Robert Furrer (* 16. November 1904 in Zürich; † 12. November 1949 ebenda) war ein Schweizer Filmarchitekt, und Bühnenbildner, der bedeutendste Szenenbildner seines Landes zur Hochphase des klassischen Schweizerfilms 1938 bis 1949.
Leben Furrer hatte in Deutschland, Belgien und der Sowjetunion Kunst studiert, ehe er Mitte der 30er Jahre zur nachmals bedeutendsten Filmproduktionsfirma seines Landes, der Praesens-Film, stieß. Dort bildete er zusammen mit dem Regisseur Leopold Lindtberg, dem Kameramann Emil Berna, dem Autor Richard Schweizer und dem Komponisten Robert Blum dasjenige Erfolgsgespann, das dem Schweizerfilm während des Zweiten Weltkriegs mit Produktionen wie Die mißbrauchten Liebesbriefe, Der Schuß von der Kanzel, Marie-Louise und vor allem Die letzte Chance vorübergehend Weltgeltung verschaffte.
1946 wurde Furrer für drei Produktionen nach Paris verpflichtet, darunter Martin Roumagnac mit dem damaligen Liebespaar Marlene Dietrich / Jean Gabin und Der ewige Gatte mit dem Charakterstar Raimu.
Furrer war neben seiner Tätigkeit für das Kino auch als Bühnenbildner am Schauspielhaus Zürich beschäftigt. In dieser Eigenschaft entwarf er allein zwischen 1938 und 1946 die Kulissen zu nahezu 70 Theaterstücken.
Filmografie (komplett)
1935: Jä-soo! 1938: Gibraltar 1938: Füsilier Wipf 1939: Kriminalkommissar Studer (Wachtmeister Studer) 1940: Die missbrauchten Liebesbriefe 1941: Landammann Stauffacher 1942: Der Schuss von der Kanzel 1943: Wilder Urlaub 1943: Marie-Louise 1945: Die letzte Chance 1946: Martin Roumagnac (Martin Roumagnac) 1946: Der ewige Gatte (L’homme au chapeau Gatte) 1946: Miroir 1947: § 51 – Seelenarzt Dr. Laduner (Matto regiert) 1947: Die Gezeichneten 1948: Nach dem Sturm 1949: Ein Seemann ist kein Schneemann (Swiss Tour)
Literatur
Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 148.
Weblinks
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