mini|hochkant|Christine Gerlach in Henrik Ibsens Nora am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1957/58) Christine Gerlach (* 9. März 1925 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.
Leben Die Tochter eines Architekten spielte von 1945 bis 1947 auf der Bühne des Deutschen Theaters Berlin. Später war sie an den Städtischen Bühnen Bielefeld (u. a. 1954 als Louka in Helden)Gerlach, Christine. In: Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. De Gruyter, Berlin 1956, S. 206 (online). und am Badischen Staatstheater Karlsruhe tätig. In den Jahren 1962 bis 1972 gehörte sie zum Ensemble des Schillertheaters. Seit 1972 arbeitete sie als freiberufliche Schauspielerin.Who’s Who in the Arts and Literature, Bd. 2, S. 208.
Außerdem spielte sie auch Film- und Fernsehproduktionen wie Robert Adolf Stemmles Drama Kubinke, Herbert Veselys Fernsehspiel Das Bastardzeichen, John Schlesingers Drama …und der Himmel steht still sowie Loriots Komödie Ödipussi. Daneben übernahm sie Gastrollen in Fernsehserien wie Tatort, Ein heikler Fall, Ehen vor Gericht, Lokaltermin und Hamburg Transit.
Darüber hinaus arbeitete Christine Gerlach umfangreich als Synchronsprecherin und lieh ihre Stimme zahlreichen international bekannten Schauspielkolleginnen wie Peggy Ashcroft in Sunday, Bloody Sunday, Cloris Leachman in Frankenstein Junior, Myrna Loy in Giganten am Himmel, Mildred Natwick in der zweiten Synchronfassung von Immer Ärger mit Harry und Micheline Presle in Die Nonne.
Filmografie (Auswahl) 1962: Frauenarzt Dr. Sibelius 1963: Der Beste 1965: Es geschah in Berlin – Trickbetrüger Tubatzki 1966: Kubinke 1966: Große Liebe 1966: Das Millionending (Fernseh-Zweiteiler) 1970: Das Bastardzeichen 1970: Eli 1972: Gefährliche Streiche 1972: Die rote Kapelle (Fernsehmehrteiler) 1972: Hamburg Transit (Fernsehserie) – Der Blechsarg 1973: Tatort – Cherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee 1973: Das sündige Bett 1973: Lokaltermin – Der Punkt auf dem i 1974: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit (Fernsehreihe) 1976: Verdunkelung – Der Eisenbahnmörder 1982: Dabbel Trabbel 1984: Leute wie du und ich (Fernsehserie, Folge 5 Episode: Würden Sie für eine Stunde meine Frau sein?) 1988: Ödipussi 1990: Gefährliche Verführung 1993: … und der Himmel steht still (The Innocent)
Synchronrollen (Auswahl)
Filme 1981: Maureen Stapleton in Reds als Emma Goldman 1983: Evie Garratt in Besuch aus dem Jenseits als Daria 1984: Ellen Corby in Vertigo – Aus dem Reich der Toten als Managerin des McKittrick Hotels 1993: Molly McClure in Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen als Paula du Pré 1994: Phoebe Brand in Vanja auf der 42. Straße als Nanny 1997: Eugenie Besserer in Der Jazzsänger als Sara Rabinowitz
Serien 1975–1976: Astrid Lindgren in Michel aus Lönneberga als Erzählerin 1983: Eve Arden in Hart aber herzlich als Sophie Green 1983: Corinne Calvet in Hart aber herzlich als Pauline Simone 1987: June Allyson in Die Fälle des Harry Fox als Neva Blake 1991: Mary Wickes in Ein gesegnetes Team als Marie Murkin 1992–1995: Peg Phillips in Ausgerechnet Alaska als Ruth–Anne Miller
Hörspiele 1960: Der Reigenprozeß – oder: Die Kunst, Anstoß zu nehmen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1961: Das träumende Mädchen – Regie: Otto Kurth 1962: Erste Liebe – Regie: Peter Schulze-Rohr 1962: Gedanken im Kreise – Regie: Wolfgang Spier 1962: Wohin soll ich gehen? – Regie: Hanns Korngiebel 1963: Das Telegramm – Regie: Hanns Korngiebel 1963: Der Nachtzug – Regie: Rolf von Goth 1963: Tagebuch – Regie: Jörg Jannings 1963: Untern Linden, untern Linden – Regie: Alexander Pestel 1964: Die Reise nach Italien – Regie: Rolf von Goth 1965: Ausweg – Regie: Oswald Döpke 1969: Linda – Regie: Nicht angegeben 1970: Ein fröhliches Begräbnis – Regie: Hermann Wenninger 1971: Der Geburtstag – Regie: Klaus Mehrländer 1972: Michel bringt die Welt in Ordnung als Erzählerin – Regie: Kurt Vethake 1972: Revolte auf Luna (4 Teile) – Regie: Heinz Dieter Köhler 1972: Happy End – Regie: Rolf von Goth 1973: Los Angeles mit allen Ängeln – Regie: Klaus Wirbitzky 1973: Ferien auf Saltkrokan als Erzählerin – Regie: Kurt Vethake 1974: Kathedrale oder Wohnmaschine Das Bauhaus – Dokumente zu einem sozialen Experiment – Autor und Regie: Götz Naleppa 1976: So einen Chef mußt du haben – Regie: Götz Naleppa 1977: Die Vernichtung der Dörfer – Regie: Robert Matejka 1982: Der Don Juan und der Non Don Juan – Regie: Klaus Mehrländer 1987: Hinterhof Berlin Mitte – Regie: Ludwig Schultz 1987: Der Herr, der schickt den Jockel aus – Regie: Manfred Marchfelder 1988: "So einen wie mich kann man nicht von den Bäumen pflücken, sagt Buster" – Regie: Vera Hinz 1989: Der Spuk der weißen Taube – Regie: Ulli Herzog 1989: Landschaftsschlacht – Regie: Wolfgang Wölfer 1990: Der Drache ist tot – Regie: Frank E. Hübner 1994: Euch verdanke ich alles, was ich im Leben Schönes gehabt habe – Regie: Albrecht Surkau 1995: Pflegefall – Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Literatur Who’s Who in the Arts and Literature, Bd. 2: Applied Arts and Music, Karl Strute und Theodor Doelken (Hrsgg.), 3. Auflage, Zürich: red series 1983, S. 208.
Weblinks
Christine Gerlach in synchrondatenbank.de
Einzelnachweise
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