Untermosbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wieseth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Untermosbach liegt in der Gemarkung Wieseth.
Geografie Das Dorf liegt am Fetschendorfer Graben (im Unterlauf Pflatterbach genannt), einem rechten Zufluss der Wieseth, und am Weihergraben, der im Ort als rechter Zufluss in den Fetschendorfer Graben mündet. Im Osten erhebt sich der Gutenberg (), im Westen liegt das Flurgebiet Grundwasen, 0,5 km südlich grenzt der Burker Wald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfstetten (0,6 km nördlich) bzw. nach Obermosbach (1,4 km südwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt an der Pflattermühle vorbei nach Wieseth zur Staatsstraße 2222 (1,3 km nordöstlich).
Geschichte Konrad von Kemmaten schenkte dem Kloster Heilsbronn seinen Hof in „Musbach“. 1420 verkauften zwei Eheleute des Ortes ihr Gütlein an das Kloster. 1437 kaufte der 22. Abt Kötzler von Christian Frank zu Dinkelsbühl einen Hof und einen Weiher oberhalb der Sankt Bernhardskapelle. Derselbe Abt kaufte 1445 weitere Güter in „Mosbach“.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 519.
Untermosbach lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 17 Anwesen mit 18 Mannschaften. Außerdem gab es noch eine Kapelle und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Verwalteramt Forndorf: 1 Halbhof mit doppelter Mannschaft, 4 Gütlein; Verwalteramt Waizendorf: 2 Höfe, 6 Halbhöfe, 3 Gütlein) und das eichstättische Kastenamt Herrieden (1 Gütlein).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Untermosbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Untermosbach dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Wieseth zugewiesen.
Baudenkmal Evangelisch-lutherische Kapelle St. Bernhard, kleiner verputzter Saalbau mit tief heruntergezogenem Steildach und Dachreiter, im Kern 14. Jahrhundert, später verändert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006Einwohner 107 104 129 126 120 129 161 145 124 121 125 129HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 18 21 27 29 31 25 30 35 Quelle auf: vs-dentlein.de
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Wieseth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Herz Jesu (Bechhofen) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Wieseth