Chiricahua Apache Chihenne (Chihende / Tchihende) Juan Josè Compá (ca. *1786 - †1837 im Santa Rita del Cobre-Massaker; sein Vater El Compá war ein bedeutender Häuptling der Janeros-Nednhi, der seit den 1830er als Vermittler zwischen Mexiko und Apache auftrat und permanent friedlich beim Presisio Janos siedelte, Juan Josè Compá folgte seinem Vater 1794 als Häuptling der Bedonkohe und später auch der „Coppermine“ Mimbreño-Chihenne, war führender Häuptling südlich des Gila River im Südwesten New Mexicos und Nordwesten Chihuahuas und Unterzeichner der Friedensverträge von 1832 und 1835, evtl. Onkel des Häuptlings Delgadito) Fuerte (span.: „Stark“, auch: Soldado Fiero („Wilder, harter Soldat“), ca. *? - †1835/1837 nahe Santa Rita del Cobre, Häuptling der „Warm Springs“ Mimbreño-Chihenne und wichtigster Häuptling nach Juan Josè Compa, wurde von Presidio-Truppen aus Janos, Chihuahua, getötet.) Cuchillo Negro (span.: „Schwarz[gefärbt]es Messer“, Apache-Name Baishan - „Messer“, ca. *1796 – †24. Mai 1857, Sohn von Häuptling Fuerte/Soldado Fiero und Schwager von Mangas Coloradas, Häuptling der „Warm Springs“ Mimbreño-Chihenne und wichtigster Häuptling nach Mangas Colaradas, wurde von US-Truppen 1857 im Canyon de los Muertos Carneros (Canyon der toten Schafe) getötet)Fort Tours - Southwest Apacheria Delgadito (span.: „dünn“, „schmal“, Apache-Name Tudeevia bzw. Dudeevia, Kriegshäuptling unter Juan Josè Compá (evtl. seinem Onkel) und Fuerte/Soldado Fiero sowie deren Nachfolgern Mangas Coloradas und Cuchillo Negro, diente den Häuptlingen Mangas Coloradas und Cuchillo Negro bei Verhandlungen oftmals als Sprecher, nach der Ermordung von Mangas Colaradas folgte er ihm als Häuptling der „Coppermine“ Mimbreño-Chihenne, neben Victorio führender Häuptling der Chihenne) Itán (ca. *? - †1857, prominenter Häuptling einer Lokalgruppe der „Coppermine“ Mimbreño-Chihenne, Verbündeter Delgadito's und Mangas Coloradas', nahm von 1835 bis 1843 mit Pisago Cabezón und Mangas Coloradas an Friedensverhandlungen teil und gleichzeitig weiterhin an Raids nach Sonora und Chihuahua, die Raubgüter tauschte er in Socorro, New Mexico, schloss sich ab 1849/1850 den moderaten Delgadito und Coleto Amarillo sowie Láceres an und schloss 1850 Frieden mit Chihuahua in Janos, nach dem Carrasco-Massaker durch Sonora-Truppen an Apache bei Janos 1851 (22 tote Apache - darunter der damals bedeutendste Chokonen-Häuptling Yrigóllen sowie 62 gefangene Apache) nahm er die Raids nach Mexiko wieder auf, schloss 1856 mittels Gefangenenaustausch Frieden in Janos.) Mangas Coloradas (auch: Mangus Colorado, span.-mexikanisch für „(blut)rot gefärbte Ärmel“, Red Sleeves (deutsch: „Rote Ärmel“) - Übernahme seines Apache-Spitznamens Kan-da-zis Tlishishen („Rotes/Pinkes Hemd“, da er immer ein rotes Shirt im Kampf trug), eigentlicher Name Dasoda-hae („Er sitzt einfach nur da“), geboren 1797, gestorben am 18. Januar 1863, gebürtiger Bedonkohe, Nachfolger von Juan Josè Compá als Häuptling der „Coppermine“ Mimbreño-Chihenne sowie von Mahko als Häuptling der Bedonkohe, Schwiegervater der Häuptlinge Cochise, Victorio und Kutu-hala/Kutbhalla (wahrscheinlich identisch mit Caballero/Ca-bal-le-so, Häuptling der Nit'ahéndé Band der Northern Mescalero), bis zu seiner Ermordung für ca. 25 Jahre bedeutendster Anführer unter den Chiricahua Bandshatte mindestens vier namentlich bekannte Brüder, die einflussreiche Krieger bzw. Anführer unter den Chihenne und Bedonkohe waren - Pitfhan, Phalios Palacio, Chaha und Jóse Mangas (der ihm besonders