Der Kuhzer See ist ein Faltensee in der Gemeinde Boitzenburger Land in der Uckermark.

Lage miniatur|Kuhzer See, nördlicher Teil, Urmesstischblatt von 1825

Der See legt südlich von Kuhz, westlich von Haßleben zwischen Templin und Prenzlau.

Naturräumliche Beschreibung Der See ist etwa 220 Hektar groß und bis zu neun Meter tief. Er speist einen der langen Bäche zum Havel­zufluss Templiner Gewässer, hat aber keine direkte Verbindung zu anderen Seen. (Der nächste See ist der etwa ein Kilometer entfernte Große Trebowsee.) Der Kuhzer See ist in mehrere längliche Arme (Lanken) mit Buchten gegliedert: Schulzenort (nordöstliche Bucht), Schwalbenlanke (Süden), Fauler See, Mittenwaldsche Lanke (Süden), Prediger Lanke und Haßlebensche Lanke (Südosten).

Der Kuhzer See ist der einzige Faltensee in der Uckermark. Dieser sehr seltene Seentyp entstand in der Eiszeit durch Zusammenschieben von vorherigen Grundmoränen durch zeitlich spätere Gletscher.Boitzenburg Eiszeitstraße, unterer Abschnitt

Im Kuhzer See gibt es zahlreiche Fischarten, wie Karpfen, Aale, Zander, Barsche und einige Weißfischarten. Das Ufer ist meist von Schilf bewachsen, es wachsen dort einige seltene Pflanzen. mini|hochkant=3|center|Kuhzer See mit Abflussweg zum Templiner Gewässer

Geschichte Der See entstand in der Eiszeit. Von 1239 ist eine Erwähnung als Güds erhalten, früher als das gleichnamige Dorf. Im 13. und 14. Jahrhundert stand auf einer Halbinsel bei Kuhz eine kleine Turmhügelburg (ca. 20 m × 40 m), in der die Herren von Kuhz saßen (1292 Johannes de Kouz).Kerstin Kirsch: Slawen und Deutsche in der Uckermark, 2004, S. 422; auch in Kuhz Burgen in Berlin und Brandenburg

Zu DDR-Zeiten gab es in Haßleben die größte Schweinemastanlage des Landes, deren Ausflüsse den Kuhzer See so stark beeinträchtigten, dass dieser zeitweise umkippte.

Literatur Heinz-Dieter Krausch, Werner Schmidt: Das Feldberger Seengebiet. Ergebnisse der landeskundlichen Bestandsaufnahme in den Gebieten Feldberg, Fürstenwerder, Thomsdorf und Boitzenburg (= Werte der deutschen Heimat, Band 57). Böhlau, Weimar 1997, ISBN 3-7400-0936-5; mit Beschreibung des Sees

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