Stöckau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Langfurth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Stöckau liegt in der Gemarkung Langfurth.

Geografie Der Weiler liegt am Langfurther Mühlgraben, ein linker Zufluss der Sulzach. Im Südwesten grenzt das Gallenfeld an. Im Nordwesten befindet sich das Waldgebiet Saulach, im Osten das Waldgebiet Hirschfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schlierberg (2,1 km nordöstlich) bzw. nach Oberkemmathen (1,5 km südwestlich).

Geschichte Stöckau lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Wassertrüdingen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es fünf Anwesen (2 Diensthöfe, 2 Güter, 1 Häuslein) und ein Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das ansbachische Verwalteramt Forndorf.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 464. (= J. K. Bundschuh, Bd. 5, Sp. 457). Hiernach gab es nur vier Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 571f.

Im Zuge des Gemeindeedikt wurde Stöckau dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Oberkemmathen zugewiesen. 1818 wurde die Ruralgemeinde Stöckau gebildet, zu der der Ort Langfurth gehörte. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Wassertrüdingen und in Finanzverwaltung dem Rentamt Wassertrüdingen. Bereits 1823 wurde die Gemeinde wieder nach Oberkemmathen (am 11. November 1968 in Langfurth umbenannt) eingegliedert.

Baudenkmal Nähe Hauptstraße: Sühnekreuz, Sandstein, wohl 16. Jahrhundert; südöstlich des Ortes, Richtung Langfurth.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2007 2012 2016 Einwohner 29 36 47 35 30 24 37 38 35 35 28 23 20 22HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 8 8 7 8 7 7 7 7 Quelle Für die Gemeinde Stöckau zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Langfurth (S. 52): 275 Einwohner, 44 Feuerstellen.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Ammelbruch) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Peter und Paul (Halsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1823 Kategorie:Geographie (Langfurth)