zentriert|183px|Die Übergabe des Literaturnobelpreises durch den schwedischen König an Pearl S. Buck Die US-amerikanische Schriftstellerin Pearl S. Buck erhält den Nobelpreis für Literatur. zentriert|157px|Ödön von Horváths Grabmal auf dem Heiligenstädter Friedhof Ödön von Horváth wird in der Emigration in Paris durch einen herabfallenden Ast erschlagen. zentriert|350px|Gedenktafel für Egon Friedell an seinem Wohnhaus in Wien Egon Friedell verübt Suizid aus Furcht vor der Verhaftung durch die SA.

Ereignisse Prosa Deutschsprachige Literatur

Der Roman Zwei an der Grenze von Friedrich Wolf erscheint. Erich Kästner veröffentlicht den Roman Georg und die Zwischenfälle sowie Till Eulenspiegel als freie Nacherzählung für Kinder. Von Hans Fallada erscheinen die Geschichten aus der Murkelei. Von Stefan Zweig erscheint der im Exil entstandene biografische Roman Magellan. Der Mann und seine Tat. Ina Seidel veröffentlicht ihren erfolgreichsten Roman Lennacker. Das Buch einer Heimkehr. Im selben Jahr, in dem Ödön von Horváths Roman Jugend ohne Gott in acht verschiedene Sprachen übersetzt wird, wird er in Deutschland auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt.

Englischsprachige Literatur

miniatur|hochkant|Daphne du Maurier April: Die Britin Daphne du Maurier veröffentlicht ihren bekanntesten Roman Rebecca. Agatha Christie veröffentlicht die beiden Kriminalromane Appointment with Death (2. Mai) und Hercule Poirot’s Christmas (19. Dezember) mit der Hauptfigur des Privatdetektivs Hercule Poirot. 16. Juli: The Saturday Evening Post beginnt The Code of the Woosters (Alter Adel rostet nicht), einen weiteren Roman P. G. Wodehouse um Bertie Wooster und seinen Kammerdiener Reginald Jeeves, als Fortsetzungsgeschichte zu veröffentlichen. Noch im gleichen Jahr wird der komische Roman auch in Buchform veröffentlicht. 17. Dezember: Der US-amerikanische Schriftsteller Eric Knight veröffentlicht in der Saturday Evening Post mit Lassie Come Home die erste Kurzgeschichte über die Hündin Lassie.

Die US-Amerikanerin Marjorie Kinnan Rawlings veröffentlicht den Roman The Yearling (Frühling des Lebens), für den sie im folgenden Jahr mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wird. Virginia Woolf veröffentlicht den feministischen Essay Three Guineas (Drei Guineen).

Literatur in anderen Sprachen

Antonio Delfini veröffentlicht Il ricordo della Basca, eine thematisch verbundene Sammlung von elf Erzählungen. Samuel Becketts erster Roman Murphy wird in französischer Sprache erstveröffentlicht. Anton Makarenkos Roman Flaggen auf den Türmen erscheint erstmals in der Zeitschrift Krasnaja now. Der zweite Teil von Anton Makarenkos Roman Ehre erscheint in der Zeitschrift Oktjabr. Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz veröffentlicht seinen Roman Ferdydurke. Von Georges Simenon erscheinen u. a. die Romane La Marie du port und Le Cheval Blanc sowie der Kriminalroman L’Homme qui regardait passer les trains.

Lyrik

Juni/September: Die Häftlinge Jura Soyfer und Herbert Zipper verfassen gemeinsam das Dachaulied mit dem Refrain „Arbeit macht frei“. Im September erscheinen die Zigeunerromanzen von Federico García Lorca in der Übertragung durch Enrique Beck in Zürich.

Drama

22. Januar: Das epische Theaterstück Our Town von Thornton Wilder hat seine Uraufführung in den Vereinigten Staaten. Im selben Jahr erhält der Autor dafür den Pulitzer-Preis. 21. Mai: Furcht und Elend des Dritten Reiches, ein Theaterstück des deutschen Dramatikers Bertolt Brecht, wird in acht Szenen in Paris uraufgeführt. Bis Juni steigt die Anzahl der von Brecht entworfenen Szenen der von ihm so genannten „Montage“ auf 27.

Periodika

Ernst Hiemer wird Hauptschriftleiter der von Julius Streicher herausgegebenen antisemitischen und volksverhetzenden Wochenzeitung Der Stürmer. Im selben Jahr bringt er im Stürmer-Verlag das antisemitische Kinderbuch Der Giftpilz heraus. Das Buch mit Illustrationen von Philipp Rupprecht erreicht eine Auflage von 60.000 und findet teilweise als Schulbuch Verwendung. Von der Parteiführung hochgelobt, wird das Buch aufgrund seines plakativen und unglaubwürdig übertriebenen Antisemitismus aber sogar von Teilen der SS und des SD nicht positiv, sondern als „jugendgefährdend“ charakterisiert.

