Das Orff-Schulwerk ist ein nach Carl Orff benanntes musikpädagogisches Konzept für Kinder. Grundlage des Orff-Schulwerks ist der kreative Umgang mit den Elementen Musik, Sprache und Bewegung. Das Orff-Schulwerk umfasst zwei Begriffe: Orff-Kompositionen (Musik für Kinder) Orff-Instrumente
Geschichte Die Idee zu der musikpädagogischen Konzeption des Orff-Schulwerks entstand schon in den 1920er-Jahren in München. Orff und Gunild Keetman gaben in den Jahren 1950 bis 1954 die Musik für Kinder heraus. „Die in den fünf Bänden enthaltenen Texte, Lieder und Instrumentalstücke sind Modelle, die Kinder und Lehrer zum Spielen, Singen und Tanzen herausfordern, aber auch zum eigenen Improvisieren und Gestalten führen sollen.“ 1961 gründete Carl Orff in Salzburg ein Institut für die authentische Ausbildung von Lehrkräften. Die Absolventen des Orff-Instituts organisierten Schulwerkgesellschaften in heute 46 Ländern und unterrichten die Konzeption von Orff/Keetman in aller Welt. Das Orff-Institut steht unter dem Dach der Universität Mozarteum Salzburg.
Die Grundidee des Orff-Schulwerks
Die Orff-Instrumente Sopran-Glockenspiel, Alt-Glockenspiel (Umfang c′ bis a′′Erich Valentin: Handbuch der Musikinstrumentenkunde. Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 410.) Sopran-Metallophon, Alt/Tenor-Metallophon,Vgl. Erich Valentin: Handbuch der Musikinstrumentenkunde. Mit Zeichnungen von Franz Mazura. Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 410 (Altmetallophon, Umfang: c bis a’, eine Oktave höher notiert). Bass-Metallophon Sopran-Xylophon, Alt/Tenor-Xylophon, Bass-Xylophon Klingende Stäbe aus Holz und Metall in allen Stimmlagen (kamen erst später dazu) „Orff-Pauken“ mit einem unten offenen Holzzylinder anstelle eines Kessels Rahmentrommeln bzw. Handpauken Schellentrommeln, Schellen, Schellenring Holzblocktrommeln, Rasseln, Maracas Becken, Triangeln Fingerzimbeln, Kastagnetten Geräuschmacher, Lärm- und Effektinstrument
Der erste bundesdeutsche Betrieb, der sich (aufbauend auf der Vorarbeit von Karl Maendler) seit 1949 auf die Weiterentwicklung und Herstellung von Instrumenten für das Orff-Schulwerk befasste, war das Studio 49Studio 49: STUDIO 49 / Über uns . in Gräfelfing bei München.Erich Valentin: Handbuch der Musikinstrumentenkunde. Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 455 ff. (Instrumentenbauer: Studio 49. Schlagwerk-Instrumentenbau).
Komponisten Neben Carl Orff gibt es weitere Komponisten mit Werken für Orff-Instrumente (Auswahl):
Sigrid Abel-Struth, Gerda Bächli, Franz Biebl, Hans Bergese, Günter Bialas, Cesar Bresgen, Hans Bodenmann, Jakob Bürthel, Hans Coenen, Karl Fegers, Pierre van Hauwe, Wolfgang Jehn, Gunild Keetman, Wilhelm Keller, Richard Rudolf Klein, Günther Kretzschmar, Eberhard Werdin, Friedrich Zipp, Manfred Züghart, Daniel Hensel
Literatur Carl Orff, Gunild Keetman: Musik für Kinder. Bände 1–5. Schott Musik International, Mainz 1950–1954 Werner Thomas: Musica Poetica. Gestalt und Funktion des Orff-Schulwerks. Hans Schneider, Tutzing 1977 Carl Orff: Schulwerk – Elementare Musik. In: Carl Orff und sein Werk. Dokumentation, Band III. Hans Schneider, Tutzing 1976 Erich Valentin: Handbuch der Musikinstrumentenkunde. Mit Zeichnungen von Franz Mazura. Gustav Bosse, Regensburg 1954, S. 406–410.
Weblinks www.orff-schulwerk.de – Orff-Schulwerk Gesellschaft Deutschland www.orff-schulwerk.at – Orff-Schulwerk Gesellschaft Österreich www.orff-schulwerk.ch – Orff-Schulwerk Gesellschaft Schweiz Carl-Orff-Stiftung
Einzelnachweise
Schulwerk Kategorie:Instrumentalunterricht Kategorie:Werk von Carl Orff