miniatur|Durvillaea antarctica, Durvillaeacaee miniatur|Knotentang (Ascophyllum nodosum), Fucaceae miniatur|Rinnentang (Pelvetia canaliculata), Fucaceae miniatur|Riementang (Himanthalia elongata), Himanthaliaceae miniatur|Hormosira banksii, Hormosiraceae mini|Ausgewachsene Exemplare von Hormosira banksii bei Ebbe (Katiki Boulders / Neuseeland) miniatur|Cystoseira sp., Sargassaceae miniatur|hochkant|Schotentang (Halidrys siliquosa), Sargassaceae miniatur|Sargassum sp., Sargassaceae miniatur|Turbinaria triquetra, Sargassaceae
Die Fucales sind eine artenreiche Gruppe der Braunalgen. Zu ihnen gehören viele als Seetang bezeichnete Arten.
Beschreibung Die Fucales umfassen Makroalgen mit echter Gewebebildung, die meist mehrjährig sind. Der derbe, lederartige Thallus ist entweder gabelig geteilt oder unregelmäßig verzweigt. Er kann bei manchen Arten über einen Meter lang werden. Das Wachstum findet an den Thallusenden statt. Einige Arten besitzen Schwimmblasen, die im Wasser für Auftrieb sorgen. Arten der Gezeitenzone sind durch eine Schleimschicht (Fucoidin) vor Austrocknung geschützt.
Zellbiologisch sind die Fucales durch mehrere verstreute discoidale Plastiden und fehlende Pyrenoide gekennzeichnet.
Fortpflanzung Die Fucales sind Diplonten ohne Generationswechsel. In den Keimzellenbehältern (Konzeptakeln) entstehen die Gameten durch Meiose und eine unterschiedliche Anzahl von Mitosen. Diese wenigen durch Mitose entstandenen Zellen entsprechen einem extrem reduzierten Gametophyten. Fast immer werden unbewegliche Eizellen und bewegliche Spermatozoiden gebildet (Oogamie). Die nach vorne gerichtete Flimmergeißel der Spermatozoiden ist kürzer als die hintere glatte Geißel. Die Spermatozoiden werden durch ein Pheromon von den Eizellen angelockt. Nach der Befruchtung setzt die Zygote sich fest und wächst zu einer neuen diploiden Alge heran.
Vorkommen Die Fucales sind weltweit in den Meeren verbreitet. Sie gehören überwiegend zum Benthos und wachsen in der Gezeitenzone oder im Sublitoral auf dem Felssockel der Küsten. Einige Arten der in wärmeren Meeren verbreiteten Golftange treiben auch frei im Oberflächenwasser (Sargassum natans und Sargassum fluitans).
Systematik Die Fucales wurden 1827 von aufgestellt. Dieses Taxon ist nach den Ectocarpales die zweit-artenreichste Gruppe der Braunalgen. Nach in AlgaeBASE (2014) umfasst sie 9 Untertaxa (ehemals Familien) mit etwa 528 Arten. Darunter gehören allein etwa 337 Arten zur Gattung der Golftange (Sargassum).
