Caro Jost (* 1965 in München) ist eine deutsche Künstlerin. Ihre Werke sind der Konkreten Kunst und Investigativen Kunst zuzuordnen.Agnes Dabrowski, artinvestor, 01/2012, S. 37

Leben Nach einem Jurastudium absolvierte Caro Jost ihre künstlerische Ausbildung an der Art Students League in New York und an der Akademie der Bildenden Künste in München, DiplomDiplomausstellung 2017, auf adbk.de bei Jean-Marc Bustamante. Pollock-Krasner Foundation 2020-21 GrantCaro Jost, Pollock-Krasner Foundation Heute lebt und arbeitet Caro Jost in München und New York.

Werk Streetprints Die Arbeiten von Caro Jost werden Streetprints genannt. Im Jahr 2000 entwickelt Caro Jost die Streetprint-Technik und realisiert die ersten Arbeiten auf Leinwand in New York.Nina Faulstich, artinvestor 03/2006, Seite 25 Diese Technik basiert auf Abdrücken von Straßen und Wegen verschiedener Städte und Metropolen. Der Arbeitsprozess beginnt mit Recherchen nach Ereignissen und Orten die für einen Abdruck und anschließendem Abzug interessant sein könnten.Klaus Honnef: Vorwort Katalog Streetprints 2000–2007 Es sind Orte, die für Jost persönlich oder in ihrem kunsthistorischen Kontext eine besondere Rolle spielen.Walter Storms, Vorwort zum Katalog Streetprints-Utcanyomatok, 2008 Viele beziehen sich in mehrfacher Weise direkt auf Arbeitsstätten und Schicksalsorte berühmter Künstler. Die Namen der Künstler und die Ereignisse bleiben unerwähnt, lediglich die Straßen und Plätze werden in den Bildlegenden benanntKlaus Honnef: Vorwort zum Katalog Streetprints-Utcanyomatok, 2008. wie bei den Streetprints: Central Park West / 61th Street, New York (dort erlitt Max Beckmann einen Herzinfarkt), Ground Zero, New York, oder Burdenko 8, Moskau (ehemaliges Wohnhaus Wassily Kandinsky). mini|hochkant|Rauminstallation stop-over/cross-over von Caro Jost. Foto Florian Holzherr Rauminstallation stop-over/cross-over In der Residenz München wurde 2009 die Installation stop-over/cross-over gezeigt. Die über 13 m² große Wandarbeit besteht aus 42 Streetprints 19 verschiedener Städte, wie New York, Paris, London, Istanbul oder Berlin. Ein ehemaliger Thonet-Stuhl aus der gleichnamigen Bar von Charles Schumann, München, bildet den Mittelpunkt der Installation.http://www.stopover-crossover.com/ Der Stuhl hat jahrelang seinen Dienst als Stammplatz erledigt – heute steht er in einen Gipssockel gegossen, fest auf dem Boden verhaftet.

Invoice Paintings In der Werkreihe Invoice paintings verwendet Caro Jost Originalrechnungen, gesammelt in den Archiven ihr wichtiger Künstler, wie Barnett Newman oder Günther Uecker. Wie in ihren Streetprints (seit 2000) sucht und folgt Caro Jost den Spuren der jüngeren Vergangenheit, konserviert und kommentiert sie, überarbeitet und verfremdet sie, überträgt sie ins Heute.

Film Im Jahr 2010 startete Caro Jost das Filmprojekt Final traces of the abstract expressionists. Gedreht wurde der Film in New York an den Originalschauplätzen der ehemaligen Wohnungen, Ausstellungsorten, wie den Tenth Street GalleriesTenth Street Galleries, Archives of American Art, abgerufen am 31. März 2012 und Ateliers der Abstrakten Expressionisten. Das Filmprojekt zeigt auf, was von diesen Orten, an denen Mitte des 20. Jahrhunderts Kunstgeschichte geschrieben wurde, heute noch vorhanden ist. Zeitzeugen, wie der Kunsthistoriker Irving Sandler, Künstler wie Alex Katz und Philip Pearlstein, sowie die Verwandten der Künstler geben Interviews.Agnes Dabrowski, artinvestor 01/2012Simon Kingsley, German Films, Quarterly 3, 2010 Premiere am 21. Dezember 2014, Anthology Film Archives, New York. Gezeigt wurde der Film u. a. auf dem Southampton International Film Festival in 2015, NYC Independent Film Festival, 20189th NYC Independent Film Festival is May 7-13, auf greenroomnewyork.com Nominierungen für Best Documentary, Sound in a Documentary, Cinematography in a Documentary.