Sachliteratur

Von Carl Schmitt erscheint die Abhandlung Die Wendung zum diskriminierenden Kriegsbegriff. Von Jomo Kenyatta erscheint die anthropologische Studie Facing Mount Kenya.

Comic

15. April: Der Band L'Île Noire aus der Serie Les aventures de Tintin von Hergé erscheint in Belgien erstmals. Juni: Nach der Ablehnung durch mehrere Verlage erscheint in den Vereinigten Staaten in der Reihe Action Comics das erste Superman-Comic, geschaffen von Jerry Siegel und Joe Shuster. Superman gilt als der erste Superheld der Comicgeschichte.

Preisverleihungen

Die US-Amerikanerin Pearl S. Buck erhält „für ihre reichen und echten epischen Schilderungen aus dem chinesischen Bauernleben und für ihre biographischen Meisterwerke“ den Nobelpreis für Literatur.

Geboren Januar bis März 2. Januar: Hans Herbjørnsrud, norwegischer Schriftsteller († 2023) 5. Januar: Ngũgĩ wa Thiong’o, kenianischer Schriftsteller und Kulturwissenschaftler († 2025) 6. Januar: Mario Rodríguez Cobos, argentinischer Schriftsteller († 2010) 6. Januar: Wassyl Stus, ukrainischer Dichter, Publizist, sowjetischer Dissident und Menschenrechtsaktivist († 1985) 7. Januar: Roland Topor, französischer Autor, Schauspieler und Maler († 1997) 10. Januar: Renate Schostack, deutsche Journalistin und Schriftstellerin († 2016) 13. Januar: Nabanita Dev Sen, bengalische Schriftstellerin († 2019) 19. Januar: Manfred Osten, deutscher Autor und Kulturhistoriker 23. Januar: Nino Filastò, italienischer (Krimi-)Schriftsteller und Rechtsanwalt († 2021) 25. Januar: Wladimir Wyssozki, russischer Sänger, Poet und Schauspieler († 1980) 28. Januar: William Voltz, deutscher Schriftsteller († 1984)

1. Februar: Horst Bosetzky, deutscher Soziologe und Schriftsteller († 2018) 3. Februar: Jean Rouquette, französischer Geistlicher und Dichter und Essayist okzitanischer Sprache 4. Februar: Martin Greif, US-amerikanischer Anglist und Autor († 1996) 5. Februar: John Guare, US-amerikanischer Bühnenautor 7. Februar: Friedrich Karl Barth, deutscher Pfarrer und Liedautor 18. Februar: Elke Erb, deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin († 2024) 19. Februar: Tomás Mac Síomóin, irischer Schriftsteller, Dichter, Übersetzer, Verleger († 2022) 24. Februar: Jürgen Günther, deutscher Comiczeichner († 2015) 26. Februar: Hans Haid, österreichischer Volkskundler, Bergbauer und Mundartdichter († 2019)

4. März: F. W. Bernstein, deutscher Lyriker und Karikaturist († 2018) 4. März: Kito Lorenc, sorbisch-deutscher Lyriker, Dramatiker und Übersetzer († 2017) 11. März: Dieter Masuhr, deutscher Maler, Schriftsteller und Übersetzer († 2015) 13. März: Hans-Joachim Hespos, deutscher Komponist und Verleger († 2022) 14. März: Anar, aserbaidschanischer Schriftsteller 14. März: Angus MacLise, US-amerikanischer Schlagzeuger, Komponist, Dichter und bildender Künstler († 1979) 15. März: Jürgen Schweinebraden, deutscher Galerist und Publizist († 2022) 16. März: Huschang Golschiri, persischer Schriftsteller († 2000) 18. März: Álfrún Gunnlaugsdóttir, isländische Schriftstellerin († 2021) 22. März: Věra Linhartová, tschechische Schriftstellerin († 2026) 23. März: Federica de Cesco, Schweizer Schriftstellerin 27. März: Hansjörg Schneider, schweizerischer Schriftsteller und Dramatiker

April bis Juni 12. April: Ernst Halter, Schweizer Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber 18. April: Tomasz Łubieński, polnischer Historiker, Publizist, Literaturkritiker und Schriftsteller († 2024) 19. April: Jürgen Serke, deutscher Journalist und Schriftsteller († 2024) 24. April: Michael Koser, deutscher Hörspielautor († 2024) 30. April: Antonia Arslan, armenische Archäologin und Professorin für moderne und zeitgenössische italienische Literatur 30. April: Larry Niven, US-amerikanischer Science-Fiction-Schriftsteller