Bifurcariopsidaceae , mit nur einer Gattung: Bifurcariopsis, mit der einzigen Art Bifurcariopsis capensis Durvillaeaceae , mit nur einer Gattung: Durvillaea , mit 5 Arten, darunter: Durvillaea antarctica Fucaceae , mit 6 Gattungen und 26 Arten: Ascophyllum , mit der einzigen Art Knotentang (Ascophyllum nodosum ) Fucus L., mit 18 Arten, beispielsweise Sägetang (Fucus serratus ) Spiraltang (Fucus spiralis ) Blasentang (Fucus vesiculosus ) Hesperophycus , mit der einzigen Art Hesperophycus californicus Pelvetia , mit der einzigen Art Rinnentang (Pelvetia canaliculata ) Pelvetiopsis , mit 2 Arten Silvetia , mit 3 Arten Himanthaliaceae , mit nur einer Gattung: Himanthalia , mit der einzigen Art Riementang (Himanthalia elongata ) Hormosiraceae , mit nur einer Gattung: Hormosira , mit der einzigen Art Hormosira banksii Notheiaceae , mit nur einer Gattung: Notheia , mit der einzigen Art Notheia anomala Sargassaceae , mit 31 Gattungen und etwa 483 Arten: Acrocarpia , mit 2 Arten Anthophycus , mit der einzigen Art Anthophycus longifolius Axillariella , mit der einzigen Art Axillariella constricta Bifurcaria , mit 2 Arten Brassicophycus , mit der einzigen Art Brassicophycus brassicaeformis Carpoglossum , mit der einzigen Art Carpoglossum confluens ex Carpophyllum , mit 6 Arten Caulocystis , mit 2 Arten Cladophyllum , mit der einzigen Art Cladophyllum schnetteri Coccophora , mit der einzigen Art Coccophora langsdorfii Cystophora , mit 28 Arten Cystophyllum , mit der einzigen Art Cystophyllum hildebrandtii Cystoseira , mit 37 Arten Halidrys , mit 2 Arten, unter anderem Schotentang (Halidrys siliquosa ) Hormophysa , mit der einzigen Art Hormophysa cuneiformis Landsburgia , mit 3 Arten Myagropsis , mit der einzigen Art Myagropsis myagroides ex Myriodesma , mit 8 Arten Nizamuddinia , mit der einzigen Art Nizamuddinia zanardinii Oerstedtia , mit der einzigen Art Oerstedtia scalaris Palaeohalidrys , mit der einzigen Art Palaeohalidrys californica Phyllotricha , mit 3 Arten Platythalia , mit 2 Arten Polycladia , mit 3 Arten Sargassopsis , mit 3 Arten Golftange (Sargassum ), mit 337 Arten, beispielsweise Sargassum muticum Scaberia , mit der einzigen Art Scaberia agardhii Sirophysalis , mit 2 Arten Stephanocystis , mit 7 Arten Stolonophora , mit der einzigen Art Stolonophora brandegeei Turbinaria , mit 22 Arten Seirococcaceae , mit 5 Gattungen und 8 Arten: Cystosphaera , mit der einzigen Art Cystosphaera jacquinotii Marginariella , mit 3 Arten Phyllospora , mit der einzigen Art Phyllospora comosa Scytothalia , mit 2 Arten Seirococcus , mit der einzigen Art Seirococcus axillaris ex Xiphophoraceae , mit der einzigen Gattung: Xiphophora , mit 2 Arten
Nutzung Aus mehreren Arten werden Alginate gewonnen, beispielsweise aus Knotentang und den Fucus-Arten. Der Seetang-Extrakt wird für Kosmetikprodukte genutzt. Als Tangbäder werden die getrockneten Algen in der Thalassotherapie eingesetzt. Der Blasentang dient auch als Heilmittel.
Quellen Michael D. Guiry, G.M Guiry: Fucales In: AlgaeBASE - World-wide electronic publication, National University of Ireland, Galway, abgerufen am 11. November 2014 (Abschnitt Systematik) Eduard Strasburger (Begr.), Peter Sitte, Hubert Ziegler, Friedrich Ehrendorfer, Andreas Bresinsky: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 33. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1991, ISBN 3-437-20447-5, S. 617–619 (Abschnitte Beschreibung, Fortpflanzung, Vorkommen)
Einzelnachweise S. M. Adl et al.: The new higher level classification of eukaryotes with emphasis on the taxonomy of protists. In: Journal of Eukaryotic Microbiology 52: 2005, S. 430. PDF-Datei Michael Guiry: The Seaweed Site: information on marine algae: Ascophyllum nodosum, abgerufen am 14. Februar 2013. Michael Guiry: The Seaweed Site: information on marine algae: Fucus vesiculosus, abgerufen am 14. Februar 2013. Bruno Vonarburg: Homöotanik 4. Extravagante Exoten. 2. Aufl., Georg Thieme, 2005. ISBN 3-8304-7228-5, S. 285–286 Google-E-Book
Weblinks
Kategorie:Braunalgen Kategorie:Phaeophyceae
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