nahe stand), zudem hatte er mehrere prominente und bedeutende Söhne - Cascos, Seth-mooda, Luis, Salvador, Chastine (Thastine), Cassori und der jüngste Mangas.) Victorio (spanisch für „Der Sieger, Der Siegreiche“, Apache-Name Bidu-ya, Beduyat oder Beduiat - „Der, der seine Pferde kontrolliert“, ca. *1825 - †14/15. Oktober 1880, Tres Castillos, Chihuahua, Mangas Coloradas’s Schwiegersohn und Nachfolger von Cuchillo Negro als Häuptling der „Warm Springs“ Mimbreño-Chihenne, übertraf bald Delgadito an Ansehen und wurde führender Häuptling der Chihenne, unternahm mit einer Band aus ca. 200 bis 250 Kriegern der Chihenne, Bedonkohe sowie Mescalero und einiger Comanche unter Häuptling Caballero/Ca-bal-le-so (Victorio's Schwager) sowie Frauen und Kindern 1879/1880 mehrere erfolgreiche Raids in New Mexico, Texas und Chihuahua, wurde in der Schlacht von Tres Castillos von Colonel Joaquin Terrazas und 260 Soldaten sowie Tarahumara-Scouts besiegt, 61 Krieger und Victorio sowie 16 Frauen und Kinder wurden getötet, 68 Frauen und Kinder in Chihuahua City in die Sklaverei verkauft)sowohl von Colonel Joaquin Terrazas als auch von Victorio wurde eine Statue in Chihuahua City errichtet, nach offizieller mexikanischer Geschichtsschreibung wurde Victorio durch den Tarahumara-Scout und Scharfschützen Mauricio Corredor erschossen, die Apache berichten jedoch, dass Victorio sich mit seinem Messer selbst getötet hätte (diese Version wird gestützt, da die Mexikaner auf dem Schlachtfeld den Leichnam Victorio's nicht identifizieren konnten - und somit auch nicht seinem Skalp im Triumph durch Chihuahua City vorzeigen konnten) Nana (span. „Großmutter“, Apache-Name Haškɛnadɨltla („Wütend, Er ist aufgebracht/aufgeregt“) und Kas-tziden („Gebrochener Fuß“); ca. *1800 - †1894, Neffe von Delgadito, heiratete eine Schwester von Geronimo, segundo und Kriegshäuptling von Cuchillo Negro sowie dessen Nachfolger Victorio, nach Victorio's Tod Häuptling der „Warm Springs“ Mimbreño-Chihenne) Loco (span. „der Verrückte, der Waghalsige, Mutige“, Apache-Name Jlin-tay-i-tith und Lidayisil („Stoppt - Sein Pferd“), *1823 - †1905, wurde nach Delgadito's Tod Häuptling der „Coppermine“ Mimbreño-Chihenne und zweitmächtigster Häuptling nach Victorio)Bud Shapard: Chief Loco: Apache Peacemaker, ISBN 978-0-8061-4047-6, S. 7 Ka-ya-ten-nae (Apache-Name Kadhateni bzw. Gait-en-eh, auch: Ka-T-Te-Kay und Kaetenna („Spiegelglas“), *1858 - †Januar 1918, berühmter Krieger, auf Grund eines Mordversuchs auf Britton Davis wurde er drei Jahre auf der Gefängnisinsel Alcatraz interniert, zweiter Ehemann von der Kriegerin Gouyen („Jene, die weise ist“, ca. *1857 - †1903) und Stiefvater von Kaywaykla)darf nicht mit dem Krieger und Apache-Scout Kayitah (alternative Schreibweise Kieta ("Ohne Pfeile/Munition" im Sinne von "Gibt nicht auf, selbst nachdem er all seine Pfeile/Patronen aufgebraucht hat"), Kay-i-tah, Kay-ih-tah, Kay-tah) verwechselt werden Mangas (auch: Mangus, später: Carl Mangus, ca. *1846 - †9. Februar 1901, Fort Sill, Oklahoma, jüngster Sohn von Mangas Coloradas, Anführer einer Chihenne-Lokalgruppe und überzeugter Kämpfer für die Ansprüche der Chihenne auf eigenes Land, kapitulierte mit seiner kleinen Gruppe im Oktober 1886 als letzter Apachen-Führer, nachdem bereits Chihuahua im Frühjahr sowie Naiche und Geronimo im September 1886 sich ergeben hatten, diente bis zu seinem Tod als Fort Sill's Native Scout in der US-Armee und wurde daher auf dem Old Post Cemetery und nicht auf dem Prisoner of War Cemetery bestattet.)

