Krämershof ist ein Gemeindeteil des Marktes Heidenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern). Krämershof liegt in der Gemarkung Heidenheim.
Lage Der Weiler liegt in der Fränkischen Alb im Rohrachtal nordwestlich von Heidenheim und westlich der Staatsstraße 2218.
Geschichte Die Ansiedlung „Krämershof“ gehört zu einem Gebiet, das spätestens seit dem 11. Jahrhundert „Kyrsenloch/Kirschenloh“ (Wald, in dem Wildkirschenbäume standen) hieß und aus mehreren Einzelgehöften des Klosters Heidenheim bestand (1535: vier Höfe;Flurnamen in Heidenheim 1732: Krämershof, Kohlhof, Gärtnershof, Kirschenmühle und Obelshof). 1588 ist der Krämershof erstmals genannt.1250 Jahre Heidenheim, S. 38f., 100, 410. Er ist 1616 dem Klosteramt Heidenheim vogt- und gültbar. Infolge des Dreißigjährigen Krieges lag er 1650 öde, Gebäude standen aber in Resten noch.Schuh, S. 162 Danach wurde er wieder aufgebaut und unterstand dem brandenburgischen Klosteramt Heidenheim, später dem Verwalteramt Heidenheim. Die hohe Fraisch über die Einöde hatte das markgräfliche Oberamt Hohentrüdingen inne. Kirchlich war der Hof der evangelischen Pfarrei Heidenheim zugeordnet.Historischer Atlas, S. 135.
Die mit dem Markgrafentum Ansbach 1792 königlich-preußisch gewordene Einöde bestand am Ende des Heiligen Römischen Reichs aus zwei Halbhöfen mit je 1 Untertan des ehemaligen Ansbachischen Oberamtes Hohentrüdingen.Historischer Atlas, S. 135; Bundschuh III, Sp. 205.
Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde die Einöde 1806 königlich-bayerisch. Bei der Bildung der Steuerdistrikte 1808 kam sie mit anderen Einöden und Mühlen, die aus dem Besitz des ehemaligen Klosters Heidenheim dem markgräflichen Kloster-/Verwalteramt Heidenheim zinsbar waren, in den Steuerdistrikt Heidenheim im Landgericht Heidenheim. 1810 wurde der Steuerdistrikt zu der etwas verkleinerten Ruralgemeinde Heidenheim umgestaltet, der wiederum der Krämershof angehörte. Durch das Gemeindeedikt von 1818 wurde Heidenheim im alten Umfang von 1808 eine Gemeinde im gleichnamigen Landgericht.Historischer Atlas, S. 235 1833 bestand der Krämershof aus 12,5 Hektar Ackerland, 3,3 Hektar Wiese und 4 Hektar Wald.1250 Jahre Heidenheim, S. 38.
Demografie 1818: 14 Einwohner 1824: 11 Einwohner, 2 Gebäude 1861: 20 Einwohner, 4 Gebäude 1950: 12 Einwohner, 1 Gebäude 1961: 10 Einwohner, 2 Wohngebäude 1987: 11 Einwohner 30. Juni 2011: 9 EinwohnerWebsite des Marktes Heidenheim 2019: 5 Einwohner
Literatur 1250 Jahre Heidenheim am Hahnenkamm. Heidenheim: Historischer Verein 2002.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Heidenheim (Mittelfranken) Kategorie:Weiler im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen