Wolfershof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burk im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wolfershof liegt in der Gemarkung Meierndorf.
Geographie Die Einöde ist von Wald umgeben. 200 Meter weiter südlich fließt der Himmelreichbach, ein linker Zufluss des Flinsbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Wieseth ist. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,2 km östlich), die nach Meierndorf (0,8 km südöstlich) bzw. nach Zimmersdorf verläuft (0,9 km nordwestlich).
Geschichte Laut einer Urkunde von 1332 erhielt das Kloster Heilsbronn in „Wolframshof“ Gefälle von einem Hof und drei Lehen, die von Peter Meinwart und Ulrich dem Fricken von Oettingen, Herrn Meinwart des Ritters Söhnen, an Heinrich Woltzhover, Bürger in Abenberg, verkauft und von diesem dem Kloster geschenkt wurden.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 524. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.Zeitschrift für Namenforschung, Band 15, München/Berlin 1939, S. 18.
Die Fraisch war zwischen den ansbachischen Oberämtern Feuchtwangen und Wassertrüdingen umstritten. Der Hof hatte das Verwalteramt Waizendorf als Grundherrn, das bis zur Säkularisierung des Klosters ein Amt ebendesselben war.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Winterhalten (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 282. 1783 wurde der Hof in zwei Halbhöfe zerschlagen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 477. Von 1797 bis 1808 gehörte der Ort zum Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 552.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Wolfershof dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Burk zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Meierndorf, an die der Ort überwiesen wurde. Bereits 1849 wurde diese Gemeinde wieder nach Burk eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534 und 552.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2019 2020 2023Einwohner 14 15 20 10 11 4 9 6 9 10 4 5 4 4 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 3 2 2 2 2 2 2 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Wieseth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Bechhofen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Burk Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1332