Bedonkohe (Bidánku / Bidankande) Juan Diego Compá (Nachfolger seines Vaters El Compá als Häuptling der Janeros-Nednhi bei Janos, später zudem Häuptling einer Bedonkohe-Lokalgruppe und segundo (Kriegshäuptling) seines Bruders Juan Josè Compá, des damals mächtigsten Häuptlings unter den Chiricahua Bands) Mahko (auch: Old Mahko; führender Häuptling aller Bedonkohe, sein Sohn Taklishim, Vater von Geronimo, konnte sich jedoch nicht gegenüber rivalisierende Anführer, Mano Mocha und Luis, durchsetzen, so dass die Führung der Bedonkohe zersplitterte, später wurde Mangas Coloradas zum Häuptling gewählt) Mano Mocha (span.: „mokka[farbige] Hand“, da eine Hand im Kampf gegen einen Grizzly verstümmelt wurde, Apache-Name Tuin, ca. *1780 - †1840er; Anführer einer Lokalgruppe in den Mogollon Mountains und bedeutender Kriegshäuptling, verhinderte nach dem Tod von Mahko, dass dessen Sohn die Nachfolge als Häuptling antrat, übernahm in den 1830–1840er Jahren die moderatere Politik der Chokonen Bands gegenüber Mexiko, einer seiner Söhne wurde von Skalpjägern Anfang Juli 1849 in Corralitos, Chihuahua, bei Friedensverhandlungen getötet) Luis (Sohn von Mangas Coloradas, Anführer einer Bedonkohe-Lokalgruppe in den 1840er, verhinderte zusammen mit Mano Mocha nach dem Tod von Mahko, dass dessen Sohn die Nachfolge als Häuptling antrat) Jóse Mangas (Bruder von Mangas Coloradas und Vater von Chato, dem Häuptling einer Chokonen-Lokalgruppe, führte zusammen mit Chastine (Sohn Mangas Coloradas'), Gordo (Apache-Name: Nay-zar-zee), Chiva und Esquine verschiedene Lokalgruppen der Bedonkohe, enger Verbündeter der Chokonen) Esquine (auch: Eskinye, Halbbruder von Nahilzay, dem segundo und Kriegshäuptling von Cochise, Berater von Taza und Anführer der Kriegsfraktion der Chokonen, Häuptling einer Bedonkohe-Lokalgruppe in den 1860–1880er, Verbündeter von Victorio und Chato, schloss sich 1879 nach einer schweren Niederlage bei Lake Guzman den Nednhi an) Gordo (Apache-Name Nay-zar-zee, bereits unter Mangas Coloradas einflussreicher Anführer einer Lokalgruppe und Kriegshäuptling, führte nach dessen Tod zusammen mit Jóse Mangas (Bruder Mangas Coloradas'), Chastine (Mangas Coloradas' Sohn), Chiva und Esquine verschiedene Lokalgruppen der Bedonkohe, enger Verbündeter der Nednhi unter Juh) Chiva (Anführer einer Lokalgruppe und Kriegshäuptling, führte nach Mangas Colorada's Tod zusammen mit Jóse Mangas (Bruder Mangas Coloradas'), Chastine (Sohn Mangas Coloradas') und Esquine verschiedene Lokalgruppen der Bedonkohe, enger Verbündeter der Nednhi unter Juh sowie der Östlichen White Mountain Apache unter Esh-kel-dah-sila, eines weiteren Schwiegersohn's von Mangas Coloradas) Geronimo (span. Anrufung des Heiligen Hieronymus (Jerónimo), Apache-Name Gokhlayeh, Goyaałé bzw. Goyáálé („Der Gähnende“), *16. Juni 1829 - †17. Februar 1909, Enkel des letzten bedeutenden Bedonkohe-Häuptlings Mahko, Medizinmann und Kriegshäuptling einer Gruppe von Bedonkohe, Chihenne und Nednhi, jedoch unterstand er immer der Führung der Häuptlinge Loco, Nana, Juh und Naiche) Nednhi (Nde’ndai / Ndendahe) Coleto Amarillo (span.: „Gelbes Hemd“, *? - †1852, Häuptling der Janeros-Nednhi und in den 1840–1850er der führende Häuptling der Nednhi, bedeutendster Fürsprecher der Chiricahua-Häuptlinge im Juni 1850 beim Frieden von Janos, Chihuahua, wurde 1852 von Militär aus Sonora nördlich des Lake Guzmán im NW Chihuahuas getötetdies war seitens der Militärs aus Sonora zwar illegal (da die Tötung außerhalb ihres Staatsgebiets stattfand) und führte zu starken Protesten seitens der Regierung von Chihuahua, die Vergeltungsschläge seitens der Apache fürchtete; jedoch hatten die Apache-Führer ihrem Verständnis nach nur Frieden mit Chihuahua geschlossen (und nicht mit Sonora) und ihre Raubzüge nun auf Sonora und Durango konzentriert, ein gleichnamiger Sohn war in den 1850–1860er Anführer einer kleinen Janeros-Nednhi-Gruppe) Láceres (auch: Láceris, Häuptling der Janeros-Nednhi und in den 1840–1850er nach Coleto Amarillo der führende Häuptling der Nednhi) Arvizu (ca. *1795 - †1851, Anführer einer Janeros-Nednhi-Gruppe, diese lebte seit den 1820er meist nahe Janos, Chihuahua, unterzeichnete die Friedensverträge von 1842 und 1850, wurde jedoch im Carrasco-Massaker 1851 von Sonora-Truppen ermordet.) Galindo (Kriegshäuptling in den 1840–1850er, Nachfolger von Láceres als Häuptling einer Janeros-Nednhi-Lokalgruppe in den 1850–1860er) Barboncito (Anführer einer Janeros-Nednhi-Gruppe in den 1840–1850er) Perea (Anführer einer Janeros-Nednhi-Gruppe in den 1840–1850er) Natiza (neben Juh führender Häuptling der Janeros-Nednhi der 1860–1870er)