Deffersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wieseth im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Deffersdorf hat eine Fläche von 6,762 km². Sie ist in 792 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8537,71 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Häuslingen, Mittelschönbronn und Zirndorf und die Orte Pfeifhaus und Urbansmühle.

Geographie Durch das Dorf fließt der Rotbach, ein linker Zufluss der Wieseth. Im Norden liegt das Waldgebiet Brand, im Südwesten grenzt das Bodenfeld an. 0,5 km südlich erhebt sich der Eberleinsberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2248 (0,6 km westlich) bzw. nach Reichenau zur Kreisstraße AN 54 (2 km nördlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Forndorf zur Staatsstraße 2222 (1,6 km südlich) und nach Sachsbach zur AN 54 (2 km östlich).

Geschichte 1392 kaufte das Kloster Heilsbronn dort Güter von Seitz von Zupplingen und von Brandt von Kemnathen. Ulrich von Muhr schenkte dem Kloster Gefälle in dem Ort.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 505f.

Deffersdorf lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 gab es 14 Anwesen (1 Hof, 8 Halbhöfe, 4 Güter, 1 Gut mit Schmiede). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte das Verwalteramt Waizendorf aus.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Deffersdorf (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An den Verhältnissen hatte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts geändert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 580. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Deffersdorf dem Steuerdistrikt Gräbenwinden und der Ruralgemeinde Oberschönbronn zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Oberschönbronn am 31. Dezember 1971 aufgelöst und Deffersdorf nach Wieseth eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 Einwohner 74 96 84 83 90 76 84 121 84 86 85 79HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 13 14 14 14 15 16 16 19 Quelle auf: vs-dentlein.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Wieseth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Jakobus der Ältere (Elbersroth) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Herz Jesu (Bechhofen) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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