflatterbach, einem rechten Zufluss der Wieseth, zusammenfließt. Im Westen befindet sich das Diebsfeld, im Süden das Mosbacher Feld und im Südosten das Flurgebiet Sauerweiher. 0,5 km nordwestlich liegt das Waldgebiet Ochsenhorn. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dentlein zur Kreisstraße AN 52 (1 km südwestlich) bzw. nach Obermosbach (1 km südöstlich).
Geschichte 1300 kaufte der 13. Abt Heinrich des Heilsbronner Klosters von den Gebrüdern Konrad und Heinrich von Elbangen Güter in Fetschendorf und das Brantholz. 1446 kaufte der 22. Abt Kötzler dort zwei weitere Güter.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 506. Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Die Güter wurden vom heilsbronnischen Amt Waizendorf verwaltet, das nach der Säkularisation des Klosters in das ansbachische Verwalteramt Waizendorf umgewandelt wurde. 1732 gab es 5 Anwesen mit 6 Mannschaften (1 Hof, 1 Hof mit doppelter Mannschaft, 2 Halbhöfe, 1 Gut) und 1 Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen stand dem Verwalteramt Waizendorf zu.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Fetschendorf (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches (1806) nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 127. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Fetschendorf dem Steuerdistrikt Wieseth und der Ruralgemeinde Dentlein zugeordnet.
Baudenkmal Haus Nr. 15: Sühnestein, Sandsteinstele, bezeichnet „1850“.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2003 2017Einwohner 42 50 57 50 61 53 68 71 63 62 41 47 42HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 8 8 10 10 10 12 12 16 Quelle auf: dentlein.de Einwohnerzahlen auf der Website dentlein.de
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ursula (Dentlein am Forst) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Raphael (Großohrenbronn) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dentlein am Forst)