Winkel () ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Winkel liegt in der Gemarkung Thann.

Geografie In einem Weiher südwestlich des Dorfes entspringt der Karlsgraben, ein linker Zufluss der Altmühl. Im Norden grenzt die Steinbachforst an, im Nordosten das Waldgebiet Ratzengarten. Im Südosten liegt das Winklerfeld, 0,5 km im Osten die Brünstlein. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Niederoberbach (2 km östlich) bzw. zur Kreisstraße AN 55 (0,5 km westlich), die nach Thann (0,5 km südlich) bzw. nach Velden (1 km nordwestlich).

Geschichte Aus einer Urkunde des Jahres 1342 geht hervor, dass das Ansbacher Gumbertusstift in Winkel Grundherr über drei Anwesen war.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts – vermutlich aber schon früher – lag der Ort im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Es gab 11 Haushalte. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde vom Rittergut Thann der Herren von Crailsheim ausgeübt. Grundherren waren das Rittergut Thann (10 Anwesen) und das eichstättische Kastenamt Herrieden (1 Anwesen).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 6, Sp. 264: Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Winkel dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sommersdorf zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Sommersdorf an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Thann umgemeindet. Am 1. Januar 1971 wurde Winkel im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Bechhofen eingemeindet.

Von 1903 bis 1966 gab es am westlichen Ortsrand einen mit „Thann“ benannten Haltepunkt der Bahnstrecke Leutershausen-Wiedersbach–Bechhofen.

Baudenkmäler Haus Nr. 11: zugehörig Kleintierstall, massiv, 1851 Flachsbrechhaus am westlichen Ortsausgang; frühes 19. JahrhundertH. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen. S. 143. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Holzfeld: Wegkreuz, Holzkruzifix, 19. Jh.; am westlichen Ortsausgang

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2001 2017 2023Einwohner 65 67 57 61 49 51 63 96 78 83 84 93 84 89HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 12 11 9 9 10 13 15 21 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Thann) gepfarrt. Die Katholiken sind nach Mariä Heimsuchung (Rauenzell) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Bechhofen, Mittelfranken)