miniatur|hochkant|Die geschnürte Jungfrau mit ihrem Korsett

Als Geschnürte Jungfrau wird ein Grabmal aus dem frühen 18. Jahrhundert bezeichnet. Es steht in Hannover auf dem Neustädter Friedhof und zeigt eine halb-plastische, überlebensgroße Abbildung der Anna Margareta Borcherding (1701–1716).Dirk Böttcher: Geschnürte Jungfrau. In: Stadtlexikon Hannover, S. 218

Geschichte Anna Margareta wurde 1701 in der seinerzeitigen Residenzstadt des Kurfürstentums Hannover geboren als jüngste Tochter des Pferdearztes Johann Albrecht Borcherding.Dirk Böttcher: Borcherding, Anna Margareta. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 64f.

Nach der Legende hat sich die Jungfrau aus der Calenberger Neustadt, um schöner zu wirken, aus Eitelkeit eine stets enge Taille geschnürt und sei dadurch schließlich, kaum 15-jährig, zu Tode gekommen. Als warnendes Zeichen für alle eitlen und schlankheitsbesessenen Frauen sei deshalb das Abbild der Verstorbenen in vornehmer Kleidung und mit extrem enger Taille in Stein gehauen worden.

Dazu der Volksmund:

Die Geschnürte Jungfrau steht Auge in Auge gegenüber dem Grabmal des Langen Christoffs.siehe dieses Foto mit der Rückseite des Grabmales der Jungfrau

Literatur Helmut Zimmermann: Der hannöverschen Porträts zweite Folge, illustriert von Rainer Osswald, Harenberg, Hannover 1984, ISBN 3-89042-008-7, S. 21f. Dirk Böttcher: Geschnürte Jungfrau. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 218.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Grabmal in Hannover Kategorie:Baudenkmal in Hannover Kategorie:Erbaut in den 1710er Jahren Kategorie:Calenberger Neustadt Kategorie:Frauenrelief Kategorie:Frauendenkmal