Diederstetten ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mönchsroth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Diederstetten hat eine Fläche von 5,011 km². Sie ist in 581 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8624,18 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hasselbach und Winnetten.

Geografie Das Dorf liegt an der Wörnitz und am Grund- und Keuschenlachgraben, die dort als rechte Zuflüsse in die Wörnitz münden. Der Ort ist weitestgehend von Acker- und Grünland umgeben. Im Südwesten wird die Flur Weidengrund genannt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Neumühle vorbei nach Dinkelsbühl zur Staatsstraße 2220 (3,9 km nordwestlich) bzw. nach Mönchsroth zur Staatsstraße 2385 (1,9 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Winnetten (1,3 km westlich).

Geschichte Die Fraisch über Diederstetten war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Oberamt Mönchsroth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 14 Anwesen (2 Höfe, 3 halbe Lehengüter, 7 Lehengüter, 2 Lehen) und einem Gemeindehirtenhaus.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 404f. Hier wurden fälschlicherweise 16 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.

1806 kam Diederstetten an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Diederstetten 1809 dem Steuerdistrikt Villersbronn und der Ruralgemeinde Villersbronn zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Diederstetten, zu der Hasselbach und Winnetten gehörten.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 541. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl. 1819 erfolgte der Wechsel zum Herrschaftsgericht Mönchsroth, wo es bis zu dessen Auflösung verblieb, und 1838 der Wechsel zum Rentamt Oettingen. Ab 1850 gehörte Diederstetten wieder zum Landgericht und Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach ist).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 554. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,995 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1971 nach Mönchsroth eingemeindet. Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Diederstetten an den Landkreis Ansbach.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Diederstetten Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 184 219 253 245 207 203 217 233 230 227 215 202 192 203 226 217 209 198 190 242 234 225 209 197HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 37 44 47 48 48 41 41 40 Quelle Für die Gemeinde Dieterstetten zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Hasselbach (S. 37) und Winnetten (S. 104)

Ort Diederstetten Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 2016Einwohner 54 85 85 99 85 83 98 86 85 75 58 60Häuser 17 17 18 17 16 16 17 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Oswald und Ägidius (Mönchsroth) gepfarrt.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 404. Die Katholiken sind nach St. Margareta (Wilburgstetten) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Mönchsroth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1970 Kategorie:Ort an der Wörnitz Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach