Zollhaus () ist ein Gemeindeteil der Stadt Wassertrüdingen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Zollhaus liegt in der Gemarkung Schobdach.
Geographie Die Einöde liegt im Wörnitzgrund und ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Süden wird die Flur Hungerbühl genannt. 0,5 km südöstlich liegt der Espanwald, 0,75 km östlich das Waldgebiet Chorälln. Die Staatsstraße 2221 führt an der Hertleinsmühle vorbei nach Wassertrüdingen (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Auhausen (2,6 km südlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts übte das ansbachische Oberamt Wassertrüdingen das Hochgericht aus, das jedoch auch vom ansbachischen Oberamt Hohentrüdingen beansprucht wurde. Grundherr des Anwesens war das oettingen-spielbergische Evangelische Oberamt Oettingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 479.
Infolge des Gemeindeedikts wurde Zollhaus 1809 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Geilsheim zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534. 1818 wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Schobdach umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Zollhaus am 1. Juli 1971 nach Wassertrüdingen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 5 3 5 5 6 7 3 6 5 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 1 1 1 Quelle T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 576.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Dreieinigkeitskirche (Wassertrüdingen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Maria Magdalena (Cronheim) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Heilig Geist (Wassertrüdingen) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Wassertrüdingen Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach