Der Geißbach (auch FrohnsbachKarte 1: 25 000 des LA für Kartenwesen Saarland und Fronsbach ) ist ein kleiner etwa 3 Kilometer langer Bach im saarländischen Saarpfalz-Kreis, der auf der Gemarkung Hassel der Stadt St. Ingbert sowie auf der Gemarkung Niederwürzbach der Stadt Blieskastel fließt. Er ist ein linker Zufluss des Würzbachs.
Sein Tal ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Name In seinen ersten schriftlichen Aufzeichnungen wurde der Bach Fronsbach oder Gauchsbach genannt. Im Mittelhochdeutschen bedeutete vrōn 'herrschaftlich, dem Herrn zu eigen' (vgl. Frondienst).
Geographie Verlauf Der Geißbach entspringt in der Nähe des Geistkircherhofes zwischen der L 119 (Kaiserstraße) und der Bahnlinie Saarbrücken–Mannheim und fließt in südlicher Richtung zum Niederwürzbacher Weiher.
Nach Unterqueren der Bahnlinie zieht der Bach durch ein offenes Wiesen- und Weidegelände, das sich mehr und mehr zu einem schmalen Tal im Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet verengt. Der Bach war in früheren Zeiten auf großer Länge zu einer Kette von fünf Weihern aufgestaut, von denen die Dämme teilweise im Gelände noch erkennbar sind. Von diesen Weihern ist außer dem Würzbacher Weiher nur noch der Sägeweiher erhalten, der als Fischweiher genutzt wird. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sägeweiher als Badeweiher (mit Umkleidekabinen) genutzt. An seinem Damm sind noch die Fundamente einer früheren Bebauung erkennbar.
Aus einem kleinen Tal läuft von links das Wasser vom Uhubrunnen zu.
Zuflüsse Fronbachgraben (links), 0,1 km Klingengraben (links), 0,9 km
Naturschutzgebiet und Vegetation Während der Oberlauf des Baches von Viehweiden umgeben ist, sind im mittleren und unteren Teil seit 1989 große Abschnitte als Naturschutzgebiet Frohnsbachtal – Geißbachtal ausgewiesen. Schutzzweck ist Als schützenswerte Biotoptypen werden Röhricht, Erlenbruchwald, feuchte Hochstaudenflur, Weidengebüsche, Fließgewässer und stehendes Gewässer genannt. Kurz vor der Mündung in den Nordarm des Niederwürzbacher Weihers durchfließt der Bach einen Erlenbruchwald und einen Bestand der Steifen Segge.
Galerie
Literatur Hans Becker, Klothilde Haselmaier, Marianne Groh: Der Geistkircherhof – Die "Geiskerch", in: Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde, 2000/4, Hg.: Saarpfalz-Kreis, Homburg 2000, S. 5–55; (als PDF abrufbar: (PDF; 935 kB), abgerufen am 25. April 2012)
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (St. Ingbert) Kategorie:Fluss im Saarland Kategorie:Fluss in Europa Kategorie:Gewässer im Saarpfalz-Kreis Kategorie:Geographie (Blieskastel)