8. Mai: Jean Giraud, französischer Comic-Zeichner († 2012) 9. Mai: Charles Simic, US-amerikanischer Dichter, Essayist und Übersetzer († 2023) 10. Mai: Martin A. Klaus, deutscher Journalist und Schriftsteller († 2026) 11. Mai: Joan Margarit, spanisch-katalanischer Lyriker, Essayist und Architekt († 2021) 16. Mai: Monique Laederach, Schweizer Schriftstellerin und Literaturkritikerin († 2004) 18. Mai: Rudolf Happle, deutscher Arzt und Limerickautor (Pseudonym Ole Haldrup) 21. Mai: Urs Widmer, Schweizer Schriftsteller († 2014) 25. Mai: Raymond Carver, US-amerikanischer Schriftsteller und Dichter († 1988) 25. Mai: Margaret Forster, britische Schriftstellerin († 2016) 30. Mai: Claude Michelet, französischer Schriftsteller († 2022)

4. Juni: Ulrich Grasnick, deutscher Autor 11. Juni: Gudrun Penndorf, deutsche Romanistin und Übersetzerin 16. Juni: Torgny Lindgren, schwedischer Schriftsteller († 2017) 16. Juni: Joyce Carol Oates, US-amerikanische Schriftstellerin 22. Juni: Peter Griese, deutscher Science-Fiction-Autor († 1996) 27. Juni: Konrad Kujau, deutscher Maler, Fälscher der Hitler-Tagebücher († 2000)

Juli bis September

2. Juli: Manfred Sondermann, deutscher Karikaturist 7. Juli: Jan Assmann, deutscher Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler († 2024) 13. Juli: Helga Königsdorf, deutsche Mathematikerin und Schriftstellerin († 2014) 17. Juli: Franz Alt, deutscher Journalist und Buchautor 18. Juli: Jan Stanisław Skorupski, polnischer Dichter 19. Juli: Dom Moraes, indischer Schriftsteller, Poet und Journalist († 2004) 21. Juli: Hermann Schulz, deutscher Schriftsteller und Verleger 23. Juli: Bill Schermbrucker, kanadischer Schriftsteller und Hochschullehrer († 2019) 25. Juli: Sudhir Kakar, indischer Psychoanalytiker, Essayist und Schriftsteller († 2024) 27. Juli: Jerry Juhl, US-amerikanischer Drehbuchautor († 2005) 29. Juli: Peter Jennings, US-amerikanischer Journalist († 2005) 30. Juli: Frank Baer, deutscher Journalist und Schriftsteller († 2019)

1. August: Bernward Vesper, deutscher Schriftsteller, politischer Aktivist und Verleger († 1971) 7. August: Helen Caldicott, australische Ärztin, Buchautorin und Anti-Kernwaffen-Aktivistin 9. August: Clarisse Nicoïdski, französische Schriftstellerin († 1996) 10. August: Tony Ross, britischer Kinderbuchautor und -illustrator 17. August: Ruth Stöbling, deutsche Übersetzerin und Dolmetscherin 19. August: Barbara Bronnen, deutsche Schriftstellerin († 2019) 19. August: Werner Bucher, Schweizer Dichter, Schriftsteller und Verleger († 2019) 20. August: Anne Cameron, kanadische Schriftstellerin und Drehbuchautorin († 2022) 25. August: Frederick Forsyth, britischer Schriftsteller († 2025)

2. September: Rei Nakanishi, japanischer Liedtexter, Erzähler und Essayist († 2020) 3. September: Caryl Churchill, britische Dramatikerin 8. September: Wibke Bruhns, deutsche Journalistin († 2019) 13. September: Janusz Głowacki, polnischer Schriftsteller und Dramatiker († 2017) 15. September: Lya Luft, brasilianische Schriftstellerin und Übersetzerin († 2021) 17. September: Dilip Chitre, indischer Schriftsteller († 2009)

Oktober bis Dezember

6. Oktober: Peter Gosse, deutscher Lyriker, Prosaautor und Essayist 14. Oktober: Wladislaw Krapiwin, sowjetischer bzw. russischer Schriftsteller († 2020) 15. Oktober: Marie-Luise Scherer, deutsche Schriftstellerin und Reporterin († 2022) 17. Oktober: Les Murray, australischer Dichter und Literaturkritiker († 2019) 19. Oktober: Renata Adler, US-amerikanische Journalistin und Schriftstellerin 19. Oktober: Eugenio Montejo, venezolanischer Dichter und Essayist († 2008) 24. Oktober: Walter Kappacher, österreichischer Schriftsteller († 2024) 24. Oktober: Jörg Schröder, deutscher Verleger, Herausgeber, Schriftsteller, Übersetzer, … († 2020) 25. Oktober: Michael Buselmeier, deutscher Schriftsteller