Johannes Muggenthaler (* 21. August 1955 in Bühl) ist ein deutscher Schriftsteller, Fotograf und Maler sowie Kurator.

Leben und Werk Johannes Muggenthaler begann seine künstlerische Ausbildung an der Fachschule für Holzbildhauer in Oberammergau. Er wechselte an die Akademie der Bildenden Künste in München, wo er das Studium von Malerei und Graphik als Meisterschüler abschloss. Er ist Sohn des Kunstmalers Hans Muggenthaler (1924–2015).

Muggenthalers bildnerische Arbeiten wurden in Einzelausstellungen, u. a. im Museum für Moderne Kunst in Wien, im Museum für Moderne Kunst in Madrid, im Münchner Stadtmuseum und in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München gezeigt.

Daneben hat Muggenthaler seit den 1980er Jahren zahlreiche Romane, Erzählungen und Theaterstücke verfasst. Über seinen 2004 erschienenen Roman Der Idiotenhügel heißt es in einer Rezension: „Wer diesen Roman in die Hand nimmt, liest sich garantiert sofort fest. Kaum zu glauben, wie es der Autor fertigbringt, eine so ‚kleine‘ Geschichte einen so großen Zauber entfalten zu lassen. Muggenthalers Sprache ist überraschend einfach und trotzdem einfach überzeugend. Durch sie wird die Geschichte unverwechselbar.“Angela Wicharz-Lindner: Ein wahrhaft großer Sommer (PDF) In: ex libris, Nr. 795, 29. April 2005

Muggenthalers bildnerische wie literarische Arbeit charakterisierte ein Kritiker 1996 wie folgt:

Aus der Laudatio zum Bayerischen Kunstförderpreis:

Ausgehend von einer kritischen Reflexion über die Moderne hat Johannes Muggenthaler ein künstlerisches Repertoire geschaffen, das von ebenso großer Eigenwilligkeit und Originalität wie auch ästhetischer Überzeugungskraft ist. Seine Arbeiten in unterschiedlichsten Materialien und künstlerischen Methoden reflektieren den disparaten Zustand der Moderne in einer Mischung aus Ironie, Trauer und künstlerischer Distanz. Johannes Muggenthaler vertritt diesen Ansatz mit Konsequenz und innerer Logik.

Johannes Muggenthaler arbeitete mehrere Jahre als Fotograf für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Eine retrospektive Ausstellung der fotografischen Arbeiten mit dem Titel „Das Leben der Dinge“ wurde in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, gezeigt.

Er ist auch als Kurator für zeitgenössische Kunst tätig. So leitete er bis 2009 den städtischen Kunstraum „Artothek & Bildersaal“ in München. Von 2009 bis 2022 war er Ausstellungskurator der „Rathausgalerie Kunsthalle“ für das Kulturreferat München. Seither arbeitet er als freier Kurator.

Er ist Präsident der Künstlergruppe Münchener Secession und Mitglied des Deutschen Künstlerbunds.

Johannes Muggenthaler lebt in München und Prien am Chiemsee.Biografische Angaben der Dany Keller Galerie

Werke „Normal und sterblich“ Kurzgeschichten (1984), Edition Nautilus, ISBN 3-922513-14-X „Magie oder Maggi?“ Katalogbuch (1987), Edition Nautilus, ISBN 3-921523-85-0 „Der Geister Bahnen“ Katalogbuch zu Ehren von Gabriel von Max (1988), Mosel & Tschechow Galerie und Verlag, München 1988, ISBN 3-925987-03-7Heinz Schütz: Johannes Muggenthaler, Mosel und Tschechow, Oktober 1988, Besprechung der Ausstellung in Kunstforum, Bd. 98, 1989 „Liebe und Schulden“ Roman (1989), Edition Nautilus, ISBN 978-3-89401-150-5 „Liebe der ersten Menschen. Souvenirs vom Paradies.“ Katalog (1991), Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1991, ISBN 3-89309-039-8 „Der Liebe Pilgerfahrt“ Katalogbuch (1992), Schirmer/Mosel Verlag, München, ISBN 3-88814-495-7 „Wie man sich glücklich verirrt“, Erzählungen (1995), Edition Nautilus, ISBN 3-89401-242-0Autor-Informationen bei der Edition Nautilus „Romantik der Zukunft“ Katalogbuch (1996), Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien, Ritter Verlag, Klagenfurt 1996, ISBN 3-85415-190-X „Das Leben der Dinge“ Katalog (1998), Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, ISBN 3-88645-137-2 „Regen und andere Niederschläge“ oder „Die falsche Inderin“, Roman (2002), Weidle Verlag, ISBN 978-3-931135-68-3 „Der Idiotenhügel“ Roman (2004), Weidle Verlag, ISBN 978-3-931135-82-9 „Das Fremdenzimmer“ Erzählungen (2007), Weidle Verlag, ISBN 978-3-931135-98-0 „Die letzte Trauung“ Roman (2011), Weidle Verlag, ISBN 978-3-938803-30-1Autor-Informationen beim Weidle Verlag

Einzelausstellungen 1985, Dany Keller Galerie, München 1988, Dany Keller Galerie, München 1988, Johannes Muggenthaler: Der Geister Bahnen. Eine Ausstellung zu Ehren von Gabriel v. Max 1840-1915, Galerie Mosel & Tschechow, München 1988, Nordsee, Galerie Mosel & Tschechow, München 1989/90, Naturkundliche Zeichnungen, Galerie Mosel & Tschechow, München 1989, Galante Liebe, Galerie Conrads, Neuss 1989, Galerie Sima Nürnberg 1990, Exemples de l'amor galant i de l'amor espiritual, Tinglado, Moll de Costa, Tarragona, Spanien 1990, Exemples de l'amor galant i de l'amor espiritual, Canal de Isabel II, Madrid 1990, Galante Liebe – Geistliche Liebe, Galerie Mosel & Tschechow, München 1990, Galerie Avis Paris 1990, Visions del Paradís, Galeria Joan Prats, Barcelona 1991, Liebe der ersten Menschen – Souvenirs vom Paradies, Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1992, Johannes Muggenthaler – der Liebe Pilgerfahrt, Münchener Stadtmuseum 1992, Galerie Sima Nürnberg 1993, Badisches Landesmuseum, Karlsruhe 1994, Bilder für ein Raumschiff, Galerie Mosel & Tschechow, München 1996, Romantik der Zukunft: Photographien und ein Theaterstück, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien 1997, Tafelbilder, Galerie Mosel & Tschechow, München 1998, Das Leben der Dinge, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1999, Grüsse alle, kenne keinen, Galerie Wohnmaschine, Berlin 2000, Werbung ohne Produkte und Bilder aus Adriapolis, Galerie Mosel & Tschechow, München 2002, Fotografien zu dem Roman „Die falsche Inderin“, Galerie Mosel & Tschechow, München 2002/3, Adriapolis, Galerie Sima NürnbergVerzeichnis der Ausstellungen, Dany Keller GalerieGalerie Mosel & Tschechow, AusstellungenGalerie Mosel & Tschechow, Verzeichnis der KünstlerSima Galeria, Ausstellungsarchiv weitere Ausstellungen

Stipendien und Auszeichnungen 1981 Stipendium für Oslo, Bayerisches Staatsministerium 1984 Literaturstipendium Hamburg 1984 Debutantenpreis, Stipendium des Bayerischen Kultusministeriums 1985 Stipendium der Prinzregent-Luitpold-Stiftung 1987 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn 1987 Stipendium für Bildende Kunst der Stadt MünchenListe der Stipendiaten beim Stadtportal München 1988 Deutscher Kunstpreis der Volksbanken, Frankfurt 1988 Förderpreis der Landeshauptstadt München 1989 Bayerischer Staatsförderpreis 1990 USA-Stipendium der Bayerischen Landesregierung für Los AngelesInformationen beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Dort heißt es: „Der Freistaat Bayern gewährt jedes Jahr drei Künstlerinnen und Künstlern der Sparte Bildende Kunst, die am Beginn ihres Schaffens stehen, ein Stipendium für einen halbjährigen Aufenthalt in den USA.“ 1991 Aufenthalt am Deutschen Studienzentrum in VenedigDeutsches Studienzentrum in Venedig 1992 Reisestipendium nach Indien, FrankfurtInformationen auf der Website der Dany Keller Galerie

Weblinks Liste von Artikeln über Muggenthaler bei kunstforum.de

Einzelnachweise

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