Zedlitz ist eine Gemeinde im Landkreis Greiz in Thüringen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf.

Lage Zedlitz liegt westlich der Weißen Elster und östlich der Bundesstraße 2 in einem Ackerbaugebiet südlich von Gera.

Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Berga-Wünschendorf, Bocka, Crimla, Harth-Pöllnitz, Hundhaupten und die Stadt Weida im Landkreis Greiz sowie die kreisfreie Stadt Gera.

Gemeindegliederung Die Gemeinde hat vier Ortsteile: Seifersdorf Sirbis Wolfsgefärth Zedlitz

Geschichte Seifersdorf Kirchenpolitisch ab 1267 dem Sprengel Frießnitz zugehörig, ist Seifersdorf heute ein Ortsteil von Zedlitz. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1209 als Sifredestorff bzw. Siversdorff im Urkundenbuch der Vögte von Weida. Eine spätere Schreibweise ist Seyfferstorff (Quelle: Lehnbuch des Klosters Mildenfurth).

Sirbis Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sirbis im Jahre 1287 als Syrwis. Weitere Schreibweisen waren Syrewisen, Syrbis, Sirwis, Syrwis und Serewiz.

Wolfsgefärth Erste urkundliche Erwähnung (durch den Vogt von Weida) im Jahre 1209 in der Schreibweise Wolfesszferthe, Wolfersferthe, Wolfe(r)szferthe, aber auch Wolferfert bzw. Wolfferfert.

mini|300px|Blick auf Zedlitz

Zedlitz Ein bronzezeitliches Hügelgrab beweist, dass hier schon zu Urzeiten Menschen siedelten. Zedlitz liegt im reizvollen Seilersbachtal, im Volksmund auch als „Silbergrund“ bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1196.

Eingemeindungen Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Seifersdorf und Sirbis eingegliedert. Am 1. Dezember 1991 wurde Wolfsgefärth eingemeindet.

Einwohnerentwicklung + Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994 – 477 1995 – 497 1996 – 557 1997 – 677 1998 – 703 1999 – 711 2000 – 739 2001 – 761 2002 – 757 2003 – 749 2004 – 737 2005 – 724 2006 – 702 2007 – 669 2008 – 663 2009 – 671 2010 – 665 2011 – 680 2012 – 686 2013 – 672 2014 – 677 2015 – 671 2016 – 675 2017 – 671 2018 – 684 2019 – 715 2020 – 722 2021 – 729 2022 – 724 2023 – 703 2024 – 709 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Wappen Blasonierung: „In Silber sich gegenüber stehend und bewehrt einen roten Fuchs mit goldenen Krallen und einen redenden schwarzen Wolf mit roten Krallen. Neben einer gestürzt eingebogenen Spitze sind im roten Schildfuß links und rechts je eine goldene Ähre angeordnet.“

Das Wappen der Gemeinde Zedlitz basiert auf Elementen, die sich auf alten Siegeln der vier Dörfer der Gemeinde befinden: Die Weizen-Ähren stammen von den Siegeln der Orte Seifersdorf und Sirbis. Der Wolf ist dem Siegel Wolfsgefärths, der Fuchs dem Siegel von Zedlitz entnommen. Die Formation der Elemente symbolisiert die Position der Dörfer in der sogenannten Silbergrund-Region. In dieser hier gezeigten Form, wurde das Wappen von Zedlitz am 17. Januar 1994 bewilligt.

Flagge Die Flagge der Gemeinde ist gelb – rot – gelb (1:2:1) längs gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wasserver- und Abwasserentsorgung Die Gemeinde Zedlitz ist Mitglied im Zweckverband Wasser / Abwasser Mittleres Elstertal. Dieser übernimmt für die Gemeinde die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Literatur Rudolf Diezel: Das Prämonstratenserkloster Mildenfurt. Verlag der Frommannschen Buchhandlung Walter Biedermann, Jena 1937. Berthold Schmidt: Urkundenbuch der Vögte von Weida, Gera und Plauen. Zweiter Band 1122–1356. Verlag Gustav Fischer, Jena 1885.

Weblinks

Gemeinde Zedlitz bei der Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf St. Margarethenkirche in Seifersdorf

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Greiz Kategorie:Ersterwähnung 1287