Brahmenau ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz.
Geographie Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden sind Bethenhausen, Großenstein, Hirschfeld und Schwaara im Landkreis Greiz sowie die 1994 nach Gera eingemeindeten Gemeinden Cretzschwitz, Dorna und Söllmnitz.
Gemeindegliederung Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Brahmenau, Wüstenhain und Zschippach auf. Brahmenau wiederum wurde 1937 per Umbenennung aus den im 20. Jahrhundert zusammengeschlossenen, früher eigenständigen Gemeinden Culm, Waaswitz und Groitschen gebildet.
Geschichte Allgemeines Am 1. Oktober 1922 wurde Waaswitz nach Culm eingegliedert, am 1. Oktober 1937 folgte Groitschen. Die Gemeinde Culm wurde schließlich am 13. November 1937 in Brahmenau umbenannt, abgeleitet vom Namen des Flüsschens Brahme, eines durch den Ort fließenden kleinen Nebenflusses der Weißen Elster. Die Umbenennung erfolgte im Zuge einer „nationalen Ortsnamensänderung“ und hatte ideologische Gründe, da die Nationalsozialisten einem 1936 gefassten Beschluss folgend fremd erscheinende Ortsnamen deutschlandweit zu germanisieren versuchten.Unterm Hakenkreuz. Terror, Verfolgung und Widerstand in Gera von 1933 bis 1945 (PDF; 2,4 MB). Gedenkstätte Amthordurchgang e. V. Gera 2008/2009, S. 29. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der neue Name beibehalten, dazu noch der heutige Ortsteil Wüstenhain eingemeindet. Am 1. Juli 1950 wurde auch die bis dahin eigenständige Gemeinde Zschippach eingegliedert. Die ersten urkundlichen Erwähnungen heute zu Brahmenau gehörender Ortschaften stammen aus dem 12. Jahrhundert und gehen auf noch ältere sorbische Siedlungsnamen zurück.
Nach der politischen Wende 1990 setzte eine rege Bautätigkeit ein, was sich an der Einwohnerzahl erkennen lässt, die sich zwischen 1994 und 1999 nahezu verdoppelte.
Einwohnerentwicklung mini|hochkant|Kirche in Groitschen Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 599 1995: 778 1996: 938 1997: 1057 1998: 1086 1999: 1121 2000: 1101 2001: 1114 2002: 1129 2003: 1099 2004: 1102 2005: 1088 2006: 1050 2007: 1044 2008: 1018 2009: 1004 2010: 1008 2011: 983 2012: 980 2013: 966 2014: 972 2015: 962 2016: 961 2017: 945 2018: 936 2019: 917 2020: 900 2021: 902 2022: 918 2023: 922 2024: 904 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Kirche Dorfkirche Brahmenau
Politik
Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2004 Bernd Blume (FWG). Er wurde am 6. Juni 2010 bei einer Wahlbeteiligung von 69,5 % mit einer Mehrheit von 70,7 % im Amt bestätigt. Vorherige Bürgermeisterin war von 1999 bis 2004 Heidrun Reinhardt (FWG/SPD). Deren Vorgänger war Roland Meinecke (SPD).
Gemeinderat Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen: Freie Wählergemeinschaft Brahmenau: 3 Sitze (39,3 %) Wählergemeinschaft Brahmenau: 1 Sitz (13,2 %) Unabhängige Wählerinitiative: 1 Sitz (14,0 %) Bürgervereinigung Ja zu Brahmenau: 3 Sitze (33,4 %) Die Wahlbeteiligung lag bei 67,2 % (+0,9 &p).
Wappen Blasonierung: „Wellenförmig geteilt von Gold über Rot; oben fünf schwarze Stäbe und unten ein schwebendes halbes goldenes Mühlrad.“
Flagge Die Flagge der Gemeinde ist gelb-rot gespalten und trägt das Gemeindewappen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr Zschippach und Culm besaßen von 1901 bis 1969 einen Anschluss an die Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn. Ferner führt durch Brahmenau die Landesstraße 1079 von Bethenhausen nach Gera.
Den ÖPNV sichert hauptsächlich die RVG Regionalverkehr Gera/Land. Mit der Linie 208 ist Brahmenau von Montag bis Sonntag im Zweistundentakt an Gera angebunden. Weiterhin verbindet der Omnibusbetrieb „Herzum Tours“ den Ort unregelmäßig mit Ronneburg.
Wasserver- und Abwasserentsorgung Die Gemeinde Brahmenau ist Mitglied im Zweckverband Wasser / Abwasser Mittleres Elstertal. Dieser übernimmt für die Gemeinde die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Personen Max Benkwitz (* 1889 in Groitschen; † 1974 in Zeitz), deutscher Politiker (SPD; USPD; KPD; SED)
Weblinks
Internetpräsentation der Gemeinde Brahmenau
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Greiz