Ausstellungen 2020: Final traces, Mark Rothko Art Center,Exhibition by Caro Jost “Final Traces of the Abstract Expressionists”, auf visitdaugavpils.lv Lettland 2019: Münter and guests, Museum Münter Haus,Aktuelle Ausstellung, auf muenter-stiftung.de Murnau 2017: Invoice paintings, Walter Storms Galerie, München 2015: Final traces, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt 2014: Streetprints, 401Contemporary,401contemporary Berlin 2014: One night at Schumann’s, Stadtmuseum,Stadtmuseum München München 2013/14: Hauptsache grau #04 Konstruiertes Grau, Mies van der Rohe Haus, Berlin 2008: Streetprints, Museum Haus der Künstevasscollection.hu: , Veszprém

Arbeiten in Museen AkzoNobel Art Foundation, AmsterdamCaro Jost, auf artfoundation.akzonobel.com Jumex Collection, Mexico Sammlung Wemhöner, Berlin Städtische Galerie im Lenbachhaus, München Chelsea Art Museum, New York Museum of Art, Maine

Literatur Mies van der Rohe Haus, Matthias Bleyl, Michael Fehr, Wita Noack (Hrsg.): Hauptsache grau / Mainly grey, form+zweck Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-935053-75-4. (anlässlich der Ausstellungsreihe Hauptsache grau im Mies van der Rohe Haus, Berlin) Galerie Bezirk Oberbayern (Hrsg.): Caro Jost: Im Spiegel der Städte//crosstown reflections, Walter Storms Verlag, München 2013, ISBN 978-3-927533-54-7. (mit einem Vorwort von Bernd Sucher und Anna Wondrak) Museum Veszprém/Ungarn (Hrsg.): Streetprints-Utcanyomatok, Walter Storms Verlag, München 2009, ISBN 3-8321-5848-0. Caro Jost: Streetprints 2000–2007, Ernest Rathenau Verlag, New York 2007, ISBN 3-8321-5848-0. (mit einem Vorwort von Klaus Honnef)

Artikel Christoph Wiedemann: Die Spurensucherin – Caro Jost im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt In Süddeutsche Zeitung Nr. 109, 14. Mai 2015 Annegret Erhard: Die Kartografin Caro Jost, mit Fotos von Monika Hoefler. In Weltkunst, Heft 79/2013 Gabi Czöppan: Der Kunst-Tipp In Focus, 49/2013 Alexander Pühringer: Life is all Memory In: Untitled 003, März 2012 Agnes Dominique Dabrowski: Spurwechsel – Sie warfen die Regeln der Malerei um und schufen Bilder, die den Betrachter vor den Kopf stießen. Als Abstrakte Expressionisten schrieben viele Künstler im New York der Fünfziger Kunstgeschichte. Eine Deutsche sucht nach ihren Spuren In Artinvestor Nr. 01/2012, Seite 33–39 Jochen Arntz: Broadway, Ecke Georgenstraße – Zwischen Schwabing und Manhattan: In den dreißiger Jahren zog der Maler Hans Hofmann nach New York. Er inspirierte eine Generation großer amerikanischer Künstler. Die Münchnerin Caro Jost sucht die Spuren der Zeit In Süddeutsche Zeitung Nr. 89, Die Seite Drei, 16./17. April 2011 Simon Kingsley: Tenth Street, New York In German Films Quarterly 3, 2010

Weblinks

Website von Caro Jost

Einzelnachweise

Kategorie:Bildender Künstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau