Unterklingen ist ein Gemeindeteil des Marktes Weiltingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Unterklingen liegt in der Gemarkung Veitsweiler.

Geographie Die Einöde besteht aus drei Wohnhäusern und einem Dutzend Nebengebäuden. Sie befindet sich mit Oberklingen, Bosacker und Hahnenberg in einer Waldlichtung. Im Norden liegt das Waldgebiet Hundsmarkt, im Osten Hahnenschlag, im Süden Klingenspitz und im Westen der Weiltinger Forst. Dort erheben sich der Greiselbacher Berg und der Rote Berg (). Ein namenloser Bach fließt ostwärts als linker Zufluss in den Weihergraben, einen rechten Zufluss der Wörnitz.

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberklingen (0,3 km südöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,4 km nordöstlich), die nach Bosacker (0,7 km südöstlich) bzw. nach Hahnenberg führt (0,2 km nördlich).

Unterklingen wird mit der Kläranlage in Weiltingen versorgt.

Geschichte Die Fraisch über Unterklingen war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Aufkirchen beansprucht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterklingen drei Köblergüter und ein Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das württembergische Oberamt Weiltingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 466.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 166. Im Laufe der Geschichte der Einöde, kam es zu mehreren Versteigerungen der Güter, unter anderem durch Joseph Dinauer, der einst Ortssprecher gewesen ist.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterklingen dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Veitsweiler zugewiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535. Am 1. Mai 1978 wurde Unterklingen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weiltingen eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 581.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 21 24 18 20 16 18 15 16 17 21 19HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 4 4 4 3 3 3 3 3Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Veit (Veitsweiler) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Margareta (Wilburgstetten) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Weiltingen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach