Birnstengel ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bischofsgrün im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Birnstengel liegt in der Gemarkung Bischofsgrün.
Geografie Das Dorf bildet mit Bischofsgrün im Süden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt in einer Rodungsinsel des Bischofsgrüner Forstes. Die Bundesstraße 303 führt nach Rangen (1,4 km westlich) bzw. zur Höhenklinik Bischofsgrün (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Fröbershammer (0,6 km südöstlich). Anliegerwege führen nach Hedlerreuth (0,7 km westlich) und Hohehaid (0,6 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1317 als „Byenstein“ erstmals urkundlich erwähnt; 1346 wurde er erstmals „Pirnstengel“ genannt.D. Hermann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 76. Mitte des 14. Jahrhunderts gab es dort ein Gut.Archiv für Geschichte von Oberfranken, Band 46, abgerufen am 9. April 2012 1536 bestand der Ort aus zehn Anwesen.
Birnstengel gehörte zur Realgemeinde Bischofsgrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Birnstengel mit Hedlerreuth und Hohehaid aus 35 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 1 Viertelhof, 9 Gütlein, 1 Gütlein mit Feuerrecht, 1 Zweidrittelgütlein, 6 Halbgütlein, 2 Sechstelgütlein, 3 Tropfhäuslein, 10 Häuslein, 1 Wohnhäuslein). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Berneck zu. Das Kastenamt Gefrees war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Winkler: Bayreuth, S. 344f.
Von 1797 bis 1810 unterstand Birnstengel dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Birnstengel dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bischofsgrün zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Birnstengel, zu der Hedlerreuth und Hohehaid, Rangen gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Gemeinde nach Bischofsgrün eingegliedert.R. Winkler: Bayreuth, S. 466.
1817 war dort eine Pechhütte, die Kolophonium und Pech herstellte.Physikalisch-statistische Beschreibung des Fichtelgebirges: S. 42, abgerufen am 9. April 2012 Damals lebten dort hauptsächlich Arbeiter in Industrie- und Handwerksbetrieben, beispielsweise in einem nahegelegenen Hochofenbetrieb.Der Main von seinem Ursprung bis zur Mündung: mit Städten, Ortschaften
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 239 247 324 316 364 289 354 333 294 264 251HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 36 36 36 42 44 46 63Quelle
Religion Birnstengel ist nach St. Matthäus (Bischofsgrün) gepfarrt und evangelisch-lutherisch geprägt.
Persönlichkeiten Johann Christoph Glaser (1684–nach 1753), Glas- und KunstmalerBayerisches Jahrbuch für Volkskunde
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Bischofsgrün) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1818 Kategorie:Ersterwähnung 1317