Mielno (deutsch Mellin) ist ein Dorf in der Gemeinde Dębnica Kaszubska im Powiat Słupski der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Geographische Lage Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa 20 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Słupsk und neun Kilometer südsüdwestlich des Kirchdorfs Dębnica Kaszubska am Rand eines Waldgebiets.

Geschichte mini|Wohnhaus am Dorfausgang an der Straße nach Podwilczyn, Sommer 2025 Mellin war in Form eines kleinen Gassendorfs angelegt worden. Früher bestand der Ort aus einem königlichen AnteilLudwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 932, Nr. 10 und aus einem adligen AnteilLudwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 986, Nr. 89 . Der königliche Anteil unterstand dem Amt Stolp, der adlige dem Gut Krampe. Zum königlichen Anteil gehörte auch die Melliner Wassermühle.http://www.territorial.de/pommern/stolp/grsilkow.htm

Im Jahr 1925 standen in Mellin 68 Wohngebäude. Um 1935 gab es im Dorf Mellin unter anderem zwei Gasthöfe, ein Bankgeschäft (Raiffeisenkasse Mellin), drei Gemischtwarenläden, eine Mühle, eine Schmiede, eine Stellmacherei, eine Tischlerei und zwei Viehhandlungen.Klockhaus' Kaufmännisches Handels- u. Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs, Band 1 A, Berlin 1935, S. 1071 (Google Books). Im Jahr 1939 wurden 97 Haushaltungen und 381 Einwohner gezählt. Im Jahr 1939 hatte Mellin 70 landwirtschaftliche Betriebe.

Die Gemeindefläche war 1002 Hektar groß. In der Gemeinde Mellin gab es insgesamt vier Wohnorte:Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Forsthaus Mellin Mellin Mühle Mellin Waldarbeitergehöft Mellin

Bis 1945 gehörte Mellin zum Landkreis Stolp im Regierungsbezirk Köslin der Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Das Dorf war dem Amtsbezirk Groß Silkow zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Groß Silkow.

Mellin wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Nacht zum 7. März 1945 von der Roten Armee besetzt. Die Gastwirtschaft Mertens, das Wohnhaus Marschke und das Stallgebäude Thiede gingen in Flammen auf. Die Dorfbewohner hatten sich am Tag zuvor im Treck auf die Flucht begeben, doch der Treck wurde von sowjetischen Truppen überrollt, und sie mussten zurückkehren. Anschließend wurde Mellin zusammen mit ganz Hinterpommern von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es begann danach die Zuwanderung von Polen. Im Herbst 1945 übernahmen die Polen das Dorf. Der Ortsname Mellin wurde zu Mielno polonisiert. Die einheimischen Dorfbewohner wurden in der Folgezeit von der polnischen Administration aus Mellin vertrieben.Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 730 (Online; PDF)

Später wurden in der Bundesrepublik Deutschland 154 und in der DDR 134 aus Mellin vertriebene Dorfbewohner ermittelt.

In dem Dorf leben heute etwa 180 Einwohner.

Schule Vor 1945 verfügte das Dorf über eine zweistufige Volksschule. Im Jahr 1932 unterrichtete dort ein Lehrer in zwei Klassen 76 Schulkinder.

Kirche Kirchspiel bis 1945 Die vor 1945 hier lebenden Dorfbewohner waren ganz überwiegend evangelisch. Im Jahre 1925 war ein Dorfbewohner römisch-katholisch. Mellin gehörte zum Kirchspiel Rathsdamnitz und damit zum Kirchenkreis Stolp-Stadt.

Das katholische Kirchspiel befand sich in Stolp.

Kirchspiel seit 1946 Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Dorfbewohner hier lebende polnische Bevölkerung ist größtenteils römisch-katholischer Konfession.

Die wenigen hier lebenden evangelischen Kirchenglieder gehören zur polnischen Parochie der Kreuzkirche in Słupsk (Stolp) der polnischen Kirche Augsburgischen, d. h. lutherischen, Bekenntnisses.

Literatur Mellin (Adlig und Königlich), zwei Dörfer und Forstgutsbezirk, Kreis Stolp, Regierungsbezirk Köslin, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Mellin (meyersgaz.org). Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 986, Nr. 89 (Google Books). Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 727–730 (Ortsbeschreibung Mellin; PDF)

Weblinks Amtsbezirk Groß Silkow (Territorial.de) Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft:

Einzelnachweise

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