Rottnersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Rottnersdorf liegt in der Gemarkung Birkach.

Geografie Die Einöde liegt am Mühlgraben, einem rechter Zufluss der Wieseth. Südlich des Ortes befindet sich der Rottnersdorfer Mühlweiher. Im Osten grenzt das Flurgebiet Kessel an, 0,5 km südöstlich liegt das Waldgebiet Brandlach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2220 bei Bechhofen (0,8 km westlich) bzw. nach Birkach zur Kreisstraße AN 54 (1,3 km südlich).

Geschichte Der Ort hieß ursprünglich „Rottmannsdorf“. Aus dem Ortsnamen kann man schließen, dass es sich ursprünglich um eine aus mehreren Häusern bestehende Siedlung handelte. 1444 war nur noch die Rede von einem Mühlgut. Dieses verkaufte Heinrich von Lentersheim samt zugehörigen Weiher an Friz von Holzingen zu Wiesethbruck, der es seinerseits 1458 an das Kloster Heilsbronn verkaufte.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 520.

Rottnersdorf lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Wassertrüdingen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 2 Anwesen (1 Mühle mit Hammerschmiede, 1 Hof). Grundherr war das ansbachische Verwalteramt Waizendorf.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 455. (= J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 541). Hiernach soll es nur eine Untertansfamilie gegeben haben. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 564.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Rottnersdorf dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Unterkönigshofen zugewiesen. 1818 kam der Ort an die neu gebildete Ruralgemeinde Birkach (1870 in Heinersdorf umbenannt).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534 und 540. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Rottnersdorf am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.

Baudenkmal Rottnersdorfer Mühle: ehem. Mühlen- und Wohngebäude, eingeschossiger Satteldachbau, massiv, im Kern wohl 16. Jahrhundert; Scheune, massiver Satteldachbau, 19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2001 2011 2017 2023Einwohner 5 7 8 9 7 4 4 14 5 4 6 7 6 6 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 1 2 2 1 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria (Königshofen an der Heide) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Johannis (Bechhofen) zuständig. Die Katholiken sind nach Herz Jesu (Bechhofen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Bechhofen, Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach